• 25. September 2014

Medienbildung nimmt inzwischen eine zentrale Rolle für Teilhabe an der Medien- und Wissensgesellschaft ein. Der Lernraum Schule tut sich jedoch schwer, gelingende Unterrichtskonzepte und Anregungen für Schüler_innen zu entwickeln. Die Chancen von OER, Materialien zu adaptieren und auf eigene Bedürfnisse anzupassen, werden dabei nur zögerlich genutzt.

Auf einem Vortrag mit anschließender Diskussion auf der „OER Konferenz – Open Educational Ressources 2014“ versuchten FSM und Google Deutschland am Beispiel der OER-Reihe „Recherchieren, Informieren, Kommunizieren, Unterhalten – Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen“ eine Spurensuche, warum auch OER oftmals lediglich als klassische Unterrichtsmaterialien verstanden werden.

Open Educational Ressources scheinen für viele Lehrer_innen doppeltes Neuland – sowohl inhaltlich als auch strukturell. Sind es klassische Rollen, die sich dabei umkehren? Geht es nicht in erster Linie um die Erprobung von medienbildnerischen Angeboten – auch als Selbstlern- und Erfahrungsprozess? Sind Lehrer_innen mit OER sogar überfordert? Welche strukturellen Rahmenbedingungen im Lernraum Schule verhindern evtl. die Weiterentwicklung von OER? Können wir uns auf die Selbstständigkeit von Lehrer_innen verlassen oder erwarten wir eher zu viel?

Der Talk konnte auf der Grundlage zahlreicher Erfahrungen aus der Unterrichtsmaterialreihe und der anwesenden Lehrer_innen mögliche Hindernisse, Herausforderungen und Probleme diskutieren, die Pädagog_innen daran hindern, OER als wirklich offen und veränderbar zu verstehen. Anhand von ca. 5 Thesen zur Nutzung von OER im Bereich der schulischen Medienbildung wurden gemeinsam auf struktureller und inhaltlicher Ebene mögliche Anregungen, aber auch klare Forderungen an die Nutzer sowie die Ersteller von OER erarbeitet, um bestehende Angebote auszuweiten sowie die Potentiale offener Materialien optimal zu nutzen und zugänglich zu machen.

Die wichtigsten Ergebnisse haben die Referent_innen in einem Interview zusammengefasst:

OERde14: Interview mit Anika Lampe und Björn Schreiber from kooperative-berlin on Vimeo.