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Werkzeugkasten kollaboratives Lernen im Internet

Glossar – Kollaboratives Lernen im Internet

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Blogvokabeln
Wikivokabeln

App

Bezeichnung für Programme (engl. Applications) für Mobilgeräte wie Smartphones oder Tablets. Technisch gibt es keine Besonderheiten zu klassischen Programmen.

Account

Nutzerkonto für ein Dienstleistungsangebot, zu dem Benutzername (Zugangs-ID) und Passwort zusammengehören, damit sich der Nutzer authentifizieren kann. Accounts können verschiedene Zugriffsberechtigungen für verschiedene Funktionen z.B. einer Dienstleistung haben.

Betriebssystem

Die Software eine Computers (dazu zählen auch Smartphones, Spielkonsolen, Fernseher usw.), die grundlegende Funktionen ermöglicht. Beispiele für Betriebssysteme sind WINDOWS, OS X, LINUX, ANDROID, iOS und weitere.

Chat

Unterhaltungsfunktion über das Internet, bei der Informationen online in Echtzeit zwischen verschiedenen Chat-Teilnehmer*innen per Tastatur eingegeben werden und auf dem Bildschirm der anderen Chat-Teilnehmer angezeigt werden. Daneben gibt es auch Audio- und Video-Chats. Je nach Chat ist der Dialog öffentlich, oder auf eingeladene Chat-Teilnehmer beschränkt.

Cloud Computing

Cloud Computing wird als Service bzw. Dienstleistung im Internet angeboten. Speicherplatz, Rechenleistung und Software werden je nach Dienst kostenlos bzw. kostenpflichtig zur Verfügung gestellt.

CMS

CMS steht für Content-Management-System (deutsch Inhaltsverwaltungssystem) und ist eine Software zur Erstellung, Bearbeitung und Organisation von (multimedialem) Content, z.B. einer Website.

Community

Ein Netzwerk bzw. eine Gruppe von Menschen, die sich häufig aufgrund ähnlicher Interessen zusammenfindet, sowohl online als auch offline

Creative Commons

Eine Non-Profit-Organisation, die mit vorgefertigten Lizenzverträgen Urheber*innen dabei unterstützt,  Dritten Nutzungsrechte an ihren kreativen Arbeiten unter bestimmten Bedingungen einzuräumen. Diese rechtlichen Formalien bieten eine Basis für den freien Austausch, für Weitergabe und Bearbeitung.

Drag & Drop

Drag & Drop (deutsch: ziehen und ablegen) bezeichnet eine Bedienungsmethode bei grafischen Oberflächen von Computern. Einzelne Elemente können mittels Zeigegerät (wie z.B. einer Computer-Maus) bewegt werden.

FreeMind

FreeMind ist eine freie Software zur Erstellung von Mindmaps.

Freeware

Kostenlose proprietäre Software. Nicht zu verwechseln mit Freier Software.

GPS

GPS steht für Global Positioning System (deutsch: Globales Positionsbestimmungssystem), und ist ein globales satellitengestütztes Navigationssystem zur Positionsbestimmung.

Interaktiv

Eigenschaft, die einen wechselseitigen Austausch ermöglicht, z.B. zwischen Mensch und Maschine.

Lern-Management-Plattform (LMS) / Lernplattform

(engl. Learning Management System) Ein komplexes Softwaresystem, welches Lernmaterialien bereitstellt, deren Bearbeitung protokolliert und möglichst situative Kommunikationswerkzeuge zur Verfügung stellt.

Lizenz

Ein Vertrag über die Nutzungsbedingungen urheberrechtlich geschützter Werke. Man unterscheidet zwischen Individuallizenzen, die jeweils einzeln ausgehandelt, und Pauschallizenzen, die jedermann die jeweiligen Nutzungsmöglichkeiten erlauben, sofern die Lizenzbedingungen eingehalten werden und die automatisch widerrufen werden, wenn gegen diese Bedingungen verstoßen, z.B. eine Freie Software ohne Hinweise auf Autoren, Lizenz und Quellcode weiterverbreitet wird. In der Freien Software werden Pauschallizenzen wie GPL oder BSD-Lizenz verwendet. Für freie Inhalte wie Bilder, Klänge und Texte haben sich vor allem die Pauschallizenzen des Creative-Commons-Projektes durchgesetzt.

Moodboard

Ein Moodboard ist eine Methode zur Sammlung und Visualisierung von Ideen und Stimmungen, um einen Eindruck von einer Idee oder einem geplantes Projekt zu vermitteln. Es kann als sowohl als Arbeitsgrundlage wie auch als Präsentationsmittel eingesetzt werden. Moodboards können analog und digital aus verschiedenen Bildern, Texturen, Illustrationen, Fotos etc. zusammengestellt werden.

