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Fachtagung 15.6. in Berlin: Stark gegen Desinformation und Hate Speech. Medienbildung in Schule und Elternarbeit

Nach zwei Jahren Projektlaufzeit richtet weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung mit der Fachtagung zum Thema „Stark gegen Desinformation und Hate Speech. Medienbildung in Schule und Elternarbeit“ den Blick nach vorn:

Jetzt hier anmelden zur weitklick-Fachtagung am 15. Juni 2022 in Berlin!

  • Welche Entwicklungen rund um das Thema Desinformation erwarten uns in der Zukunft?
  • Wie können Lehrende ihre Schüler*innen im Umgang mit „Fake News“ unterstützen?
  • Wie können sie dabei auch die Eltern der Jugendlichen einbinden?
  • Und was können wir gegen den immer präsenteren Hass im Netz tun, der so häufig mit Desinformation einhergeht?

Die Fachtagung findet im Museum für Kommunikation in Berlin statt, sie ist kostenlos und offen für alle Interessierten!

Sie ist in folgenden Bundesländern als Lehrkräfte-Fortbildung anerkannt:

  • Berlin: Die Veranstaltung ist von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie unter der Nummer 22.1-107863 als Fortbildung anerkannt.
  • Hessen: Die Veranstaltung ist von der Hessischen Lehrkräfteakademie unter der LA-Angebots-Nr. 02205689 als Fortbildung anerkannt.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Die Veranstaltung ist nach § 16 Lehrerbildungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern (LehbildG M-V) als Fortbildung anerkannt.

Programm

Moderation: Anna Metzentin

10:00 Uhr | Einlass
10:30 Uhr | Expressführung durch die Ausstellung #neuland. Ich, wir & die Digitalisierung

11:00 Uhr | Begrüßung
11:05 Uhr | Keynote | mit Patrick Stegemann
11:20 Uhr | Q&A zum Projekt weitklick | mit Judith Kunz
11:35 Uhr | Paneldiskussion mit Q&A: Die Zukunft der Desinformation | mit Armin Himmelrath, Judith Kunz und Patrick Stegemann

12:30 Uhr | Mittagspause

13:15 Uhr | Workshopphase I

  • Workshop 1: Was tun gegen Hass im Netz? | mit Fluky
  • Workshop 2: Thema Medienbildung: Wie erreichen wir die Eltern? | mit Dr. Sophie Reimers

14:15 Uhr | Pause

14:30 Uhr | Workshopphase II

  • Workshop 1: Hinter den Kulissen in der Faktencheck-Redaktion | mit Cristina Helberg
  • Workshop 2: Projektideen für mehr Nachrichtenkompetenz im Unterricht | mit Dr. Julia Schmengler

15:30 Uhr | Abschluss

Alle Informationen zum ausführlichen Programm, den Speaker*innen und zur kostenfreien Anmeldung finden Sie direkt bei weitklick!

Ort

Fachtagung im Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Str. 16
10117 Berlin
Deutschland

Die Teilnahme erfolgt unter 3G-Regelungen: Zugang ist erlaubt für Geimpfte, Genesene und Getestete mit aktuellem Testnachweis und unter Tragen einer FFP2-Maske. Mehr Details finden Sie in den Hygienebestimmungen des Museums.

Webinar: Wie können Lehrkräfte an beruflichen Schulen „Fake News“ begegnen?

weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veranstaltet ein kostenloses Webinar am 02.03.2022 zum Thema „Wie können Lehrkräfte an beruflichen Schulen „Fake News“ begegnen?“ mit Christina Ewers und Silke Schleppenbäumer vom Berufskolleg Senne. Es findet von 15:30 bis 16 Uhr statt.

Über das Webinar

Diese Veranstaltung (Anmeldung hier) richtet sich an Lehrkräfte in der beruflichen Bildung sowie alle am Thema Interessierten. Gemeinsam diskutieren wir, wie junge Erwachsene dazu kommen, Falschinformationen und Verschwörungsmythen zu verbreiten – und wo Lehrende in solchen Fällen ansetzen können.
Wir nehmen dabei insbesondere die folgenden Fragen in den Fokus:

  • Welche Erfahrungen machen Lehrende an beruflichen Schulen mit Themen wie Falschinformationen und Verschwörungsmythen?
  • Wie können Lehrkräfte den Schülerinnen vermitteln, „Fake News“ als solche zu erkennen und ggfs. Handlungskompetenz in diesem Bereich zu erlangen? Welche Formate und Methoden sind geeignet, um Berufsschülerinnen mit diesen Themen zu erreichen?
  • Welche Beispiele, Übungen und Ideen für den Unterricht zu diesem Thema bieten sich konkret für diese Zielgruppe an?

