Zeitbedarf: ca. 45 – 90 Min.

Aufgabe

Die Schüler_innen erforschen über eine klasseninterne Befragung ihr eigenes Nutzungsverhalten.

Lernziel

Schüler_innen lernen mehr über ihre alltägliche Handynutzung. Über die Erhebung selbst und über den Vergleich mit anderen wird das eigene Verhalten bewusst und reflektierbar. Als „Nebenwirkung“ lernen die Schüler_innen die Durchführung und Auswertung einer quantitativen Befragung kennen.

Ablauf

Zur statistischen Erhebung der eigenen Nutzung sind alternative Vorgehensweisen auf der Ebene der Inhalte und auf der Ebene der Technik möglich.

Fragebogen erstellen:

Inhaltliche Variante A: Lehrkraft gibt Fragen vor
In dieser Variante bringt der/die Lehrer_in einen feststehenden Fragebogen ein, nach einer kurzen Erklärung kann also sofort mit dem Ausfüllen begonnen werden. Das Materialblatt_Jugendmedienschutz_02 Materialblatt_Jugendmedienschutz_02 enthält dafür Fragen, die sich in großen Teilen an der renommierten JIM-Studie 2014 zum Thema Handynutzung orientieren. Die ausgefüllten Bögen werden anschließend statistisch ausgewertet, daher gilt es zu beachten: Je mehr Fragen verwendet werden (und je mehr Schüler_innen befragt werden), desto höher ist anschließend der Aufwand für die Auswertung.

Inhaltliche Variante B: Eigene Fragen (ca. 30 Min. zusätzlich)
In dieser Variante stellen die Schüler_innen den Fragebogen selbst zusammen. Die Vorlage aus Variante A kann dafür als Anregung oder als Ausgangsmaterial dienen, das noch angepasst und erweitert wird. In dieser Variante ist je nach Grad der Anpassung ca. 30 Min. zusätzlicher Aufwand einzuplanen. Der/Die Lehrer_in moderiert in diesem Fall die Zusammenstellung des Fragebogens und dokumentiert die Ergebnisse.

Durchführung:
Je nach Länge des Fragebogens sind dafür ca. 10-15 Min. einzuplanen.

Auswertung:
Auswertung „Analog“ (ca. 30 – 45 Min.)
Die Auswertung erfolgt in dieser Variante auf Tafel/Whiteboard oder großem Papier. Für die unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten werden Strichlisten geführt. Idealerweise wird kariertes Papier genutzt, da hier anstelle von Strichlisten durchgekreuzte Kästchen eingetragen werden können. So entsteht in der Auswertungsliste zu jeder Antwortmöglichkeit ein Balken, der die Anzahl der Antworten visualisiert.
Damit die Phase des Auszählens nicht zu lang(weilig) wird, kann die Auswertung entweder in eine Arbeitsgruppe ausgegliedert oder auf die gesamte Klasse verteilt werden. Bei letzterer Variante werden die Fragen in Frageblöcke aufgeteilt. Schülergruppen mit je 2 oder 3 Schüler_innen werten je einen Frageblock aus und dokumentieren die Ergebnisse z.B. auf einem Bogen Flipchart-Papier. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Aufteilung schon im Fragebogen berücksichtigt, also jeder Frageblock auf einem einzelnen Bogen beantwortet wird. Die erarbeiteten Flipchart-Bögen werden anschließend zur Auswertung nebeneinander gehängt.
Bonus: In Mathematik fortgeschrittene Schüler_innen können die Ergebnisse zusätzlich mit Prozentangaben versehen.

Auswertung „Digital“ (ca. 30 – 45 Min.)
Für die Auswertung lassen sich die Angaben statt auf Papier auch in eine Tabellenverarbeitung eintragen. Dafür sollte aber zumindest auf Seite der Lehrkraft Erfahrung mit Tabellenverarbeitung und grafischer Darstellung der Ergebnisse vorhanden sein.

Auswertung „Digital Plus“ (kein Aufwand für Auswertung)
Technisch aufwändiger, aber dafür mit großer Zeitersparnis, lässt sich die Befragung komplett digital durchführen und auswerten. Dafür wird mit einem Internetdienst (z.B. Google Docs) der Fragebogen als digitales Formular erstellt. Die Schüler_innen müssen zur Beantwortung des Fragebogens Computer mit Internetanschluss nutzen. Der große Vorteil: Hier erfolgt die Auszählung der Antworten automatisch und die Ergebnisse werden mit Prozentangaben und Visualisierungen dargestellt.

Hinweise

Ein Vorschlag für Fragen findet sich im Materialblatt_Handy_02 Materialblatt_Handy_02. Falls Variante B „Eigene Fragen“ und nicht die technische Variante „Digital Plus“ gewählt wird, muss eine Unterbrechung eingeplant werden, in der der erarbeitete Fragebogen ausgedruckt und vervielfältigt wird.
Die Arbeit mit Google Docs erlaubt digitale Fragebögen mit automatischer Auswertung. Der Dienst wird im Werkzeugkasten kollaboratives Lernen im Internet sowie als App im Werkzeugkasten Lernen & Lehren mit Apps vorgestellt. Es ist eine Internetverbindung und für den Ersteller des Fragebogens ein Benutzerkonto notwendig. Nur für das Ausfüllen ist eine Anmeldung nicht erforderlich. Vorlage und Anleitung finden sich hier.
Falls nur sehr wenig Zeit vorhanden ist, können die Fragebögen durch eine mündliche Befragung zu wenigen Fragen ersetzt werden. Dabei stellt die Lehrkraft die Fragen und die Schüler_innen melden sich zu den entsprechenden Fragen. Die Anzahl der Antworten wird dokumentiert.

Materialien