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Note „Sehr gut“ für unser Unterrichtsmaterial in Leichter Sprache

Tolle Nachrichten zum Jahresbeginn: Der Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat die „Medien in die Schule“ Übungen „Wie kannst du falsche Informationen im Internet erkennen?“ kürzlich mit „sehr gut“ bewertet! Das Unterrichtsmaterial zur Stärkung der Informations- und Nachrichtenkompetenz von vulnerablen Zielgruppen ist mithilfe von Leichter Sprache und angepassten Aufgabenstellungen in Klassen mit Schüler*innen unterschiedlichster Lernvoraussetzungen sowie sonderpädagogischer Förderschwerpunkte einsetzbar.

Besonders hervorgehoben in der Gesamtbewertung werden die Übungen in Leichter Sprache sowie die Verwendung sprechenden QR-Codes. So würde ein sehr niedrigschwelliger Zugang zu diesem komplexen Thema ermöglicht. Der Materialkompass Verbraucherbildung möchte Lehrer*innen in der Fülle an verfügbaren Materialien für den Unterricht eine Orientierung bieten. Mehr Informationen zum Bewertungsprozess, den Kriterien und zum Expertengremium finden Sie auf der Website des Materialkompass.

Über das Unterrichtsmaterial

  • Dauer: Die insgesamt vier Übungen sind auf die Dauer einer Doppelstunde (90 Min.) angelegt. Jedoch können sie auch nach Bedarf ausgewählt und flexibel durchgeführt werden.
  • Durch Übungen in Leichter Sprache und mit angepassten Aufgabenstellungen ist das Unterrichtsmaterial niederschwellig gestaltet. Alle Arbeitsblätter wurden durch das Büro für Leichte Sprache der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Leichte Sprache übersetzt und überprüft.
  • Eine ergänzende TaskCards-Pinnwand zeigt alle Übungen sowie eine umfassende Linksammlung zu weiteren unterstützenden Angeboten.
  • Dr. Lea Schulz, Diklusions-Expertin und Sonderschullehrerin, hat die Konzeption und Umsetzung des Unterrichtsmaterials fachlich begleitet.
  • Das Material steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0.
  • Das Unterrichtsmaterial wurde gefördert durch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb).

Die Materialien sind sehr gut an den Kompetenzen der Zielgruppe orientiert und ermöglichen aufgrund der Leichten Sprache einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema Desinformation. Die Materialien sind sehr gut geeignet, um insbesondere die Reflexions-, Handlungs- und Urteilskompetenzen zu fördern. (…) Die Gestaltung der Materialien ist sehr gut geeignet, um sie ohne größeren technischen Aufwand nutzen zu können. Hervorzuheben ist, dass es unter einer CC-Lizenz steht und mit sprechenden QR-Codes arbeitet, die den barrierearmen Zugang unterstützen.

Aus der Expertenbewertung Materialkompass Verbraucherbildung

Hier finden Sie die ausführliche Expertenbewertung im Materialkompass Verbraucherbildung.

Kriege und Katastrophen in den Medien: Kinder und Jugendliche in Unterricht und Bildungsarbeit begleiten

Ereignisse wie Kriege, Naturkatastrophen oder Unfälle dominieren oft tagelang die Medienberichterstattung. Gleichzeitig finden sie durch Kurzvideos ihren Weg in die Feeds der Social Media Plattformen. Kinder und Jugendliche nehmen diese Themen und Inhalte wahr. Viele Informationen sind jedoch schwer verständlich, drastisches Bild- und Videomaterial kann zudem beängstigend und schwer zu verarbeiten sein. Wie können Kinder altersgerecht an Nachrichten herangeführt werden? Wie können wir Jugendliche unterstützen, mit Social Media Content zu solchen Ereignissen umzugehen?

Kinder und Jugendliche begleiten

Heranwachsende möchten die Welt verstehen lernen. Doch Nachrichten für Erwachsene können für Kinder und Jugendliche zu komplex oder sogar erschreckend sein. Bilder von Gewalt oder Katastrophen können sie überfordern, im schlimmsten Fall negativ in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Online erschweren zudem „Fake News“, politische Meinungsmache sowie aus den Kontext genommene Bilder und Videos es, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden.

Wichtig ist eine Auswahl geeigneter, altersgerechter Medieninhalte zu aktuellen Themen sowie die Begleitung junger Menschen. Eltern, Bezugspersonen und Lehrkräfte können so helfen, das Gesehene einzuordnen.

  • Sprechen Sie über das Gesehene: Fragen Sie bei Kindern und Jugendlichen nach, was sie verstanden haben, und erklären Sie offen, was passiert ist.
  • Gemeinsam seriöse Nachrichten schauen oder hören: So können Sie helfen, Inhalte einzuordnen – besonders bei schwierigen Themen.
  • Nehmen Sie Ängste ernst: Kinder können nicht immer unterscheiden, ob etwas weit weg oder bedrohlich für sie ist.
  • Erklären Sie, was Falschmeldungen sind: Zeigen Sie, wie man Quellen prüft und warum nicht alles stimmt, was online steht.
  • Lassen Sie Jugendliche mitreden: Sprechen Sie über Social Media, Nachrichtenkanäle und Influencer*innen – und lernen Sie gemeinsam.