Moderation: Isgard Walla, FSM e.V.

Hinweis: Das Webinar findet per Zoom statt. Es ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Dieses Webinar wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

Hinweise für Lehrer*innen aus diesen Bundesländern:

  • Mecklenburg Vorpommern: Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern / Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern hat die Veranstaltung als Lehrkräftefortbildung gemäß § 16 Lehrerbildungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern (LehbildG M-V) anerkannt.
  • Berlin: Die Regionale Fortbildung Berlin hat die Veranstaltung als Lehrkräftefortbildung anerkannt.

Über die Dozentinnen

Christina Ewers ist Schulleiterin am Berufskolleg Senne.

Silke Schleppenbäumer ist Bildungsgangleitung für die Berufsfachschule Typ I und unterrichtet sowohl im Vollzeitbereich als auch in der Berufsschule die Fächer Wirtschaftslehre, Politik und Deutsch/Kommunikation.

Das Berufskolleg Senne ist ein gewerblich-technisches Berufskolleg für die Berufsfelder Chemie, Gestaltung, Druck und Medien mit etwa 1600 Schüler*innen.

Vorgestellt: Dossier Dokumentarisches Erzählen | MEDIENRADAR

Die medienpädagogische Lernplattform MEDIENRADAR hat ein neues Dossier zum Thema Dokumentarisches Erzählen veröffentlicht. Dokumentarisches Erzählen begegnet uns in den Medien in unterschiedlichsten Varianten, ob in Form eines künstlerischen Kino-Dokumentarfilms, einer TV-Dokumentation, einer fundiert recherchierten Reportage, eines mehr oder weniger aufwendig produzierten YouTube-Videos, eines unterhaltsamen Realityformats oder aber eines Livestreams auf einer Onlineplattform. Während die einen Formate für eine lange Rezeptionsdauer produziert werden und man sie auch Jahre später noch in Mediatheken finden kann, sind andere für das Jetzt erstellt und verschwinden nach kurzer Zeit wieder.

Das Dossier Dokumentarisches Erzählen beleuchtet das Thema in seinen vielfältigen Aspekten. Neben dem künstlerischen Dokumentarfilm werden auch Fernsehformate wie Reportagen, Reality-TV und True Crime sowie neuere dokumentarische Formate auf Social-Media-Plattformen betrachtet. In Ergänzung zu verschiedenen Artikeln, Medienbeispielen und Interviews bietet das Dossier eine Reihe von Lehrmaterialien ab Klassenstufe 5 an, die individuell kombiniert und so den pädagogischen Bedürfnissen angepasst werden können.

Die Inhalte des Dossiers kurz vorgestellt

Der Artikel Von Streams & Stories gibt einen Einblick in den Reiz und die Risiken dieser flüchtigen Formate. Bei der Betrachtung der verschiedenen Formen des Dokumentarischen ist aber nicht nur die Halbwertzeit von Belang. Es geht um Authentizität, um filmische Herangehensweisen und Mittel, um die Frage nach den Grenzen des Erlaubten. So können fiktionale Elemente durchaus Teil des Dokumentarischen sein, ohne dessen Anspruch auf Glaubwürdigkeit zu beeinträchtigen, wie David Assmann in seinem Artikel Dokumentarisches Erzählen ausführt. Ergänzend bietet das spezifisch für das Dossier erstellte Glossar Dok Spot allgemein verständliche Definitionen und Erklärungen zu verschiedenen Bezeichnungen und Formaten des Dokumentarischen. Eine Playlist zeigt die Vielfalt dokumentarischer Formen anhand von Beiträgen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit auf.

Screenshot: Dossier Dokumentarisches Erzählen, medienradar.de

Auch die Rezeptionsmotive können als breitgefächert beschrieben werden. Während sich manche Zuschauende von Realityformaten besonders unterhalten fühlen und daraus sogar Hilfestellungen für ihren Alltag beziehen, fühlen sich andere von diesen Sendungen regelrecht abgestoßen. Im Feature „Aber trotzdem geht das ja irgendwie in mein Gehirn!“ sprechen Jugendliche über ihr Verhältnis zu Realityformaten und Gerd Hallenberger beschreibt in seinem Artikel Das Leben ist Stress: Jugendliche und Reality-TV mögliche Rezeptionsmotive. Ein medienpsychologischer Blick auf Trash-Konsum im Artikel Ich sehe was, was du nicht sehen würdest erweitert die Perspektive. Außerdem stellt eine Playlist aktuelle Formate im TV vor und ordnet diese ein.

