
Der Jugendwettbewerb myDigitalWorld animiert seit 2015 junge Menschen dazu sich mit dem Thema Sicherheit im Netz zu beschäftigen und lädt auch 2026 erneut Schüler*innen dazu ein, sich mit Medienkompetenz kreativ auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb wird zweijährlich von Deutschland sicher im Netz e. V. (DsiN) gemeinsam mit den Partnern Kinderschutzbund Bundesverband und FSM – Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter ausgerichtet und prämiert die besten Beiträge mit attraktiven Sach- und Geldpreisen. Als Hauptpreis gibt es eine Klassenfahrt nach Berlin zu gewinnen.
Teilnahmeberechtigt sind Schulklassen sowie Gruppen ab fünf Personen der Jahrgangsstufen 7 bis 12 aller Schulformen. Eingereicht werden können Beiträge aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (DACH-Region). Wichtig ist, dass die Arbeiten selbstständig von den Schüler*innen unter Begleitung einer Lehrkraft erstellt werden. Der Einsendeschluss für die aktuelle Wettbewerbsrunde ist der 30. April 2026.
Für die Teilnahme stehen drei Aufgabenstellungen zur Auswahl. In der Kategorie „Echt oder Erschwindelt? – Auf Spurensuche im Netz!“ befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit der kritischen Bewertung von Informationen und dem Erkennen digitaler Betrugsmaschen. Die Aufgabe „Digitalisierung 2035: Wie sieht unsere Welt in 10 Jahren aus?“ fordert dazu auf, Zukunftsvisionen einer zunehmend vernetzten Gesellschaft zu entwickeln. Alternativ können Beiträge in der offenen Kategorie „Dein Beitrag für mehr Sicherheit im Netz“ eingereicht werden, in der eigene Ideen der Schüler*innen rund um digitale Sicherheit umgesetzt werden können.
Die Beiträge können in verschiedenen Formaten eingereicht werden: zum Beispiel als selbstproduziertes Video, als Multimedia-Präsentation mit visuellen und auditiven Elementen oder als Infografik in Form eines Lernplakats. Die genauen Vorgaben für die jeweilige Kategorie finden sich hier.
Der Wettbewerb bietet Lehrkräften eine praxisnahe Möglichkeit, digitale Bildung und Medienkompetenz fächerübergreifend zu fördern. Die Themen lassen sich gut in den Unterrichtsfächern Informatik, Gesellschaftslehre, Deutsch, Ethik, Kunst oder projektorientierte Lernformate integrieren. Der MyDigitalWorld unterstützt junge Menschen dabei, sich kritisch und selbstbewusst mit digitalen Herausforderungen auseinanderzusetzen und Verantwortung für ein sichereres Internet zu übernehmen.
Weitere Informationen sowie das Einreichungsformular finden sich auf der Wettbewerbsseite unter mydigitalworld.org/mitmachen.
Künstliche Intelligenz ist mittlerweile fest in unserem Alltag angekommen. Auch Kinder und Jugendliche nutzen KI-basierte Anwendungen bewusst – etwa Chatbots, Bildgeneratoren oder Suchmaschinen – oder kommen unbewusst damit in Kontakt, zum Beispiel in Spielen oder auf Social Media. KI verändert bereits jetzt unsere Erfahrungswelt und eröffnet neue Chancen, birgt aber auch Risiken wie Deepfakes, Desinformation, parasoziale Beziehungen oder idealisierte Schönheitsbilder. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, KI-generierte Inhalte zu erkennen und Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
Deshalb ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche nicht nur lernen, Anwendungen zu nutzen, sondern die Systeme dahinter verstehen und sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, um eigene fundierte Meinungen zu entwickeln. Medienbildung sollte sowohl technische Grundlagen vermitteln als auch für Risiken sensibilisieren. „KI and me. Wie künstliche Intelligenz unser Leben prägt.” setzt genau hier an.

Das neue Unterrichtsmaterial von klicksafe in Kooperation mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) thematisiert Künstliche Intelligenz (KI) und ihre Auswirkungen auf das tägliche Leben – insbesondere in der Lebenswelt Jugendlicher. „KI and me” ist ab der 7. Klasse einsetzbar. In sechs niedrigschwelligen Unterrichtsprojekten setzen sich die Schüler*innen mit Chancen und Herausforderungen der KI auseinander und entwickeln eigene Standpunkte.