Unterstützung für Unterricht und Bildungsarbeit:

Virtueller Elternabend: KI – Hype, Hilfe oder Gefahr? Kinder und Jugendliche aufklären und begleiten | 11.02.2026

Elternguide.online lädt ein zum kostenfreien Virtuellen Elternabend am 11. Februar 2026 von 17:00 bis 18:00 Uhr online – im Rahmen des Safer Internet Day 2026. Der Abend widmet sich dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) und ihrer Rolle im Alltag von Kindern und Jugendlichen.

Über den virtuellen Elternabend

KI ist im Alltag von Kindern und Jugendlichen angekommen. Integriert in Social Media und Messenger Apps oder als Hilfe bei Hausaufgaben und zum Lernen. Welche Anwendungen sind bei jungen Menschen besonders beliebt? Welche Chancen eröffnen sich – und wo lauern Risiken? Für Eltern ist es nicht immer leicht, auf dem neusten Stand zu sein und ihre Kinder bei der sicheren Nutzung zu begleiten.

Der Elternabend gibt einen Überblick über die beliebtesten KI-Anwendungen und deren Bedeutung im Medienalltag von Heranwachsenden. Der Fokus liegt auf möglichen Gefahren bei der Kommunikation mit Chatbots: von Desinformation über nicht altersgerechte oder problematische Inhalte bis hin zur Frage, was passiert, wenn digitale Assistenten echte zwischenmenschliche Beziehungen ersetzen.

Lidia de Reese und Nils Rudolf (FSM) leiten mit einem medienpädagogischer Input ins Thema ein. Im Anschluss gibt es Zeit für Ihre Fragen und einen offenen Austausch. Mehr zum Safer Internet Day 2026 erfahren Sie hier.

Zur Anmeldung auf Elternguide.online

Moderation: FSM e.V.

Hinweis: Der virtuelle Elternabend findet per Zoom statt. Er ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Dieser Elternabend wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

JIM-Studie 2025: Immer mehr Jugendliche nutzen und verlassen sich auf KI

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) hat am 14. November 2025 die neue JIM-Studie vorgestellt. Im Rahmen der jährlichen repräsentativen Untersuchung wurden 1.200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren zu ihrer Mediennutzung befragt. Bereits im Vorjahr beschäftigte sich die Studie auch mit der KI-Nutzung von Jugendlichen, in diesem Jahr liegt auf dieser der Fokus. Es zeigt sich: Immer mehr Jugendliche nutzen bereits KI-Anwendungen, vor Allem ChatGPT (Anstieg der Nutzung um 27 % im Vergleich zu 2024). Hauptsächlich werden KI-Tools zum Lernen oder für Hausaufgaben (74 %) eingesetzt, aber auch um herauszufinden, wie etwas geht (54 %) oder zu privaten Recherchezwecken (70 %) setzen junge Menschen auf Künstliche Intelligenz

KI-Tools als Informationsquelle und zum Lernen

Gerade, was die Informationssuche angeht, hat KI im Vergleich zum Vorjahr stark an Bedeutung gewonnen. ChatGPT steht an zweiter Stelle, was die gezielte Suche nach Informationen im Internet angeht. Am meisten genutzt werden weiterhin Suchmaschinen wie Google. Dabei muss beachtet werden, dass Google seit diesem Jahr standardmäßig integrierte KI-Zusammenfassungen anbietet. Es zeigt sich: KI ist bei der Informationssuche und aus dem Alltag junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Trotzdem bereitet das Thema KI  44 % der Mädchen und 31 % der Jungen sorgen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Jugendliche verstehen, wie diese Anwendungen funktionieren und frühzeitig einen kompetenten und kritischen Umgang mit KI-Tools erlernen. Das Material zu Machine Learning von Medien in die Schule kann dabei helfen und erste Grundlagen vermitteln, sowie KI-Kompetenzen Heranwachsender stärken:

Selbstregulierung bei der Handynutzung fällt schwer

Das Smartphone ist das beliebteste Endgerät: Im Durchschnitt benutzen Jugendliche es 231 Minuten pro Tag, mit zunehmendem Alter sogar länger. Der Messengerdienst WhatsApp bleibt die mit Abstand beliebteste App, gefolgt von den Social Media-Plattformen Instagram und Snapchat. Insgesamt intensiviert sich die Social Media Nutzung. Im Vergleich zum Vorjahr geben mehr Jugendliche an, die Angebote mehrmals täglich zu nutzen. Die Selbstregulierung bei der Nutzung fällt vielen jedoch schwer. Die Jugendlichen verbringen oft mehr Zeit am Handy als sie geplant haben, und ein Drittel bekommt aufgrund der nächtlichen Handynutzung zu wenig Schlaf. Nur 36 % geben an, ihr Handy regelmäßig bewusst auszuschalten, obwohl weit über die Hälfte (67 %) der Jugendlichen angeben, Zeit ohne ihr Handy zu genießen. Die Unterrichtseinheiten aus der Reihe “Jugendliche Online” regen dazu an, das eigene Mediennutzungsverhalten zu reflektieren und ggf. anzupassen:

Die Sorge vor Krieg und Konflikten ist gestiegen

Die größten Sorgen machen sich die Befragten auch in diesem Jahr um das Weltgeschehen wie politische Entwicklungen und Kriege (41 %). Auch bei den für Jugendliche interessanten Themen steigt das Interesse an kriegerischen Auseinandersetzungen deutlich an (2025: 55 %, 2024: 44 %). Freude bereiten hingegen vor Allem persönlich-biografische Entwicklungen und Erfolge wie der Schulabschluss und Studium oder Ausbildung (32 %), sowie Volljährigkeit, Berufseinstieg oder die eigene Wohnung (25 %). Auf die Frage, worauf sie sich freuen konnten, 17 % der jungen Menschen nichts benennen. Der Anteil der Jugendlichen ohne konkrete Vorfreuden ist in jüngerem Alter höher (12-15 Jahre 21 %) und nimmt in der Gruppe der Älteren ab (16-19 Jahre 12 %).

Problematische Internetphänomene weiterhin im Aufwärtstrend

Die Konfrontation mit Desinformation, Hassrede und Verschwörungsideologien hat zugenommen. Der Anteil der Jugendlichen, die noch nie mit diesen Phänomenen in Kontakt gekommen ist, nimmt ab (2024 23 %, 2025 17 %). Mit steigendem Alter steigt auch das Kontaktrisiko. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. So begegneten zum Beispiel zwei Drittel der Jugendlichen „Fake News“ bzw. Desinformation im letzten Monat. Gleichzeitig sind die Kompetenzen im Erkennen von Desinformation gering. So geben beispielsweise nur 35 % an, Deepfakes gut oder sehr gut zu erkennen. Dabei schätzen Mädchen (27 %) ihre Kompetenz deutlich geringer ein als Jungen (42 %). Jugendliche müssen dringender denn je lernen, Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.

Für Klassen mit Schüler*innen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen sowie sonderpädagogischen Förderschwerpunkten kann das neue Unterrichtsmaterial zum Thema Desinformation in Leichter Sprache eingesetzt werden:

Fast die Hälfte der Befragten gab an, in Kontakt mit Hassbotschaften und Verschwörungsideologien gekommen zu sein. Dieser Trend setzt sich aus den vergangenen Jahren fort. Online persönlich angegriffen wurden 10 % der Befragten und ein Drittel berichtet, mitbekommen zu haben, wie jemand aus dem eigenen Bekanntenkreis online angegriffen wurde. Mit den folgenden Materialien können sich Schüler*innen mit Hate Speech auseinandersetzen und sich Strategien aneignen, um besser mit solchen Vorfällen und Inhalten umzugehen. Außerdem lernen sie, Verschwörungsideologien zu erkennen sowie zu verstehen, wie Hatespeech und Verschwörungsideologien zusammenhängen:

In den Einheiten zur Online-Kommunikation entwickeln Schüler*innen Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Cybermobbing und lernen Unterstützungsangebote kennen. Außerdem stellen sie gemeinsam Regeln für Gruppenchats auf:

Handyverbote an Schulen: Mehr Medienbildung statt pauschaler Verbote

Sollten Handys und Smartphones an Schulen verboten werden? Diese Frage steht derzeit in allen Ländern der Bundesrepublik hoch auf der Tagesordnung. Bundesländer wie Hessen, Schleswig-Holstein und Bremen haben bereits landesweite, gesetzliche Verbote gegen die private Smartphonenutzung an Grundschulen und weiterführenden Schule durchgesetzt. Andere Bundesländer überlegen weiterhin, ob sie diesem Vorbild folgen oder die Smartphonenutzung wie bisher von den Schulen selbst regulieren lassen möchten.

Das Forum Bildung Digitalisierung (Forum BD) und die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e. V. (GMK) positionieren sich jetzt schon ganz klar dazu: Ein Smartphoneverbot ohne angemessene Medienbildung sei wenig sinnvoll. Dies bestätigt auch eine Studie der Universität Augsburg. In seinem Orientierungspapier „Smartphone-Nutzung an Schulen“ fasst das Forum BD nicht nur die aktuelle Lage in den Bundesländern und global zusammen, sondern warnt auch vor stark emotionalisierenden und polarisierenden Narrativen in der Debatte. Während die Diskussion rund um das Handyverbot an Schulen zu Beginn das Ziel hatte, Ablenkung im Unterricht zu vermindern und dadurch die Konzentration der Schüler*innen zu steigern, hat sie sich nun auf die Wirkung von Medien und digitalen Geräten auf das Wohlbefinden junger Menschen allgemein ausgeweitet. Zudem haben einige Akteur*innen die Debatte zum Anlass genommen, um die digitale Schulentwicklung insgesamt infrage zu stellen. Dies seien jedoch separate Themen, die unabhängig von der Handyverbotsdebatte diskutiert werden müssen, um sie in ihrer vollen Breite und Tiefe abdecken zu können, so das Forum BD.