Das Lehrmaterial im Fokus

Die dokumentarische Erzählung über Verbrechen erfährt in den letzten Jahren in dem Genre True Crime einen regelrechten Boom. Nicht nur TV-Sender und digitale Streamingdienste haben dieses Genre als quotenstarkes Format entdeckt, auch auf Social-Media-Plattformen wird True Crime aktiv rezipiert. Jan Harms präsentiert in zwei Beiträgen Geschichte, Narration, Rezeption und kritische Perspektiven auf das Format. Eine Playlist zu True Crime beleuchtet das Phänomen unter dem Aspekt des Jugendmedienschutzes.

Screenshot: Lehrmaterial zum Dossier Dokumentarisches Erzählen, medienradar.de

Ein Teil des Lehrmaterials, erstellt in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) und VISION KINO, bietet ein umfangreiches didaktisches Material zum Dokumentarfilm im Unterricht in mehreren Modulen zu den Themen Umgang mit der Wirklichkeit, Filmgestalterische Mittel, Entstehung eines Dokumentarfilms und Do It Yourself an.

Aufgrund der besonderen Jugendmedienschutzrelevanz wird in diesem Dossier außerdem ein Aufgaben-Set zu Reality-TV bereitgestellt. Ebenfalls für den Einsatz im Unterricht eignet sich ein Erklärvideo zum Format Doku-Soap.

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Video: Was ist eine Dokusoap? | Medienradar erklärt

Über MEDIENRADAR

MEDIENRADAR ist ein Projekt der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). Der Aufbau des Angebotes wurde durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gefördert. Partner*innen des Projekts sind die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz, die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) und das JFF – Institut für Medienpädagogik in Theorie und Praxis.
Als medienpädagogisches Portal richtet sich MEDIENRADAR an Fachkräfte in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit und bereitet aktuelle Medienthemen auf, die die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unmittelbar berühren. Das thematisch passende Lehrmaterial ergänzt die Inhalte und kann flexibel in der pädagogischen Bildungsarbeit eingesetzt werden. Die Dossiers behandeln unterschiedliche Schwerpunktthemen und setzen sich aus den Bereichen Hintergrundwissen, Lehrmaterial und Mediensammlung zusammen.

Vorgestellt: Unterrichtseinheit zu Verschwörungserzählungen | DigiBitS

Gerüchteküche oder Informationsquelle? – Eine neue Unterrichtseinheit des DsiN-Projekts DigiBitS – Digitale Bildung trifft Schule unterstützt Lehrkräfte bei der Sensibilisierung für Verschwörungserzählungen. Sie wurde in Kooperation mit den Projekten Medien in die Schule und weitklick entwickelt.

DigiBitS: Unterrichtseinheit zu Verschwörungserzählungen

Verschwörungserzählungen gibt es schon lange. Seit der Covid-19-Pandemie gelangen sie aber vermehrt in den öffentlichen Diskurs. Besonders kritisch ist ihre Verbreitung in sozialen Netzwerken, in denen sich auch Jugendliche aufhalten und sich dadurch verunsichert fühlen. Dies ist Grund genug im Schulunterricht über verschwörerische Narrative, deren Charakteristika und Verbreitungswege ins Gespräch zu kommen. Mithilfe der neuen Unterrichtseinheit können Lehrkräfte ihre Schüler*innen für das Thema sensibilisieren und so die Informations- und Medienkompetenz junger Menschen stärken.

Die Unterrichtseinheit ist das Ergebnis einer Kooperation mit den beiden Medienbildungsprojekten „Medien in die Schule – Materialien für den Unterricht“ und „weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung“ von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e. V.

Thema der Unterrichtseinheit

Die Schüler*innen beschäftigen sich mit verschiedenen Textarten und lernen, sie voneinander abzugrenzen. Ziel ist es, Meinungen von Fakten abzugrenzen. Auch die Verbreitungswege von Verschwörungserzählungen sind Thema der Unterrichtseinheit. Optional können Lehrkräfte ein Gedankenexperiment mit ihren Schüler:innen ausprobieren, dass ihnen die gesellschaftliche Sprengkraft von Verschwörungserzählungen verdeutlicht.