Der Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat das Lehrmaterial mit „sehr gut“ bewertet. Es kann kostenlos heruntergeladen oder für einen Umkostenbeitrag von 3,00 Euro pro Exemplar bestellt werden.

Das Einführungskapitel erläutert die Grundlagen von KI, stellt bekannte Anwendungen vor und beleuchtet Veränderungen in Wirtschaft, Arbeit und Bildung. Außerdem bietet es einen Einstieg in das Thema KI-Regulierung. Das zweite Kapitel widmet sich der Frage „Wie prägt KI unser Leben?” und beleuchtet Einflüsse auf Kommunikation, Selbstbild, Beziehungen, Kreativität, Wissen und Sicherheit. Der dritte Teil befasst sich mit Schule und KI. Unter anderem werden KI-Assistenten für den Unterricht vorgestellt und die Frage beleuchtet, wie Lernen trotz – oder gerade mit – KI gelingen kann. Im abschließenden Kapitel finden sich sechs Projekte zu Themen wie KI-Ethik, KI-Influencer*innen und parasozialen Beziehungen. Die Aufgaben ermöglichen es Schüler*innen, anhand konkreter Beispiele tiefer in einzelne Aspekte einzutauchen und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Zum kostenlosen Download sowie zur Bestellung | Direkt zur PDF-Datei
Tolle Nachrichten zum Jahresbeginn: Der Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat die „Medien in die Schule“ Übungen „Wie kannst du falsche Informationen im Internet erkennen?“ kürzlich mit „sehr gut“ bewertet! Das Unterrichtsmaterial zur Stärkung der Informations- und Nachrichtenkompetenz von vulnerablen Zielgruppen ist mithilfe von Leichter Sprache und angepassten Aufgabenstellungen in Klassen mit Schüler*innen unterschiedlichster Lernvoraussetzungen sowie sonderpädagogischer Förderschwerpunkte einsetzbar.

Besonders hervorgehoben in der Gesamtbewertung werden die Übungen in Leichter Sprache sowie die Verwendung sprechenden QR-Codes. So würde ein sehr niedrigschwelliger Zugang zu diesem komplexen Thema ermöglicht. Der Materialkompass Verbraucherbildung möchte Lehrer*innen in der Fülle an verfügbaren Materialien für den Unterricht eine Orientierung bieten. Mehr Informationen zum Bewertungsprozess, den Kriterien und zum Expertengremium finden Sie auf der Website des Materialkompass.

Die Materialien sind sehr gut an den Kompetenzen der Zielgruppe orientiert und ermöglichen aufgrund der Leichten Sprache einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema Desinformation. Die Materialien sind sehr gut geeignet, um insbesondere die Reflexions-, Handlungs- und Urteilskompetenzen zu fördern. (…) Die Gestaltung der Materialien ist sehr gut geeignet, um sie ohne größeren technischen Aufwand nutzen zu können. Hervorzuheben ist, dass es unter einer CC-Lizenz steht und mit sprechenden QR-Codes arbeitet, die den barrierearmen Zugang unterstützen.
Aus der Expertenbewertung Materialkompass Verbraucherbildung
Hier finden Sie die ausführliche Expertenbewertung im Materialkompass Verbraucherbildung.
Alle zwei Jahre gibt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest die KIM-Studie heraus, zuletzt im Jahr 2022. Die Studie erfasst Daten zum Medienalltag von Kindern zwischen 6 und 13 Jahren. Dazu wurden auch in 2024 erneut Kinder aus ganz Deutschland gemeinsam mit ihren Ersterziehenden zu ihrer Mediennutzung, medienerzieherischen Regelungen in der Familie sowie Problemen und Gefahren online befragt. Die Studie und ihre Ergebnisse stützen sich auf eine repräsentative Stichprobe.
Vor dem Hintergrund der geplanten Handyverbote in vielen Bundesländern wurde dieses Jahr spezifisch nach Regelungen bezüglich der Smartphonenutzung an Schulen gefragt. Außerdem wurden die Kinder darum gebeten, ihre Kompetenzen im Umgang mit Medien und Technik selbst einzuschätzen.