Auch weist das Forum BD darauf hin, dass viele Behauptungen, die in der Debatte fallen, nicht wissenschaftlich belegt sind. Beispielsweise ist nicht nachgewiesen, dass ein Handyverbot an Schulen die Lernleistung oder das Wohlbefinden der Schüler*innen nachhaltig verbessert. Stattdessen geht aus der Forschung hervor, dass Medienbildung in den Schulen sowie zu Hause in Verbindung mit in der Schulgemeinschaft ausgehandelte Regelungen bezüglich der Handynutzung sehr viel effektiver sind, um das Schul- und Unterrichtsklima zu verbessern. Dies entspricht auch der Position der GMK, welche möchte, dass Schüler*innen stärker am Entscheidungsprozess über (neue) Medienregeln beteiligt, die nötigen Infrastrukturen für bessere Medienbildung an Schulen geschaffen und die Eltern und Haupterziehenden stärker in die Medienerziehung ihrer Kinder eingebunden werden.

Medien in die Schule ist seit vielen Jahren eine verlässliche Anlaufstelle, um abwechslungsreiche und vielfältige Unterrichtsmaterialien für die Medienbildung in der Schule zu finden. Von grundlegenden Übungen zur Reflexion des eigenen Medienalltags bis hin zu umfangreichen Unterrichtseinheiten zu aktuellen Themenfeldern wie „Meinungsgestaltung im Netz“, „Hass in der Demokratie“ und „Machine Learning“ ist alles mit dabei. Auch Übungen in Leichter Sprache zum Thema „Desinformation“ sind Teil des Repertoire.

Die Unterrichtsmaterialien von Experience AI ergänzen die Angebote von Medien in die Schule zudem um den Themenbereich „Künstliche Intelligenz in der Schule“. In sechs Lektionen werden Schüler*innen mit den Grundlagen von KI vertraut gemacht, lernen verschiedene KI-Systeme und deren Logik kennen und können probeweise eigene KI-Modelle erstellen.

Zudem unterstützt das Materialpaket „Mit Fakten gegen Fakes“ Lehrkräfte dabei, nicht nur Schüler*innen, sondern auch deren Eltern im Rahmen eines Elternabends über Desinformation aufzuklären. Des Weiteren kann die Plattform Elternguide.online von Eltern und Ersterziehenden als weiterführendes Angebot von zu Hause aus genutzt werden, um in kurzen Beiträgen auf dem Laufenden über aktuelle medienerzieherische Themen, Entwicklungen und Trends zu bleiben.

Da jedoch nicht nur Schüler*innen, sondern auch Lehrkräfte kompetent im Internet unterwegs sein müssen, bietet weitklick Fort- und Weiterbildungskurse zu Desinformation und Hate Speech an, welche Lehrkräfte selbstständig und im eigenen Tempo bearbeiten können.

KIM-Studie 2024: Immer weniger Kinder schätzen ihre medialen und technischen Kompetenzen als „sehr gut“ ein

Alle zwei Jahre gibt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest die KIM-Studie heraus, zuletzt im Jahr 2022. Die Studie erfasst Daten zum Medienalltag von Kindern zwischen 6 und 13 Jahren. Dazu wurden auch in 2024 erneut Kinder aus ganz Deutschland gemeinsam mit ihren Ersterziehenden zu ihrer Mediennutzung, medienerzieherischen Regelungen in der Familie sowie Problemen und Gefahren online befragt. Die Studie und ihre Ergebnisse stützen sich auf eine repräsentative Stichprobe.

Vor dem Hintergrund der geplanten Handyverbote in vielen Bundesländern wurde dieses Jahr spezifisch nach Regelungen bezüglich der Smartphonenutzung an Schulen gefragt. Außerdem wurden die Kinder darum gebeten, ihre Kompetenzen im Umgang mit Medien und Technik selbst einzuschätzen.

Medien im Alltag von Kindern

Klassische Freizeitaktivitäten wie Freunde treffen, freies Spielen drinnen und draußen sowie Unternehmungen mit der Familie zählen weiterhin zu den beliebtesten Beschäftigungen unter Kindern. Allerdings verzeichneten Bewegtbildangebote online sowie die Handy- und Smartphonenutzung im vergangenen Jahr signifikante Zuschläge. Jeweils 10 bzw. 5 Prozentpunkte (PP) legten die beiden Aktivitäten zu. Dabei werden gerade diese Medienangebote vorwiegend ohne Begleitung der Eltern genutzt: Immer mehr Eltern lassen ihr Kind allein Spiele am Handy (77 %) oder Tablet (64 %) spielen, im Internet surfen (59 %) oder Streamingdienste und Videoplattformen nutzen (52 %).