Kostenfreier Download der Unterrichtseinheit: Gerüchteküche oder Informationsquelle? Wie sich Verschwörungserzählungen im Internet verbreiten

Weitere Materialien von DigiBitS

Die neue Unterrichtseinheit ergänzt weitere DigiBitS-Unterrichtsmaterialien zum Thema:

Unterstützung von Medien in die Schule und weitklick

Bei Medien in die Schule finden Lehrkräfte Unterrichtsmaterialien, Werkzeugkästen und Praxisanwendungen für den Einsatz im Unterricht. Speziell zu Thema Verschwörungserzählungen stehen innerhalb des Unterrichtsmaterials Meinung im Netz gestalten zwei Module zur Verfügung:

Das Fortbildungsprogramm „weitklick“ unterstützt Lehrkräfte dabei, das Thema Desinformation im digitalen Raum nachhaltig in den Unterricht zu integrieren. Passend zu Thema empfehlen wir insbesondere die Online-Kurse zum Selbstlernen „Kurs IV – Entstehung und Funktionen von Desinformation“ und „Kurs V – Desinformation erkennen und begegnen“.

Webinar: Symbole und Strategien der neuen Rechten

weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veranstaltet ein kostenloses Webinar am 07.12.2021 zum Thema „Symbole und Strategien der neuen Rechten“ mit Patrick Stegemann. Es findet von 16 bis 18 Uhr statt.

Über das Webinar

Viele Profile der neuen Rechten wirken auf den ersten Blick harmlos. Sie lächeln freundlich auf Instagram-Fotos oder kochen auf ihrem YouTube-Kanal. Doch sie nutzen das Netz als Radikalisierungsplattform – und die Folgen in der analogen Welt sind drastisch.

In diesem Webinar diskutieren wir mit Blick auf die Schule:

  • Was sind gängige Codes und Symbole der neuen Rechten?
  • Welche Formate und Strategien werden genutzt, um gezielt Jugendliche anzusprechen?
  • Wie können Lehrer*innen solche Inhalte erkennen?
  • Was können sie dagegen tun?
  • Mit welchen Beispielen und Übungen können sie das Thema im Unterricht angehen?

Hinweis: Das Webinar findet per Zoom statt. Es ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Dieses Webinar wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

Moderation: FSM e.V.

Über Patrick Stegemann

Patrick Stegemann, *1989, ist Kommunikationswissenschaftler und Soziologe. Nach seinem Studium in Erfurt, Berlin, Haifa und Kairo arbeitet er u.a. als Investigativjournalist für verschiedene Formate im Fernsehen, Online und für Podcast. Er wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Reporterpreis und dem Otto-Brenner-Preis. Er ist Co-Gründer der journalistischen Produktionsfirma Undone.

Alle Informationen und kostenfreie Anmeldung auf weitklick.de.

Online-Paneldiskussion zum Digitaltag 2021

Aktuelle Herausforderungen für den Journalismus im Superwahljahr 2021: Zu diesem Thema veranstaltet weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung eine kostenlose Online-Paneldiskussion am 18.06.2021 im Rahmen des Digitaltags 2021, sie findet von 14 bis 15:30 Uhr auf weitklick.de statt.

Speaker*innen

  • Lisa Dittmer, Referentin für Internetfreiheit, Reporter ohne Grenzen
  • Dr. Lena Frischlich, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Björn-Simon Frommann, Hector-Peterson-Schule
  • Eva Schiller, Leiterin ZDF-Studio Baden-Württemberg

Moderation: Jochen Spangenberg

Alle Informationen und kostenfreie Anmeldung auf weitklick.de.

Über die Veranstaltung

Um politische Meinungen zu bilden und informierte Wahlentscheidungen treffen zu können, sind wir auf vertrauenswürdige Informationen und Nachrichten angewiesen. Allerdings steht der Nachrichtenjournalismus aktuell vor mindestens zwei großen Herausforderungen. Zum einen informiert sich ein immer größer werdender Teil des Publikums in sozialen Medien über tagesaktuelle Themen, wo nicht-professionelle Inhalte unredigiert neben professionellen Angeboten stehen. Dies führt dazu, dass immer mehr Menschen auch mit Falschnachrichten und Desinformation in Kontakt kommen. Missverständliche Darstellungen und irreführende Nachrichten aufzulösen und bei Desinformation gegenzusteuern, wird deshalb eine zunehmend wichtige Aufgabe von Journalist*innen.
Zum anderen wird die tagtägliche Arbeit von Journalist*innen erschwert, denn antidemokratische Strömungen machen auch in Deutschland die Berichterstattung immer schwieriger und mitunter gefährlich. Und das gilt zunehmend auch für den digitalen Raum. “Reporter ohne Grenzen” schätzt die Pressefreiheit wegen der zunehmenden Gewalt auf Demonstrationen nicht mehr „gut“, sondern nur noch „zufriedenstellend“ ein. 