Klassische Freizeitaktivitäten wie Freunde treffen, freies Spielen drinnen und draußen sowie Unternehmungen mit der Familie zählen weiterhin zu den beliebtesten Beschäftigungen unter Kindern. Allerdings verzeichneten Bewegtbildangebote online sowie die Handy- und Smartphonenutzung im vergangenen Jahr signifikante Zuschläge. Jeweils 10 bzw. 5 Prozentpunkte (PP) legten die beiden Aktivitäten zu. Dabei werden gerade diese Medienangebote vorwiegend ohne Begleitung der Eltern genutzt: Immer mehr Eltern lassen ihr Kind allein Spiele am Handy (77 %) oder Tablet (64 %) spielen, im Internet surfen (59 %) oder Streamingdienste und Videoplattformen nutzen (52 %).
Seit der letzten Erhebung 2022 ist zudem die Anzahl der Kinder, welche ein eigenes Smartphone besitzen, auf knapp unter die Hälfte angestiegen. Diese 6- bis 13-Jährigen begleitet das Gerät überall hin — auch in die Schule. 82 Prozent der Kinder bringen ihr Handy mit in die Schule, auch wenn nur etwas über drei Viertel der Befragten dies tatsächlich dürfen. Dennoch bleibt das Handy bei der Mehrheit während des Schultages in der Tasche: 72 Prozent der Schüler*innen nutzen in den Pausen keine Medien, einschließlich ihres Mobiltelefons. Und das, obwohl die Nutzung bei 63 Prozent in den Pausen erlaubt wäre. Schulen, welche die Smartphonenutzung prinzipiell verbieten (22 %), sie auf den Unterricht beschränken (13 %) oder ohne Einschränkung erlauben (3 %), stellen dagegen die Minderheit dar.
Tatsächlich haben Smartphones und andere digitale Geräte ihre Daseinsberechtigung im Unterricht an vielen Stellen schon längst bewiesen. Durch den „Digitalpakt Schule“ ist die Zahl der Klassenräume, welche mit Whiteboards, Smartboards und Tablets ausgestattet sind, seit 2022 um fast 10 Prozentpunkte gestiegen. Aber auch Laptops, Smartphones und Computer sind in einem Fünftel der Schulen verfügbar. Am häufigsten werden diese für Recherchearbeiten oder Erklärvideos zu Unterrichtsthemen, für den Zugang zur Schulcloud bzw. -plattform sowie zum Erlernen des Umganges mit gängigen Text- und Präsentationsprogrammen eingesetzt. Der Einsatz von digitalen Lernspielen und Künstlicher Intelligenz bleibt hingegen sowohl an den Schulen als auch bei der schulischen Arbeit zu Hause wenig verbreitet.
Doch trotz der verbesserten technischen Ausstattung schätzen sich die Kinder in diesem Jahr tendenziell als weniger kompetent in Sachen Medien und Technik ein. Während die meisten angeben, Fähigkeiten wie Nachrichten verschicken (51 %), allein ins Internet gehen (48 %) und Bilder und Videos posten (40 %) sehr gut zu beherrschen, fallen die Werte bei komplexeren Fragen rund um Datenschutz- und Privatsphäre-Einstelllungen (16 %), der Erstellung einer Gruppe bei Messengerdiensten (20 %) oder dem Blockieren und Melden anderer Nutzer*innen (26 %) bereits deutlich niedriger aus. Trotz besseren technischen Mitteln scheint es also noch immer an Medienbildung zu mangeln. Das Modul „Persönliche Daten“ kann Lehrkräfte beispielsweise dabei unterstützen, Kompetenzen in Bezug auf Datenschutz und Privatsphäre gemeinsam mit ihren Schüler*innen auszubauen.
Im Kern sind die Herausforderungen und Risiken, denen Kinder im Internet begegnen, seit der KIM-Studie 2022 gleichgeblieben. Jedoch nimmt die Anzahl der Betroffenen stetig zu. Während in 2022 noch rund 5 Prozent der Kinder mit Inhalten in Kontakt gekommen sind, für die sie noch zu jung waren, sind es 2024 ganze 8 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung gab es bei Inhalten, die den Kindern unangenehm waren oder die ihnen Angst gemacht haben. Besonders Erotik-, Sex- und Pornoseiten kommen Kindern vermehrt unter und werden noch vor Horror-, Monster- und Geistervideos und Gewaltszenen als angsteinflößend eingestuft. Mit dem Alter steigt der Anteil der Kinder, welche mit altersunangemessenen Inhalten in Berührung kommen, zudem drastisch von 3 Prozent bei den 6- bis 7-Jährigen auf 12 Prozent bei der ältesten Altersgruppe an.