Moodle

Ein weit verbreitetes freies Lern-Management-System (LMS), welches Materialien und Lernaktivitäten (z.B. Aufgaben, Wikis, Tests) in „Kursräumen“ zur Verfügung stellt.

OER

Digitale Lern- und Lehrmaterialien, die unter freien Lizenzen (Creative Commons) zur Verfügung stehen. Das OER-Konzept fördert die gleichberechtigte Verteilung von freien Inhalten für den globalen Bildungsbereich, oftmals verbreitet über Social Media.

Plugin

Ein Plugin ist ein Zusatz bzw. eine Software-Erweiterung für bestehende Software, das optional eingesetzt werden kann und durch die Veränderung bzw. Erweiterung zusätzliche Funktionalitäten ermöglicht.

Proprietäre Software

Software, die die Rechte der Anwender*innen und Nutzer*innen hinsichtlich Verbreitung, Anpassung und Nutzung stark einschränkt. Sie ist das Gegenteil von Freier Software und kann kostenlos oder kostenpflichtig angeboten werden.

QR-Code

Ein QR-Code (englisch: Quick Response) ist ein schwarz-weißer, zweidimensionaler Code, dessen Inhalte mit einer entsprechenden Lesesoftware auf einem Mobilgerät decodiert und angezeigt werden können.

Realtime Collaboration

Realtime Collaboration beschreibt die Zusammenarbeit von mindestens zwei Personen in Echtzeit, also ohne zeitliche Verzögerung zumeist über elektronische Medien.

Screenshot

Ein Screenshot ist ein Bildschirmfoto des aktuellen aktiven Bildschirmfensters, das gespeichert und ausgedruckt werden kann.

Share-Point-Website

SharePoint ist ein Anwendungsprogramm von Microsoft, zu dessen Elementen Websites gehören. Eine Share-Point-Website kann sich aus vielen einzelnen Websites zusammensetzen, die die Inhalte strukturieren und abbilden.

Server

Meist ein Computer, der anderen Rechnern seine Dienstleistungen vorwiegend per Netzwerk zur Verfügung stellt. Beispielsweise eine Datenbank, in der die angeschlossenen Rechner (Clients) ihre Daten ablegen und gemeinsam benutzen.

SVG

SVG steht für Scalable Vector Graphics (deutsch: skalierbare Vektorgrafik) und dient der Beschreibung zweidimensionaler Vektorgrafiken.

TB

TB ist die Abkürzung für Terabyte und ist eine Maßeinheit für Datenmengen. 1 Terabyte (TB) besteht aus 1.000 Gigabyte (GB).

Template

Ein Template ist eine Vorlage zur Erstellung von Dokumenten oder Anwendungen, das systematische Vorgaben für die Struktur wie z.B. Anordnung und Umfang von Content (Grafik, Textumfang etc.) angibt.

Themes

Ein Theme ist eine Muster-Website, auf deren Grundlage Websites mit entsprechender grafischer Oberfläche gestaltet werden können, die an ein jeweiliges CMS angebunden sind.  Je nach Komplexität kann ein Theme viele Templates beinhalten.

Tool

Bei einem Tool (engl. für „Werkzeug“) handelt es sich um eine (meist im Funktionsumfang kleine aber hilfreiche) Softwareanwendung.

Yammer

Yammer ist ein soziales Netzwerk, das sich an Unternehmen richtet und u.a. Bestandteil von Microsoft Office 365 ist. Es dient der Zusammenarbeit in Teams z.B. für Dokumentenbearbeitung und Wissensaustausch mit einem Focus auf unternehmensinterne Informationen.

Blogvokabeln

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Archiv

Die Anzahl der auf der Startseite direkt sichtbaren Artikel lässt sich begrenzen. Je mehr Artikel ein Weblog hat, desto weniger lassen sich alle Inhalte auf einen Blick erfassen. Mithilfe von Kategorien lässt sich die Anzeige von Artikeln auf ein thematisches Archiv begrenzen, mithilfe der Zeitstempel können gezielt Inhalte von einem bestimmten Datum wieder ins Blickfeld geholt werden. Ältere Artikel werden also in der Regel nicht gelöscht, sondern bleiben zugänglich und sind durch verschiedene Navigationselemente leicht auffindbar.

Artikel/Beiträge/Posts

Artikel sind die wesentlichen Bestandteile des Blogs. Sie werden mit einem Zeitstempel veröffentlicht und in umgekehrt chronologischer Reihenfolge aufgelistet. Artikel können Kategorien und Schlagworte zugewiesen werden, um den Inhalt zu beschreiben und zu strukturieren. Artikel können Text, Fotos, Galerien, Videos, Zitate und andere eingebettete Medien beinhalten.