Beide Aspekte sind insbesondere mit Blick auf das Superwahljahr 2021 von besonderer Bedeutung. Zum Digitaltag fragen wir uns: Wie kann Journalismus dazu beitragen, Desinformation zu begegnen? Wie steht es um die Pressefreiheit in Deutschland? Welchen Herausforderungen begegnen Journalist*innen im digitalen und im analogen Raum? Und was bedeutet das konkret für Schulen und Bildungseinrichtungen, die junge Menschen auf das politische Geschehen im Superwahljahr vorbereiten und begleiten?

Zur aktiven Teilnahme melden Sie sich bitte hier an. Den Livestream können Sie ohne Anmeldung sehen.

Neues Unterrichtsmodul zum Thema „Desinformation online“

In Zusammenarbeit mit weitklick – das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veröffentlicht „Medien in die Schule“ ein neues Modul zum Thema Desinformation online. Das Modul erweitert das bereits 2017 herausgegebene Unterrichtsmaterial Meinung im Netz gestalten zu Meinungsbildungsprozessen im Internet um die Vermittlung von Merkmalen, Motiven und Verbreitungswegen von Desinformation online sowie Möglichkeiten der Identifikation und Überprüfung im schulischen Kontext.

Modul hier kostenlos herunterladen! Möchten Sie das Modul als Druckversion kostenfrei bestellen? Melden Sie sich gern über unser Kontaktformular!

„Algorithmen, Memes, Social Bots, Trolle oder Deepfakes – mit unserem neuen Modul verstehen Lehrkräfte, was hinter diesen Begriffen steckt, wie sie unsere Medien- und Nachrichtenkompetenz herausfordern und die (politische) Meinungsbildung von Heranwachsenden erschweren. Unser Ziel ist es, das Thema Desinformation online auf den Stundenplan zu bringen und zu zeigen, wie Jugendliche Falschnachrichten im Internet erkennen und ihre negative Auswirkungen einschätzen können. Denn aufgrund der oftmals unübersichtlichen Fülle an Informationsmöglichkeiten ist ein souveräner und sachkundiger Umgang mit Informationen heute genauso wie lesen, schreiben und rechnen eine zentrale Fähigkeit, die die Schule Kindern und Jugendliche vermitteln sollte.“

Martin Drechsler, Geschäftsführer der FSM, Herausgeber von „Medien in die Schule“

Für Umgang mit Desinformation im Netz sensibilisieren

Im Modul „Desinformation Online“ finden Lehrende vier neue Unterrichtseinheiten mit Aufgabenstellung, Lernziel, Ablauf, methodisch-didaktischen Hinweisen und benötigten Materialien. Dabei geht es unter anderem um Merkmale, Formen und Beispiele von Desinformation im Internet und sozialen Netzwerken sowie konkrete Möglichkeiten, Angebote und Instrumente zum Überprüfen von Informationen. Die 14 neuen Arbeits- und Materialblätter können direkt im Unterricht eingesetzt werden. So können sich Schüler*innen in Bilderrückwärtssuchen ausprobieren oder nach dem Kennenlernen verschiedener Fact Checking Initiativen auch selbst Faktenchecks umsetzen.

Ziel ist es, Jugendliche für die eigenen Meinungsbildungsprozesse und ihre Verantwortung für den Umgang mit Desinformation im Netz zu sensibilisieren. Lehrer*innen, die sich bereits mit dem weitklick Bildungsprogramm fortbilden, können mit diesem Modul das Gelernte vertiefen und direkt im Unterricht anwenden.

Aktiver Beitrag zu digitaler Bildung in Deutschland

Das Unterrichtsmaterial „Meinung im Netz gestalten“ ist Teil des Angebots von „Medien in die Schule“, das zahlreiche Inhalte und Themen der Medienbildung für den Lernraum Schule aufbereitet. Bereits seit 2013 stellt das Gemeinschaftsprojekt der FSM und Google Zukunftswerkstatt in Kooperation mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen e.V. eine große Bandbreite an kostenfreien, offenen Unterrichtsmaterialien (OER) zu aktuellen medialen Erscheinungen zur Verfügung. Lehrer*innen finden dort für die Sekundarstufen I und II aufbereitete Informationen, Materialien und praxisnahe Methoden rund um Themen wie z.B. die sichere Internetnutzung, Smartphones, Machine Learning, Hate Speech oder Fake News.

Medien in die Schule“ leistet so einen aktiven und praktischen Beitrag zur digitalen Bildung. Die Inhalte erhielten bereits mehrere positive Bewertungen durch den Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Alle Materialien stehen unter einer Creative Commons Lizenz (CC-BY-SA). Ihre Bearbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung ist unter Angabe der Quelle und unter gleichen Bedingungen erlaubt.