Dennoch nimmt nur etwa ein Drittel der Eltern Sicherheitseinstellungen an den Geräten ihrer Kinder vor. Zwar erkennen 86 Prozent, dass das Internet Gefahren für ihr Kind bergen kann, jedoch verlassen sie sich eher auf Nutzungsregelungen und medienfreie Zeiten innerhalb der Familie statt auf technischen Jugendmedienschutz. Warum gerade der Jugendmedienschutz wichtig ist, wird im Modul „Grundlagen des Jugendmedienschutzes“ erläutert. Die darauf aufbauende Unterrichtseinheit „Jugendmedienschutz im Internet“ geht im Anschluss näher darauf ein, wie Jugendmedienschutz konkret im Internet aussieht und an welche Anlauf- und Beratungsstellen man sich wenden kann.
Darüber hinaus ist der Großteil der Kinder Mitglied in mindestens einer WhatsApp-Gruppe. Am verbreitetsten sind Klassengruppen (63 %), Gruppen mit Freund*innen (61 %) und Familiengruppen (46 %). Auf der einen Seite können diese Gruppen hilfreich sein, um mit dem sozialen Umfeld in Kontakt zu bleiben und den Alltag zu planen. Allerdings werden 12 Prozent der Kinder, welche nicht Teil einer Klassengruppe sind, systematisch ausgegrenzt. Eine solche Situation kann nicht nur zu Cybermobbing, sondern auch zum Ausschluss aus dem Klassenverbund über den digitalen Raum hinaus führen. Diese Thematik wird in dem Modul „Kommunikation im Netz“ behandelt und kann im Unterricht dazu eingesetzt werden, um problematische Verhaltensweisen im Internet aufzuzeigen und Strategien dagegen zu vermitteln.
weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veranstaltet ein kostenfreies Webinar am 29.04.2025 zum Thema „Künstliche Intelligenz verstehen, Medienkompetenz fördern“. Es findet von 16 bis 18 Uhr statt.
Was bedeutet der Begriff KI? Welche Chancen und auch Risiken stecken in KI-Anwendungen? Wie können Lehrkräfte junge Menschen im verantwortungsvollen Umgang mit KI unterstützen?

Im Webinar tauchen Lehrende gemeinsam mit Expert*innen aus Forschung und medienpädagogischer Praxis in die Welt der Künstlichen Intelligenz ein. Sie erhalten einen kompakten Überblick über die Grundlagen von KI und maschinellem Lernen.
Ob im Kontext von Chatbots, Sprachassistenten oder anderen digitalen Anwendungen, überall begegnet man jetzt dem Begriff „Künstliche Intelligenz“. Auch Kinder und Jugendliche werden im privaten und schulischen Alltag immer wieder damit konfrontiert. Doch nicht alle wissen, was KI eigentlich ist und wie sie funktioniert.
Es wird darauf eingegangen, welche Chancen sich durch die Nutzung von KI-Tools in der Lehrpraxis ergeben, aber auch welche Risiken KI birgt und wo Grenzen in der Anwendung gesetzt werden müssen.
Gastreferent Steffen Brill (Lehrkraft & Gründer von eduhu) blickt auf die Grenzen und Potenziale von KI in der Lehrpraxis. Gemeinsam wird diskutiert, wie Medienbildung rund um KI mit Jugendlichen gelingen kann!
Ermöglicht wird das Webinar durch das Programm „Experience AI“: Die FSM setzt dies in Partnerschaft mit der Raspberry Pi Foundation und durch finanzielle Unterstützung von Google.org mit dem Projekt weitklick in Deutschland um.
Am 27. Januar 2025 fand der 80. Gedenktag der Befreiung des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz statt. Zu diesem Anlass erscheint der Dokumentarfilm „Auschwitz – Countdown zur Befreiung“ als internationales Gemeinschaftsprojekt. Angelehnt an die Dokumentation veröffentlichen wir mit der Zusatzeinheit „Antisemitismus online. Wie kannst du Holocaustleugnung und Antisemitismus im Netz erkennen und von Aufklärungsangeboten lernen?“ ein Unterrichtsmaterial, das Lehrkräften dabei hilft, sich mit Jugendlichen über Antisemitismus auf Online-Plattformen auseinanderzusetzen. Es arbeitet dabei u.a. mit ausgewählten Filmausschnitten. Die gesamte Dokumentation kann von Lehrenden und Schüler*innen (ohne erforderliche Abo-Anmeldung / ohne Werbung) hier online angeschaut werden.