Seit der letzten Erhebung 2022 ist zudem die Anzahl der Kinder, welche ein eigenes Smartphone besitzen, auf knapp unter die Hälfte angestiegen. Diese 6- bis 13-Jährigen begleitet das Gerät überall hin — auch in die Schule. 82 Prozent der Kinder bringen ihr Handy mit in die Schule, auch wenn nur etwas über drei Viertel der Befragten dies tatsächlich dürfen. Dennoch bleibt das Handy bei der Mehrheit während des Schultages in der Tasche: 72 Prozent der Schüler*innen nutzen in den Pausen keine Medien, einschließlich ihres Mobiltelefons. Und das, obwohl die Nutzung bei 63 Prozent in den Pausen erlaubt wäre. Schulen, welche die Smartphonenutzung prinzipiell verbieten (22 %), sie auf den Unterricht beschränken (13 %) oder ohne Einschränkung erlauben (3 %), stellen dagegen die Minderheit dar.

Tatsächlich haben Smartphones und andere digitale Geräte ihre Daseinsberechtigung im Unterricht an vielen Stellen schon längst bewiesen. Durch den „Digitalpakt Schule“ ist die Zahl der Klassenräume, welche mit Whiteboards, Smartboards und Tablets ausgestattet sind, seit 2022 um fast 10 Prozentpunkte gestiegen. Aber auch Laptops, Smartphones und Computer sind in einem Fünftel der Schulen verfügbar. Am häufigsten werden diese für Recherchearbeiten oder Erklärvideos zu Unterrichtsthemen, für den Zugang zur Schulcloud bzw. -plattform sowie zum Erlernen des Umganges mit gängigen Text- und Präsentationsprogrammen eingesetzt. Der Einsatz von digitalen Lernspielen und Künstlicher Intelligenz bleibt hingegen sowohl an den Schulen als auch bei der schulischen Arbeit zu Hause wenig verbreitet.

Doch trotz der verbesserten technischen Ausstattung schätzen sich die Kinder in diesem Jahr tendenziell als weniger kompetent in Sachen Medien und Technik ein. Während die meisten angeben, Fähigkeiten wie Nachrichten verschicken (51 %), allein ins Internet gehen (48 %) und Bilder und Videos posten (40 %) sehr gut zu beherrschen, fallen die Werte bei komplexeren Fragen rund um Datenschutz- und Privatsphäre-Einstelllungen (16 %), der Erstellung einer Gruppe bei Messengerdiensten (20 %) oder dem Blockieren und Melden anderer Nutzer*innen (26 %) bereits deutlich niedriger aus. Trotz besseren technischen Mitteln scheint es also noch immer an Medienbildung zu mangeln. Das Modul „Persönliche Daten“ kann Lehrkräfte beispielsweise dabei unterstützen, Kompetenzen in Bezug auf Datenschutz und Privatsphäre gemeinsam mit ihren Schüler*innen auszubauen.

Materialien für den Unterricht: Herausforderungen und Risiken bei der Mediennutzung entgegenwirken

Im Kern sind die Herausforderungen und Risiken, denen Kinder im Internet begegnen, seit der KIM-Studie 2022 gleichgeblieben. Jedoch nimmt die Anzahl der Betroffenen stetig zu. Während in 2022 noch rund 5 Prozent der Kinder mit Inhalten in Kontakt gekommen sind, für die sie noch zu jung waren, sind es 2024 ganze 8 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung gab es bei Inhalten, die den Kindern unangenehm waren oder die ihnen Angst gemacht haben. Besonders Erotik-, Sex- und Pornoseiten kommen Kindern vermehrt unter und werden noch vor Horror-, Monster- und Geistervideos und Gewaltszenen als angsteinflößend eingestuft. Mit dem Alter steigt der Anteil der Kinder, welche mit altersunangemessenen Inhalten in Berührung kommen, zudem drastisch von 3 Prozent bei den 6- bis 7-Jährigen auf 12 Prozent bei der ältesten Altersgruppe an.

Dennoch nimmt nur etwa ein Drittel der Eltern Sicherheitseinstellungen an den Geräten ihrer Kinder vor. Zwar erkennen 86 Prozent, dass das Internet Gefahren für ihr Kind bergen kann, jedoch verlassen sie sich eher auf Nutzungsregelungen und medienfreie Zeiten innerhalb der Familie statt auf technischen Jugendmedienschutz. Warum gerade der Jugendmedienschutz wichtig ist, wird im Modul „Grundlagen des Jugendmedienschutzes“ erläutert. Die darauf aufbauende Unterrichtseinheit „Jugendmedienschutz im Internet“ geht im Anschluss näher darauf ein, wie Jugendmedienschutz konkret im Internet aussieht und an welche Anlauf- und Beratungsstellen man sich wenden kann.

Darüber hinaus ist der Großteil der Kinder Mitglied in mindestens einer WhatsApp-Gruppe. Am verbreitetsten sind Klassengruppen (63 %), Gruppen mit Freund*innen (61 %) und Familiengruppen (46 %). Auf der einen Seite können diese Gruppen hilfreich sein, um mit dem sozialen Umfeld in Kontakt zu bleiben und den Alltag zu planen. Allerdings werden 12 Prozent der Kinder, welche nicht Teil einer Klassengruppe sind, systematisch ausgegrenzt. Eine solche Situation kann nicht nur zu Cybermobbing, sondern auch zum Ausschluss aus dem Klassenverbund über den digitalen Raum hinaus führen. Diese Thematik wird in dem Modul „Kommunikation im Netz“ behandelt und kann im Unterricht dazu eingesetzt werden, um problematische Verhaltensweisen im Internet aufzuzeigen und Strategien dagegen zu vermitteln.

Weitere Unterrichtsmaterialien

Jugendschutz im Internet 2024: Extremismus, Cybermobbing und sexualisierte Gewalt im Aufschwung

Im Jahr 2024 registrierte die Meldestelle von jugendschutz.net insgesamt 17.630 Verstoßfälle — damit sind es mehr als doppelt so viele Verstöße wie durchschnittlich in den letzten drei Jahren verzeichnet wurden. Das Kompetenzzentrum führt im aktuellen Jahresbericht den enormen Zuwachs an Meldungen in erster Linie auf die steigende Zahl an Fällen sexualisierter Gewalt online zurück. Diese machten etwa 90 Prozent aller Verstöße aus. Aber auch politischer Extremismus, insbesondere in Form von Rechtsextremismus und Islamismus, hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Zudem werden die Kommentarspalten unter Videos mit Straßenumfragen in den sozialen Medien vermehrt Schauplatz von Cybermobbing.

Angesichts des derzeit ohnehin stark polarisierten gesellschaftlichen und politischen Klimas ist es besonders wichtig, Kinder und Jugendliche online vor solchen problematischen oder gefährdenden Phänomenen zu schützen, altersgerecht aufzuklären sowie sie für den Umgang mit diesen zu befähigen. Der Bericht betont die Bedeutsamkeit von Medienbildung. Prävention spielt dabei eine zentrale Rolle, aber auch die Unterstützung von Betroffenen und Handlungsstrategien bei Notfällen. Wichtige Anlaufstellen können dabei Schulen und Lehrkräfte, aber auch Familie, Freund*innen und Melde- und Beratungsangebote sein.

Um einen Beitrag zur Aufklärung über diese Phänomene beizutragen, wird Medien in die Schule in den kommenden Wochen drei Blogartikel zu den Schwerpunkten des Jahresberichtes veröffentlichen. In diesen wird nochmals im Detail auf die Erkenntnisse eingegangen und werden weiterführende Materialien für den Unterricht vorgeschlagen.  Die Beiträge können nach der Veröffentlichung hier abgerufen werden:

Webinar: Künstliche Intelligenz verstehen, Medienkompetenz fördern | 29.04.2025

weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veranstaltet ein kostenfreies Webinar am 29.04.2025 zum Thema „Künstliche Intelligenz verstehen, Medienkompetenz fördern“. Es findet von 16 bis 18 Uhr statt.
Was bedeutet der Begriff KI? Welche Chancen und auch Risiken stecken in KI-Anwendungen? Wie können Lehrkräfte junge Menschen im verantwortungsvollen Umgang mit KI unterstützen?

Über das Webinar

Im Webinar tauchen Lehrende gemeinsam mit Expert*innen aus Forschung und medienpädagogischer Praxis in die Welt der Künstlichen Intelligenz ein. Sie erhalten einen kompakten Überblick über die Grundlagen von KI und maschinellem Lernen.
Ob im Kontext von Chatbots, Sprachassistenten oder anderen digitalen Anwendungen, überall begegnet man jetzt dem Begriff „Künstliche Intelligenz“. Auch Kinder und Jugendliche werden im privaten und schulischen Alltag immer wieder damit konfrontiert. Doch nicht alle wissen, was KI eigentlich ist und wie sie funktioniert.
Es wird darauf eingegangen, welche Chancen sich durch die Nutzung von KI-Tools in der Lehrpraxis ergeben, aber auch welche Risiken KI birgt und wo Grenzen in der Anwendung gesetzt werden müssen.
Gastreferent Steffen Brill (Lehrkraft & Gründer von eduhu) blickt auf die Grenzen und Potenziale von KI in der Lehrpraxis. Gemeinsam wird diskutiert, wie Medienbildung rund um KI mit Jugendlichen gelingen kann!

  • Wann? 29.04.2025 | 16:00-18:00 Uhr
  • Wo? Online: Das Webinar wird über das Tool „Zoom“ realisiert.
  • Jetzt kostenfrei anmelden: www.weitklick.de/veranstaltungen/webinar-kuenstliche-intelligenz-verstehen-medienkompetenz-foerdern
  • Hinweis: Das Webinar ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.
  • Datenschutz: Zoom ist ein Service der Zoom Video Communications Inc., die ihren Sitz in den USA hat. Wir nutzen Zoom über den deutschen Betreiber easymeet24. Serverstandort von easymeet24 ist Europa. Weiterhin haben wir innerhalb des Dienstes Zoom die Konfigurationen mit dem höchsten Daten- und Sicherheitsschutz gewählt. Bitte nehmen Sie auch von der Datenschutzerklärung Kenntnis.

Ermöglicht wird das Webinar durch das Programm „Experience AI“: Die FSM setzt dies in Partnerschaft mit der Raspberry Pi Foundation und durch finanzielle Unterstützung von Google.org mit dem Projekt weitklick in Deutschland um.

Erste Evaluation der BIK+-Strategie: Mehr Unterricht über Onlinesicherheit, Desinformation, KI und Zeitmanagement

Im Jahr 2022 rief die Europäische Kommission die neue BIK+-Strategie für die Initiative „Better Internet for Kids“ (BIK) ins Leben. Mit ihr verfolgt sie drei Kernanliegen: die Gewährleistung der Onlinesicherheit für Kinder und Jugendliche, die Vermittlung nötiger digitaler, medialer und technischer Kompetenzen an diese und die Förderung ihrer aktiven Teilhabe an Debatten rund um verwandte Themen. Nun erfolgte zum ersten Mal eine Evaluation der bisherigen Effektivität dieser Strategie. Dafür wurden unter anderem 759 Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren aus 22 europäischen Ländern in Gruppendiskussionen dazu eingeladen, von ihren Eindrücken und Erfahrungen mit der Strategie zu berichten und Verbesserungsvorschläge und Wünsche für die Zukunft zu äußern. Dabei gingen sie auch darauf ein, was Schulen und Lehrkräfte tun könnten, um die Strategie im schulischen Kontext besser umzusetzen.

Zu wenig Aufklärung über Onlinesicherheit an Schulen

Obwohl die Mehrheit der Befragten angab, die Schule sei der wichtigste Ort zur Vermittlung von Informationen und Kompetenzen für die Onlinesicherheit, ergab sich ein eher gemischtes Bild bezüglich der derzeitigen Qualitätder schulischen Arbeit dazu. Viele berichteten, dass Onlinesicherheit an ihren Schulen bisher entweder gar nicht thematisiert wurde oder nur wenige Themen oberflächlich behandelt wurden. Während Cybermobbing und Hate Speech beispielsweise öfter in der Schule besprochen werden, kommt der Schutz der eigenen Daten und Privatsphäre noch deutlich zu kurz.

Zudem werden die im Unterricht verwendeten Materialien als überholt und zu langweilig wahrgenommen. Das liegt laut den Befragten vor allem daran, dass Lehrkräften das nötige Wissen fehlt, um über Risiken von aktuellen Trends oder auf beliebten Plattformen zu reden. Nur wenige würden soziale Medien selbst nutzen und somit proaktiv auf Problematiken nahe der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen eingehen. Deswegen wünschen sich einige Schüler*innen auch, nicht mehr nur von Lehrkräften, sondern auch von älteren Schüler*innen lernen zu können.

Darüber hinaus wünschen die Befragten sich mehr methodisch interessante und thematisch diverse Materialien. Sie fordern, stärker in den Gestaltungsprozess der Unterrichtseinheiten involviert zu werden und dass traditioneller Frontalunterricht durch Seminare, interaktive Workshops, Rollenspiele, Gastvorträge und Projekte ergänzt wird. Abwechslungsreichere Materialien wie informative Poster, Praxisbeispiele und Spiele werden ebenfalls verlangt. Die folgenden Angebote von Medien in die Schule können Ausgangspunkt für die Gestaltung eines solchen vielfältigeren Unterrichts sein:

Desinformation wird von vielen nicht als Problem erkannt

Dass viele Inhalte online falsch, manipuliert oder KI-generiert sind, wissen mittlerweile fast alle Kinder und Jugendlichen. Sorgen diesbezüglich machen sie sich jedoch paradoxerweise noch nicht. Besonders jüngere Kinder vertrauen oft Informationen, ohne diese zu hinterfragen oder zu prüfen, die sie im Internet sehen oder die ihnen von Anwendungen wie ChatGPT geliefert werden. Es herrscht außerdem wenig Verständnis dafür, warum Menschen Desinformation verbreiten und welche Konsequenzen dies haben kann. Trotz der Tatsache, dass Schüler*innen auch bei der Recherche für und in der Schule häufig auf Fake News, nicht vertrauliche Quellen und Deepfakes stoßen, wird das Thema „Desinformation“ im Unterricht eher selten besprochen. Dadurch mangelt es ihnen an konkreten Strategien, wie man Desinformation erkennen kann. So verlassen sich viele ausschließlich auf ihr Bauchgefühl. Die folgenden Materialien können bei der Vermittlungen entsprechender Strategien helfen:

Die Selbstlernkurse zum Thema „Desinformation“  von weitklick können zudem zur Weiterbildung von Lehrkräften genutzt werden und Informationslücken schließen, die aktuell noch von vielen Schüler*innen gesehen werden.

Nutzung von Künstlicher Intelligenz und Online-Zeitmanagement als wichtige Kompetenzen

Künstliche Intelligenz ist ein weiterer Schwerpunkt, der aus Sicht der Befragten an Schulen oft vernachlässigt wird. Ein Großteil der Schüler*innen möchte mehr darüber lernen, wie KI funktioniert und wie man sie verantwortungsvoll und effektiv einsetzen kann. Solches technisches Grundwissen ist auch Voraussetzung für die informierte Teilhabe an Diskussionen über den Einsatz von KI in verschiedenen Lebensbereichen.

Außerdem berichten viele Kinder und Jugendliche, dass sie Probleme dabei haben, ihre Bildschirmzeit einzuschränken. Das könnte unter anderem dazu führen, dass ihre realen Verantwortungen und Aktivitäten wie Hausaufgaben, Treffen mit Freund*innen oder Zeit mit der Familie zu kurz kommen. Sie wünschen sich mehr Hilfe und Unterstützung, um ihren eigenen Medienalltag reflektieren und planen zu können.

Antisemitismus online und Holocaustleugnung im Unterricht behandeln: neue Zusatzeinheit veröffentlicht

Am 27. Januar 2025 fand der 80. Gedenktag der Befreiung des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz statt. Zu diesem Anlass erscheint der Dokumentarfilm „Auschwitz – Countdown zur Befreiung“ als internationales Gemeinschaftsprojekt. Angelehnt an die Dokumentation veröffentlichen wir mit der Zusatzeinheit „Antisemitismus online. Wie kannst du Holocaustleugnung und Antisemitismus im Netz erkennen und von Aufklärungsangeboten lernen?“ ein Unterrichtsmaterial, das Lehrkräften dabei hilft, sich mit Jugendlichen über Antisemitismus auf Online-Plattformen auseinanderzusetzen. Es arbeitet dabei u.a. mit ausgewählten Filmausschnitten. Die gesamte Dokumentation kann von Lehrenden und Schüler*innen (ohne erforderliche Abo-Anmeldung / ohne Werbung) hier online angeschaut werden.

Desinformation, Extremismus, Verschwörungsideologien und Hassrede

Laut der JIM-Studie 2024 stößt die Mehrheit der Jugendlichen mittlerweile online regelmäßig auf mindestens eines dieser Phänomene. Jedoch sind Desinformation und Hass nicht immer sofort zu erkennen: Besonders Juden*Jüdinnen sind häufig von solchen Phänomenen betroffen, beispielsweise in Form von codierten, antisemitischen Beiträgen online. Durch die neue Zusatzeinheit „Antisemitismus online“ sollen Jugendliche deshalb dazu befähigt werden, Hassrede gegen Juden*Jüdinnen zu erkennen, zu widerlegen und aktiv gegen solche Inhalte zu handeln.

Zur Zusatzeinheit und Download verschiedener Dateiformate | Direkt zum PDF

Hinweise für Lehr- und pädagogische Fachkräfte

  • Dauer: Die Zusatzeinheit ist auf die Dauer einer Unterrichtsstunde (45 Min.) angelegt. Unter „Hinweise“ stellen wir die Option vor, die Einheit auf eine Doppelstunde (90 Min.) zu erweitern.
  • Zielgruppe: Die Unterrichtsmaterialien von „Medien in die Schule“ richten sich an Lehrende der Sek. I und II. Für die Bearbeitung der vorliegenden Zusatzeinheit empfehlen wir bereits vorhandenes Basisvorwissen der Schüler*innen zu den Themen Verbrechen des Nationalsozialismus und Holocaust.

Vorgestellt: Filmheft „Auschwitz – Countdown zur Befreiung“

Das medienpädagogische Portal MEDIENRADAR bietet zum Dokumentarfilm „Auschwitz – Countdown zur Befreiung“ ein pädagogisches Filmheft für Lehrende an, um Themen wie den Holocaust, Antisemitismus, Nationalsozialismus und Erinnerungskultur fundiert im Unterricht oder Workshops zu behandeln. Es enthält Hintergrundwissen, Aufgaben und didaktische Anknüpfungspunkte – ideal ab Klassenstufe 9:
Zum Lernmodul auf medienradar.de | direkt zum Filmheft (PDF)