Design

Unter Design und Layout versteht man die Gestaltung und Grundstruktur eines Blogs. Hier kann festgelegt werden, über wie viele Spalten das Blog verfügt, ob es eine Kopf- und Hintergrundgrafik und eine Fußleiste geben soll, welche Farben verwendet und welche Inhalte an welcher Stelle platziert werden. In der Regel steht eine Auswahl von kostenlosen Designvorlagen zur Auswahl, die häufig den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können.

Java-Applets

Widgets oder Gadgets, systembedingt gegebenenfalls auch unter anderen Bezeichnungen zu finden, sind boxenartige Navigations- und Inhaltselemente, die sich an bestimmten Stellen im Seitenlayout nach eigenen Wünschen platzieren lassen. In der Regel sind dies die Bereiche im Kopf- oder Fußbereich oder Seitenleisten rechts und/oder links von den Artikeln. Mithilfe von Widgets kann eine sehr individuelle Seitenstruktur erstellt werden, die den eigenen Bedürfnissen und Inhalten entspricht.

Kategorien

Kategorien sind vergleichbar mit den Ressorts einer Zeitung. Sie helfen, die Artikel eines Blogs zu sortieren, und erleichtern so den Zugriff auf bestimmte Themen, die sonst aufgrund der umgekehrt chronologischen Sortierung thematisch bunt gemischt durcheinander erscheinen. Im Gegensatz zu Tags, die sehr speziell sein können, sind Kategorien i.d.R. sehr allgemein gefasst.

Kommentare

Kommentare gehören zu den wesentlichen Besonderheiten eines Weblogs gegenüber “normalen” Websites. Sie ermöglichen, dass Autor*innen mit Leser*innen ins Gespräch kommen, dass ein Austausch über die veröffentlichten Themen stattfinden kann. Während das klassische Gästebuch oft nur die Möglichkeit zur allgemeinen Reaktion auf das gesamte Internetangebot gibt, können Kommentare in Weblogs gezielt dem Artikel angehängt werden, den es betrifft. Jeder Beitrag hat also sein eigenes kleines Gästebuch.

Mediathek

Sofern vorhanden befinden sich in der Mediathek audiovisuelle Inhalte wie Fotos oder Dokumente, oder je nach Dienst auch Videos oder Audiodateien, die in das Blog hochgeladen wurden. Dort können sie verwaltet, bearbeitet und gelöscht werden. Beim Erstellen von Artikeln und Seiten kann auf die Medieninhalte aus der Mediathek zurückgegriffen werden. Je nachdem, welches Blogsystem verwendet wird, können sich große Unterschiede in der Verwaltung von Mediendateien ergeben. Nicht alle Systeme verfügen über integrierte Mediatheken, teilweise wird dazu auf Drittdienste verwiesen und zugegriffen. 

Permalink

Permalink steht für permanent link. Das ist die eindeutige Adresse/URL eines Blogartikels. So wird das direkte Verlinken von einzelnen Artikeln ermöglicht und das Auffinden von Artikeln vereinfacht, die bereits im Archiv sind.

Pingback und Trackback

Ein Pingback ist eine automatische Benachrichtigung, dass jemand anderes einen Artikel aus dem eigenen Blog in seinem Blog verlinkt hat. Ein Pingback erscheint in der Kommentarliste mit einem Auszug des anderen Textes, der Adresse sowie dem Namen des anderen Blogs. Ein Trackback ist eine manuelle Benachrichtigung an den Permalink eines Blogartikels. Empfang und Versand von Pingbacks und Trackbacks lassen sich in der Regel von Blogsystemen deaktivieren, wenn diese nicht gewünscht sind.

RSS

RSS steht für „really simple syndication“ und bedeutet sinngemäß “sehr einfaches Abonnement”. Denn ein Weblog kann man ähnlich wie eine Tageszeitung abonnieren. Statt des Postboten versorgt allerdings der RSS-Reader die Leser mit Neuigkeiten. Dieses spezielle Programm ist in der Lage, die RSS-Datei (RSS-Feed), die sich beim Schreiben eines neuen Artikels automatisch aktualisiert, zu lesen und dadurch die Leser zu benachrichtigen, wann ein neuer Artikel geschrieben wurde. Über ein RSS-Abonnement können auch Inhalte aus anderen Blogs oder von anderen Seiten in das eigene Blog automatisch integriert werden.

Seiten

Im Gegensatz zu Artikeln beinhalten Seiten weder einen Zeitstempel noch die Möglichkeit der Zuweisung von Kategorien oder Schlagworten. Entsprechend eignen sie sich weniger für dynamische Inhalte, sondern finden ihren Einsatz für statische Informationen, wie zum Beispiel Impressum, Über uns, Projektbeschreibung und vergleichbare allgemeine Informationen, die sich nicht allzu häufig ändern. Seiten sind über ein permanent sichtbares Menü aufrufbar.

Schlagworte/Tags/Stichworte

Schlagworte können einem Artikel im Weblog zugewiesen werden, um dessen Inhalt in wenigen wesentlichen Worten zu beschreiben. Über Weblogverzeichnisse und Suchmaschinen kann dann gezielt nach diesen Schlagworten gesucht werden. Das strukturiert die Inhalte des Blogs für Leser*innen und Autor*innen. In einer Schlagwort-Wolke (Tag-Cloud) können die verwendeten Tags aufgelistet werden, wobei häufig verwendete Tags in einer größeren Schrift erscheinen. Anhand der Schriftgröße kann also auch der Erstbesucher eines Blogs auf einen Blick erfassen, um welche Themen es im Blog hauptsächlich geht.

Wikivokabeln

Lemma

Als Lemma wird die Grundform eines Wortes bezeichnet, die für die Erstellung eines lexikalischen Eintrags verwendet wird. Es ist sinnvoll, sich auf bestimmte Konventionen zur Erstellung der Lemmata zu einigen, um Doppeleinträgen vorzuwirken.

Seite/Artikel

Als Seite oder Artikel wird jeder einzelne Eintrag unter einem Lemma im Wiki bezeichnet. Jede Seite kann jederzeit geändert, erweitert, ergänzt, gekürzt, umstrukturiert werden.

Historie/Versionsgeschichte/Revisionen

Jede Seite verfügt über ein Protokoll über alle vorgenommenen Änderungen. Auf diese Weise lässt sich nachvollziehen, welche/r Nutzer*in wann welche Änderungen vorgenommen hat. Zusätzlich zur eigentlichen Änderung wird jedem Änderungsprozess eine kurze Notiz hinzugefügt, aus der Art und Umfang der Änderung hervorgeht (z. B.: Rechtschreibfehler korrigiert oder neuen Absatz zur Gattung des Löwenzahns eingefügt). Alte Versionen einer Seite lassen sich aus der Historie heraus wiederherstellen.

Diskussionsseite

Jede Seite verfügt über eine eigene Diskussionsseite, in der offene Frage zur Seite, zu dessen Inhalt und Struktur usw. besprochen werden können. Auf diese Weise können z. B. Fragen der Relevanz oder Irrelevanz einer Ergänzung diskutiert werden, bevor Inhalte in die eigentliche Seite hinzugefügt werden oder bestehende Inhalte können hinterfragt werden.

Spezialseite

Als Spezialseiten werden in einigen Wikisystemen Seiten bezeichnet, die automatisch erstellt werden, z. B. eine alphabetische Liste aller Seiten, die Übersicht aller Seiten zu einer bestimmten Kategorie, eine Liste aller Benutzer etc.

Stub

Als Stub, deutsch: „Stummel,“ wird eine sehr kurze Seite bezeichnet, deren Umfang und Informationsgehalt nicht besonders groß ist. Durch die Kennzeichnung einer Seite als Stub (nicht in allen Wiki-Systemen verfügbar), lassen sich diese Seiten schnell filtern. Außerdem hebt dies die Notwendigkeit der Erweiterung hervor.

Kategorien

Seiten können Kategorien zugewiesen werden, um sie nach bestimmten thematischen Merkmalen zu sortieren. Durch Ober- und Unterkategorien lässt sich so auch eine hierarchisierte Ordnung erstellen.

Edit-War

Von einem Edit-War, also einem „Bearbeitungskrieg“, spricht man, wenn eine Änderung eines Artikels von unterschiedlichen Benutzern wechselnd erstellt und wieder rückgängig gemacht werden, weil keine Einigkeit über die zu erstellende Fassung einer Seite erzielt werden kann. In solchen Fällen greifen häufig Administratoren ein und sperren die Bearbeitung der Seite temporär oder dauerhaft.

Syntax

Auch wenn die meisten Wiki-Systeme über grafische Editoren verfügen, die Textbearbeitungsprogrammen wie Word oder Open Office ähneln, ist die Grundlage zum Verfassen von Wikiseiten eine vereinfachte Auszeichnungssprache, die Syntax oder Wiki-Syntax genannt wird. Der zu formatierende Text wird dabei umschlossen von bestimmten Zeichen, die einer Formatierungsart entsprechen. Je nach Wiki-System können sich die Bezeichnungen der Attribute unterscheiden, eine Syntaxübersicht als Formatierungshilfe ist jedoch in der Regel vorhanden. Beispiele für die Syntax des bekannten Wikis Wikipedia finden sich im Wikipedia Spickzettel: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e9/Cheatsheet-de.pdf