Laut der JIM-Studie 2024 stößt die Mehrheit der Jugendlichen mittlerweile online regelmäßig auf mindestens eines dieser Phänomene. Jedoch sind Desinformation und Hass nicht immer sofort zu erkennen: Besonders Juden*Jüdinnen sind häufig von solchen Phänomenen betroffen, beispielsweise in Form von codierten, antisemitischen Beiträgen online. Durch die neue Zusatzeinheit „Antisemitismus online“ sollen Jugendliche deshalb dazu befähigt werden, Hassrede gegen Juden*Jüdinnen zu erkennen, zu widerlegen und aktiv gegen solche Inhalte zu handeln.
Zur Zusatzeinheit und Download verschiedener Dateiformate | Direkt zum PDF

Das medienpädagogische Portal MEDIENRADAR bietet zum Dokumentarfilm „Auschwitz – Countdown zur Befreiung“ ein pädagogisches Filmheft für Lehrende an, um Themen wie den Holocaust, Antisemitismus, Nationalsozialismus und Erinnerungskultur fundiert im Unterricht oder Workshops zu behandeln. Es enthält Hintergrundwissen, Aufgaben und didaktische Anknüpfungspunkte – ideal ab Klassenstufe 9:
Zum Lernmodul auf medienradar.de | direkt zum Filmheft (PDF)
Anlässlich Anne Franks Geburtstag findet am 12. Juni 2025 ein bundesweiter Aktionstag von Schulen gegen Antisemitismus und Rassismus statt. Die Anmeldung dazu läuft noch bis zum 28. Februar. Unter dem Motto „Erinnern und Engagieren digital“ werden die teilnehmenden Schulen dazu motiviert, sich mithilfe verschiedener digitaler Erinnerungsangebote mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust auseinanderzusetzen. Außerdem werden sie dazu angeregt, die Vergangenheit kritisch zu reflektieren und daraus Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen.
Organisiert wird die Aktion vom Anne Frank Zentrum, welches ebenfalls vielfältige, kostenfreie Lernmaterialien für angemeldete Schulen in Print und digital bereitstellt. Anhand einer Plakatausstellung, Zeitungsbeiträgen und einem Zeitzeugen-Interview mit der Jüdin Rozette Kats sollen die Schüler*innen mit dem Leben der Anne Frank und vieler anderer Jüdinnen*Juden unter dem Nationalsozialismus vertraut gemacht werden. Aber auch Lehrkräfte können durch das Begleitheft und Online-Workshops mehr über Antisemitismus und Erinnerungskultur online lernen.
Die Anmeldung dazu erfolgt bis zum 28. Februar 2025 über dieses Formular.
Doch nicht nur am Anne Frank Tag selbst sollen Schulen aktiv werden. Die Schulen werden dazu eingeladen, sich auch in den Wochen rund um den Aktionstag mit der Thematik zu beschäftigen und eigene Projekte zu organisieren. Für den Einsatz im Unterricht eignet sich dazu unsere Zusatzeinheit „Antisemitismus online“. Darin wird thematisiert, wie man versteckte antisemitische Botschaften im digitalen Raum erkennt und es werden weitere digitale Erinnerungsangebote vorgestellt. Zudem stellt das Anne Frank Zentrum auch die Lernmaterialien und eine Karte der Schulprojekte aus den vergangenen Jahren zur Verfügung, die als Anhaltspunkte für eigene Aktionen dienen können.
Am 23. Februar 2025 findet in Deutschland die Bundestagswahl statt. Etwa 2,3 Millionen Menschen dürfen zum ersten Mal an der Wahl zum Bundestag teilnehmen. In unserer schnelllebigen und von Medien sowie Informationsmassen geprägten Gesellschaft sind Erstwähler*innen nun auch mit dem Bundestagswahlkampf konfrontiert.
