Zeitbedarf: 20 Min.

Aufgabe:

Umgang mit eigenen Daten analysieren

Lernziel:

Bestehende Datenveröffentlichungen durch die Schüler_innen werden hinterfragt und bezüglich ihrer Vor- und Nachteile untersucht. In der Diskussion erarbeiten die Schüler_innen Argumente und Positionen zum Umgang mit den eigenen Daten.

Ablauf:

Durch die Mitte des Raumes geht eine fiktive Linie. Diese kann auch mit Band oder Malerkrepp o.ä. tatsächlich gezogen werden. Die Mitte der Linie markiert die Position „Unentschieden“, das eine Ende der Linie markiert die Position „Ja“, das entgegengesetzte Ende markiert die Position „Nein“.

Von der Lehrer_in werden nacheinander verschiedene persönliche Angaben genannt, zu denen die Schüler_innen sich entsprechend ihrer eigenen Einstellung im Raum positionieren. Je näher die eigene Einstellung der einen oder anderen Meinung zutrifft, desto näher rücken die Schüler_innen an den entsprechenden Pol. Fragestellung:

Würdest du diese Daten von dir im Internet preisgeben?

  • Vorname
  • Nachname
  • Alter
  • genaues Geburtsdatum
  • Geschlecht
  • Wohnort
  • aktuelle Anschrift
  • E-Mail-Adresse
  • Handynummer
  • Haar- und Augenfarbe
  • Größe und Gewicht
  • Hobbys und Interessen
  • beliebte Aufenthaltsorte
  • sehr Persönliches/Intimes
  • politische Orientierungen
  • Bilder von dir
  • Bilder von Familienmitgliedern
  • Bilder von Freunden/Bekannten

Wenn alle ihre Position eingenommen haben kann ergänzend durch Handzeichen abgefragt werden, wer diese Angaben von sich bereits im Netz veröffentlicht hat. Nach jedem Begriff werden zwei Schüler_innen mit entgegengesetzten Einstellungen zu den Gründen ihrer Positionierung befragt.

Erweiterungsmöglichkeit für längere Durchführung

Ergibt sich ein deutlich gegensätzliches Bild, werden die Schüler_innen in der Mitte, also an der „Unentschieden“-Position, in zwei Gruppen geteilt, die sich zu einer kurzen Gruppenbesprechung zusammenstellen, um ihre Argumente zu sammeln. In einem kurzen Streitgespräch kommen nun abwechselnd beide Gruppen zu Wort. Nacheinander wird jeweils ein Argument knapp formuliert, sodass sich eine lebendige Diskussion ergibt.

Nach der Diskussion kann die Positionierung wiederholt werden, um zu überprüfen, ob sich durch die Argumente die Einstellungen verändert haben.

Hinweise:

Für dieses Modul ist eine offene Raumsituation notwendig. Entweder müssen zuvor Tische und Stühle beiseite geräumt werden oder es wird ein zur Verfügung stehender Raum mit offener Struktur genutzt (Aula, Turnhalle etc.).

Materialien:

  • ein Papier mit „ja“ und ein Papier mit „nein“ zur Kennzeichnung der beiden Pole;
  • fakultativ: Malerkrepp oder ein Band zum Kennzeichnen der Linie