Besonders Desinformation und Verschwörungserzählungen werden jedoch von bestimmten Akteuren online eingesetzt, um Verwirrung und Unruhe zu stiften, gesellschaftliche Spaltungen zu bewirken und ihre eigenen politischen Interessen durchzusetzen. Dabei können jene Falschinformationen viele verschiedene Formen annehmen: Deepfakes und anderweitig manipulierte Fotos von Politiker*innen, Posts mit falschen Informationen zu den Wahlen, verfälschte Screenshots von Nachrichtenschlagzeilen und vieles mehr. Solche Inhalte können sich online rasant verbreiten und den politischen Diskurs stark polarisieren und die Wahlen delegitimieren, was die Demokratie gefährden kann. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Kinder und Jugendliche für jegliche Art von Desinformation sensibilisiert werden, damit sie Fakten von Fakes unterscheiden und verstehen können, mit welchem Ziel Desinformation verbreitet wird. Mehr dazu, wie sich Desinformation auf die Demokratie auswirkt finden Sie im weitklick-Beitrag „Wie gefährdet Desinformation die Demokratie?“.
Während des Wahlkampfes kursieren überall, vor allem in den sozialen Medien, widersprüchliche Informationen. Die erste Anlaufstelle für Fragen zur Wahl selbst sollte dabei immer die offizielle Webseite der Bundesregierung sein. Dort lässt sich leicht herausfinden, wann die Wahl stattfindet, wie eine Briefwahl abläuft, welche Wahlgrundsätze es in Deutschland gibt und warum die Wahl vorgezogen wurde.
Auch unabhängige Faktencheck-Organisationen spielen eine wichtige Rolle bei der Überprüfung und Widerlegung von Desinformation. Es ist immer eine gute Idee, Informationen über mehrere Quellen zu prüfen und im Zweifelsfall auf einen Faktenchecker zurückzugreifen. Hier ist eine Auswahl an hilfreichen Faktencheckern für die Wahl:
Ebenso wichtig ist es, dass Schulen und andere Bildungseinrichtungen sich dafür einsetzen, die Medienkompetenz junger Menschen zu stärken und ihr kritisches Denken zu fördern. Denn nur so können Kinder und Jugendliche vertrauenswürdige und unseriöse Quellen voneinander unterscheiden und sich selbstständig eine eigene politische Meinung bilden. Angebote wie der faktenstark Trust-O-Mat oder der Newstest können Kinder und Jugendliche darauf aufmerksam machen, wie anfällig auch sie für Desinformation sein können und mit welchen Strategien sie diese in Zukunft besser handhaben können.
Auch die folgenden Angebote können dabei helfen, die Themen Desinformation und Verschwörungserzählungen generell und spezifisch im Kontext der Bundestagswahl im Unterricht zu beleuchten:
TikTok hat extra für Lehr- und pädagogische Fachkräfte ein Handbuch veröffentlicht, das sie dabei unterstützen soll, mit Schüler*innen und Jugendlichen über eine sichere und positive Nutzung der Plattform zu sprechen. Sie können das Handbuch über diesen Link (auf der Website von TikTok) oder direkt hier als PDF herunterladen.
Möchten Sie das Handbuch kostenfrei als Druckexemplar für sich und/oder Ihr Kollegium bestellen? Schreiben Sie einfach eine E-Mail an das Medien in die Schule Team der FSM (dereese@fsm.de).
Das Handbuch ist wie folgt aufgebaut:

Für Eltern steht auf der TikTok-Website zudem der Leitfaden für Erziehungsberechtigte zur Verfügung, außerdem gibt es ein Sicherheitszentrum extra für Jugendliche.
Jugendliche und junge Erwachsene spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Zukunft. Sie bringen frische Perspektiven in den politischen Diskurs ein und ihre Beteiligung ist ausschlaggebend dafür, dass politische Entscheidungen im Sinne der nächsten Generationen beschlossen werden. Mit dem Herabsetzen des Wahlalters für die Kommunal- und Landtagswahlen in einigen deutschen Bundesländern auf 16 Jahre ist ihre politische Beteiligung nunmehr wichtiger denn je. Jedoch muss dafür auch ein entsprechendes Klima herrschen, sodass Jugendliche und junge Erwachsene sich problemlos und ohne Ängste in politische Debatten einbringen können.
Die Studie „Junge Stimmen, starke Wirkung?“ der Vodafone-Stiftung hat dazu erhoben, welche Sorgen Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 20 Jahren im Bezug auf ihre politische Meinungsäußerung haben und ob sie die notwendigen Kompetenzen besitzen, um respektvoll mit anderen über politische Themen zu diskutieren.
Obwohl mit 80% die starke Mehrheit zustimmt, dass sie in Deutschland aktuell in Freiheit leben, machen sich ebenso viele Sorgen, dass sie diese Freiheit in Zukunft zumindest teilweise verlieren könnten. Besonders Aspekte, die auch in der Politik wichtig sind wie die freie Meinungsäußerung (65%), Wahlfreiheit (57%) und das Recht auf ein diskriminierungs- und benachteiligungsfreies Leben (32%), sind ihrer Meinung nach essenziell für ein freies Deutschland und müssen demzufolge geschützt werden. Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen informieren sich dementsprechend mindestens einmal pro Woche über politische Themen und die Anzahl derer, die politische Nachrichten gar nicht verfolgen, sinkt stetig. Vor allem im Freundeskreis (89%), mit den Eltern (85%) und in der Schule oder Universität (51%) werden die eigenen Meinungen gerne ausgetauscht. Passend dazu werden die Eltern und Familie (84%), Freund*innen (56%) und Lehrkräfte (37%) als vertrauenswürdigste Ansprechpartner*innen für politische Themen angesehen.
Viele Jugendliche und junge Erwachsene wollen auch aktiv am gesellschaftlichen Geschehen teilhaben. Rund 85% haben sich bereits gesellschaftlich engagiert, besonders in Sportvereinen (53%), im schulischen Bereich (40%) oder bei einer sozialen Einrichtung (33%). Die meisten sind davon überzeugt, dass sie durch ihr eigenes Handeln einen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben können. Ressourcen wie Zeit, Erfahrung oder Geld spielen für die Mehrheit dabei keine Rolle — jeder könne sich unabhängig von seinem Besitz oder seiner gesellschaftlichen Stellung politisch engagieren. Gleichzeitig wollen sich mit 5% nur wenige tatsächlich im politischen Bereich einsetzen und ganze 63% schließen es für sich selbst komplett aus, dort aktiv zu werden. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene aus der sozialen Unter- und Arbeiterschicht finden es persönlich schwierig, politisch tätig zu werden, denn besonders diese Gruppe betrachtet ausreichende Ressourcen entgegen der Mehrheitsmeinung öfter als notwendige Voraussetzung für politisches Engagement und sieht sich selbst deswegen seltener in der Lage, einen nachhaltigen Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben.
Grund für diese Diskrepanz zwischen der wahrgenommenen Bedeutsamkeit von politischem Engagement und der tatsächlichen Beteiligung könnte sein, dass nur wenige sich ausreichend darauf vorbereitet fühlen, kompetent an politischen Diskussionen teilnehmen zu können. So stimmen zwar fast alle Befragten zu, dass man die Meinung anderer aushalten können muss, ohne sie persönlich zu nehmen, allerdings sagen nur 12% aus, das in der Schule ausgiebig gelernt zu haben. Ähnlich verhält es sich mit dem kritischen Hinterfragen fremder Meinungen: Zwar sind über zwei Drittel oft mit von der eigenen Einstellung abweichenden Meinungen konfrontiert und 77% ersuchen zumindest gelegentlich auch das Gespräch mit Menschen mit anderen Meinungen, jedoch gaben nur 17% der Befragten an, in der Schule vermittelt bekommen zu haben, wie man diese kritisch hinterfragt. Und obwohl 99% davon überzeugt sind, dass man vertrauenswürdige und nicht vertrauenswürdige Quellen unterscheiden können muss, um sich eine eigene Meinung zu bilden und die Meinungen anderer einzuschätzen und im politischen Spektrum verorten zu können, wurden weniger als einem Fünftel die nötigen Fähigkeiten dazu in der Schule beigebracht. Ebenfalls werden bei nur 16% aktuelle Themen im Politikunterricht angesprochen und reflektiert. Zwar wollen über zwei Drittel ihre eigenen Themen in den Unterricht mit einbringen, jedoch haben nur 37% in der Praxis die Möglichkeit dazu.
Deswegen ist es wichtig, dass Lehrkräfte aktiv auf die politischen Sorgen, Anliegen und Interessen ihrer Schüler*innen eingehen und mit ihnen die Themen behandeln, die für sie selbst gerade am relevantesten erscheinen. Auch grundlegende Kompetenzen wie Toleranz gegenüber anderer Meinungen, der respektvolle Umgang mit anderen, das richtige Einschätzen der Legitimität von Quellen und das kritische Hinterfragen von Inhalten müssen gefördert werden. Die folgenden Materialien sollen dabei helfen, diese Aspekte in den Unterricht einzubringen: