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Jugend Internet Monitor: Social Media Nutzung von Jugendlichen in Österreich 

Der Jugend-Internet-Monitor liefert einen umfassenden Überblick darüber, welche sozialen Netzwerke und Online-Plattformen von Jugendlichen in Österreich genutzt werden und welche Entwicklungen sich im digitalen Verhalten der 11- bis 17-Jährigen abzeichnen. Die jährlich erhobene, repräsentative Studie von Saferinternet.at, dem Safer Internet Center für Österreich, zeigt für das Jahr 2026 einen deutlichen Wandel: Während die Nutzung klassischer Social-Media-Plattformen spürbar zurückgeht, gewinnen KI-gestützte Chatbots massiv an Bedeutung. Laut der Erhebung nutzen 94 Prozent der Jugendlichen Chatbots, was als zentrale Ursache für den Rückgang der Social-Media-Nutzung gesehen wird.  

Social Media Nutzung 

Die beliebtesten Apps bleiben trotz allgemeiner Rückgänge dieselben: WhatsApp liegt mit einer Nutzung von 82 Prozent weiterhin an der Spitze, gefolgt von YouTube (76 Prozent). Snapchat wird von 65 Prozent der Jugendlichen genutzt, TikTok und Instagram jeweils von 64 Prozent, und Microsoft Teams von 31 Prozent. Alle großen Plattformen verlieren im Vergleich zum Vorjahr zwischen vier und neun Prozentpunkten. Die Studie zeigt außerdem, dass Jugendliche Inhalte zunehmend passiv rezipieren. Die algorithmisch gesteuerte Ausspielung von Inhalten verdrängt dabei das gezielte Verfolgen selbst ausgewählter Creator*innen. 

Mit dem Medien in die Schule Material „Jugendliche online” können junge Menschen ihre Internetnutzung reflektieren. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Nutzungsverhalten ermöglicht selbstbestimmte und kompetente Medienerfahrungen:  

Geschlechterspezifische Unterschiede

Geschlechterspezifische Unterschiede in der Nutzung großer Social-Media-Plattformen sind 2026 kaum noch ausgeprägt. Unterschiede zeigen sich jedoch auf spezialisierten Plattformen: Discord wird von 28 Prozent der Jungen, aber nur 5 Prozent der Mädchen genutzt. Ähnlich verhält es sich bei Twitch (23 Prozent Jungen gegenüber 5 Prozent Mädchen). Auf der Spieleplattform Roblox gleichen sich die Werte stärker an (25 Prozent Jungen gegenüber 21 Prozent Mädchen). Pinterest weist ein umgekehrtes Geschlechterverhältnis auf und wird deutlich häufiger von Mädchen (55 Prozent) als von Jungen (8 Prozent) genutzt. Ähnliches gilt für Reddit (14 Prozent Jungen gegenüber 3 Prozent Mädchen) sowie für X/Twitter (12 Prozent Jungen gegenüber 4 Prozent Mädchen).  

Unzufriedenheit mit digitalen Angeboten

Neben den quantitativen Entwicklungen macht die Studie auch qualitative Trends sichtbar. Viele Jugendliche berichten von einem „Sättigungsgefühl“ gegenüber digitalen Angeboten. Sie kritisieren die wachsende Menge an Werbung, die zunehmende Ähnlichkeit der Inhalte über verschiedene Plattformen hinweg sowie die Konfrontation mit belastenden Inhalten und Hasskommentaren. Diese Entwicklung passt zu der generell rückläufigen Social-Media-Aktivität Heranwachsender. 

Für Jugendliche ist es wichtig, dass wenn sie online auf belastende Inhalte treffen, sie mit diesen nicht allein gelassen werden. Das Erlebte einzuordnen sowie Umgangsstrategien zu entwickeln und Anlaufstellen kennenzulernen ist dabei von zentraler Bedeutung. Passendes Material für den Unterrichtfinden Sie nachfolgend:  

Verändertes Nutzungsverhalten gibt Hinweise auf relevante Inhalte für die Medienbildung

Der Jugend-Internet-Monitor 2026 zeigt insgesamt eine deutliche Verschiebung im digitalen Verhalten österreichischer Jugendlicher. Die Relevanz klassischer sozialer Netzwerke nimmt ab, während KI-basierte Dienste und algorithmischer Medienkonsum weiter an Bedeutung gewinnen. Die digitale Lebenswelt Jugendlicher verändert sich. Diese Veränderungen sowie KI-Anwendungen und algorithmische Empfehlungssytsemen, etwa in Social Media Feeds, muss Medienbildung adressieren. 

Medien in die Schule bietet hierfür passendes Unterrichtsmaterial. Mit den Modulen zu Machine Learning können Schüler*innen ein Grundverständnis für die Funktionsweise von lernenden Algorithmen entwickeln: 

Das zugehörige Glossar gibt Schüler*innen und Lehrkräften einen Überblick zu den relevanten Begriffen rund um das Thema KI: 

„myDigitalWorld” Jugendwettbewerb 

myDigitalWorld Logo

Der Jugendwettbewerb myDigitalWorld animiert seit 2015 junge Menschen dazu sich mit dem Thema Sicherheit im Netz zu beschäftigen und lädt auch 2026 erneut Schüler*innen dazu ein, sich mit Medienkompetenz kreativ auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb wird zweijährlich von Deutschland sicher im Netz e. V. (DsiN)  gemeinsam mit den Partnern Kinderschutzbund Bundesverband und FSM – Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter ausgerichtet und prämiert die besten Beiträge mit attraktiven Sach- und Geldpreisen. Als Hauptpreis gibt es eine Klassenfahrt nach Berlin zu gewinnen.

Teilnahmeberechtigt sind Schulklassen sowie Gruppen ab fünf Personen der Jahrgangsstufen 7 bis 12 aller Schulformen. Eingereicht werden können Beiträge aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (DACH-Region). Wichtig ist, dass die Arbeiten selbstständig von den Schüler*innen unter Begleitung einer Lehrkraft erstellt werden. Der Einsendeschluss für die aktuelle Wettbewerbsrunde ist der 30. April 2026.  

Für die Teilnahme stehen drei Aufgabenstellungen zur Auswahl. In der Kategorie „Echt oder Erschwindelt? – Auf Spurensuche im Netz!“ befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit der kritischen Bewertung von Informationen und dem Erkennen digitaler Betrugsmaschen. Die Aufgabe „Digitalisierung 2035: Wie sieht unsere Welt in 10 Jahren aus?“ fordert dazu auf, Zukunftsvisionen einer zunehmend vernetzten Gesellschaft zu entwickeln. Alternativ können Beiträge in der offenen Kategorie „Dein Beitrag für mehr Sicherheit im Netz“ eingereicht werden, in der eigene Ideen der Schüler*innen rund um digitale Sicherheit umgesetzt werden können. 

Die Beiträge können in verschiedenen Formaten eingereicht werden: zum Beispiel als selbstproduziertes Video, als Multimedia-Präsentation mit visuellen und auditiven Elementen oder als Infografik in Form eines Lernplakats. Die genauen Vorgaben für die jeweilige Kategorie finden sich hier.  

Warum lohnt es sich, teilzunehmen? 

Der Wettbewerb bietet Lehrkräften eine praxisnahe Möglichkeit, digitale Bildung und Medienkompetenz fächerübergreifend zu fördern. Die Themen lassen sich  gut in den Unterrichtsfächern Informatik, Gesellschaftslehre, Deutsch, Ethik, Kunst oder projektorientierte Lernformate integrieren. Der MyDigitalWorld unterstützt junge Menschen dabei, sich kritisch und selbstbewusst mit digitalen Herausforderungen auseinanderzusetzen und Verantwortung für ein sichereres Internet zu übernehmen.  

Weitere Informationen sowie das Einreichungsformular finden sich auf der Wettbewerbsseite unter mydigitalworld.org/mitmachen. 

Note „Sehr gut“ für unser Unterrichtsmaterial in Leichter Sprache

Tolle Nachrichten zum Jahresbeginn: Der Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat die „Medien in die Schule“ Übungen „Wie kannst du falsche Informationen im Internet erkennen?“ kürzlich mit „sehr gut“ bewertet! Das Unterrichtsmaterial zur Stärkung der Informations- und Nachrichtenkompetenz von vulnerablen Zielgruppen ist mithilfe von Leichter Sprache und angepassten Aufgabenstellungen in Klassen mit Schüler*innen unterschiedlichster Lernvoraussetzungen sowie sonderpädagogischer Förderschwerpunkte einsetzbar.

Besonders hervorgehoben in der Gesamtbewertung werden die Übungen in Leichter Sprache sowie die Verwendung sprechenden QR-Codes. So würde ein sehr niedrigschwelliger Zugang zu diesem komplexen Thema ermöglicht. Der Materialkompass Verbraucherbildung möchte Lehrer*innen in der Fülle an verfügbaren Materialien für den Unterricht eine Orientierung bieten. Mehr Informationen zum Bewertungsprozess, den Kriterien und zum Expertengremium finden Sie auf der Website des Materialkompass.

Über das Unterrichtsmaterial

  • Dauer: Die insgesamt vier Übungen sind auf die Dauer einer Doppelstunde (90 Min.) angelegt. Jedoch können sie auch nach Bedarf ausgewählt und flexibel durchgeführt werden.
  • Durch Übungen in Leichter Sprache und mit angepassten Aufgabenstellungen ist das Unterrichtsmaterial niederschwellig gestaltet. Alle Arbeitsblätter wurden durch das Büro für Leichte Sprache der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Leichte Sprache übersetzt und überprüft.
  • Eine ergänzende TaskCards-Pinnwand zeigt alle Übungen sowie eine umfassende Linksammlung zu weiteren unterstützenden Angeboten.
  • Dr. Lea Schulz, Diklusions-Expertin und Sonderschullehrerin, hat die Konzeption und Umsetzung des Unterrichtsmaterials fachlich begleitet.
  • Das Material steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0.
  • Das Unterrichtsmaterial wurde gefördert durch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb).

Die Materialien sind sehr gut an den Kompetenzen der Zielgruppe orientiert und ermöglichen aufgrund der Leichten Sprache einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema Desinformation. Die Materialien sind sehr gut geeignet, um insbesondere die Reflexions-, Handlungs- und Urteilskompetenzen zu fördern. (…) Die Gestaltung der Materialien ist sehr gut geeignet, um sie ohne größeren technischen Aufwand nutzen zu können. Hervorzuheben ist, dass es unter einer CC-Lizenz steht und mit sprechenden QR-Codes arbeitet, die den barrierearmen Zugang unterstützen.

Aus der Expertenbewertung Materialkompass Verbraucherbildung

Hier finden Sie die ausführliche Expertenbewertung im Materialkompass Verbraucherbildung.

Me, myself and AI: Kinder und Jugendliche fragen lieber KI-Chatbots um Rat und Informationen als Erwachsene

KI-Chatbots wie ChatGPT sind kostenlos, leicht zugänglich und einfach zu bedienen. Teilweise sind sie bereits in Plattformen und Dienste eingebaut, die wir ohnehin schon nutzen, so wie der MyAI-Chatbot von Snapchat. In Sekundenschnelle liefern sie genau die Informationen, nach denen wir gesucht haben — und verbessern sich mit scheinbar jeder Anfrage. Allerdings sind solche KI-Chatbots nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche zugänglich.

Der Bericht „Me, myself and AI: Understanding and safeguarding children’s use of AI chatbots” von Internet Matters aus Großbritannien beleuchtet, welche Vor- und Nachteile die Nutzung von KI-Chatbots für Heranwachsende zwischen 9 und 17 Jahren haben kann. Zwischen März und Juli 2025 wurde in einer Umfrage und in Fokusgruppen eine repräsentative Stichprobe an Kindern und Jugendliche sowie deren Erziehungsberechtigte zu ihrer Nutzung und Einstellung zu KI-Chatbots befragt . Außerdem hat Internet Matters in einem Nutzungstest die KI-Anwendungen ChatGPT, MyAI und character.ai mit eigens angelegten Profilen fiktiver Jugendlicher selbst ausgetestet, um diese auf jugendschutztechnische Schwachstellen zu überprüfen.

Schule, Rat und Freundschaft? — Nutzungsverhalten und -motive

Fast zwei Drittel aller befragten Kinder und Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren haben einen KI-Chatbot schon einmal selbst genutzt und alle von ihnen haben zumindest bereits von einem gehört. Zu den beliebtesten Anwendungen zählen ChatGPT (43%), Google Gemini (32 %), My AI (31 %), Microsoft Copilot (20 %) und character.ai (8 %). Am häufigsten werden KI-Chatbots bei schulischen Fragen und Hausaufgaben (42 %), sowie zum Finden von Informationen und Lernen (40 %) hinzugezogen. Allerdings probieren ebenso viele KI-Chatbots aus purer Neugier aus (40 %). Ein weiteres Viertel verbringt zum Spaß Zeit mit Chatbots, ein weiteres Fünftel nutzt sie nur zum Chatten. Problematisch kann es jedoch werden, wenn KI-Chatbots um Rat gefragt werden (23 %), „ein*e Freund*in“ simulieren sollen (6 %) oder für emotionale Unterstützung und Therapie genutzt werden (3 %).

Dabei gibt es signifikante Unterschiede zwischen vulnerablen und nicht vulnerablen Kindern und Jugendlichen. Als vulnerable werden hier Kinder und Jugendliche definiert, welche staatliche Hilfen benötigen, Sonder- und Förderschulen besuchen oder eine physische oder psychische Erkrankung aufweisen, die professionelle Hilfe erfordert. Solche vulnerablen Heranwachsenden nutzen KI-Chatbots nicht nur allgemein intensiver als nicht vulnerable Heranwachsende, sondern greifen auch eher bewusst auf Chatbots wie character.ai oder Replika zu, welche Bezugspersonen nachahmen sollen. Während nur 6 Prozent der nicht vulnerablen Kinder und Jugendlichen solche Chatbots nutzen, sind es bei den vulnerablen fast ein Fünftel. Entsprechend fallen auch deren Nutzungsgründe anders ins Gewicht: Knapp über ein Viertel der vulnerablen Heranwachsenden holt sich bei KI-Chatbots Rat ein, 16 Prozent verwenden Chatbots als Ersatz für Freund*innen und 7 Prozent sucht bei ihnen emotionale Hilfe und Therapie.

Zudem fehlen vielen dieser Plattformen ein robustes Verfahren zur Altersverifikation und zuverlässige Contentfilter. Obwohl die meisten Plattformen erst ab 13 Jahren genutzt werden dürfen, nutzen allerdings 58 % der Kinder zwischen 9 und 12 Jahren KI-Chatbots. Des Weiteren werden trotz aktiver Jugendfilter oft nicht altersgerechte Inhalte angezeigt bzw. Antworten generiert. Bei character.ai haben Minderjährige so Zugriff auf Erotikchats und in Online-Foren wird aktiv geteilt, wie man entsprechende Filter bei ChatGPT und Co. umgehen kann.

Falsche Informationen, falsche Freund*innen: Vor- und Nachteile von KI-Chatbots

Viele der Vorteile von KI-Chatbots stellen gleichzeitig deren Nachteile dar. Beispielsweise nutzen viele Kinder und Jugendliche Chatbots für schulische Zwecke, besonders wenn sie zu Hause keine Hilfe bei Hausaufgaben bekommen oder im Unterricht zu schüchtern sind, um Fragen zu stellen.  Tatsächlich gaben 69 % der Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren an, dass sie durch KI-Chatbots etwas Neues gelernt haben. Allerdings bleibt offen, wie viele dieser Informationen und Quellen falsch oder erfunden gewesen sein könnten. Denn KI-Chatbots können Informationen halluzinieren (also Informationen erfinden), fehlleitende oder unlogische und verwirrende Antworten geben, sowie Vorurteile gegenüber marginalisierten Gruppen reproduzieren. Sie sind nämlich keine fehlerfreien, neutralen Informationsquellen, sondern geben ausschließlich Auskunft über Daten, Meinungen und Einstellungen, welche in ihren Trainingsdaten präsent sind. Obwohl es bereits einige lernspezifische KI-Chatbots wie Khanmigo gibt, welche derartige Probleme umgehen zu versuchen, werden sie von vielen Heranwachsenden als noch inakkurater und weniger hilfreich als nicht-lernspezifische, generische Chatbots eingeschätzt.

Dennoch fragen 58 % der Befragten lieber einen KI-Chatbot nach Informationen, als sie selbst zu suchen. Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen prüft die Antworten, die sie von Chatbots bekommen, zudem nicht durch andere Quellen. Erste Erkenntnisse aus dem MIT Media Lab zeigen, dass eine solche langfristige Abhängigkeit von KI-Chatbots ohne gleichzeitige eigene Recherchen zu niedrigerer Gehirnaktivität und blindem Vertrauen in die KI-generierten Antworten führen kann. Das könnte besonders bei Kindern und Jugendlichen problematisch sein, da sich deren kognitive Kompetenzen und kritisches Denken noch im Entwicklungsstadium befindet. Deswegen ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche schon früh lernen, wie Recherche funktioniert, qualitativ hochwertige Informationen zu erkennen und Informationen anhand von Qualitätskriterien zu hinterfragen. Das Unterrichtsmodul „Sicheres Suchen“ von Medien in die Schulekann dabei helfen, Recherchefähigkeiten auszubauen und das kritische Denken zu fördern.  Um auch vulnerable Zielgruppen erreichen zu können, bietet Medien in die Schule zudem Unterrichtsmaterialien zum Thema „Wie kannst du falsche informationen im Internet erkennen?“ in Leichter Sprache an.

Außerdem werden KI-Chatbots vermehrt als Ersatz für oder Ergänzung zu realen Bezugspersonen verwendet. Zum einen hat dies auf den ersten Blick den Vorteil, dass Kinder und Jugendliche ohne Angst vor negativen Reaktionen Fragen zu einer Bandbreite an Themen stellen können. Das ist besonders hilfreich für Kinder und Jugendliche, welche im echten Leben keine (vertrauenswürdigen) Bezugspersonen haben oder sich nicht trauen, andere nach Rat zu fragen. Einige Chatbots merken sich auch vorherige Konversationen und stellen ungeprompted Nachfragen zum Wohlbefinden oder leiten an professionelle Hilfs- und Beratungsangebote weiter.

Jedoch können KI-Chatbots in keinem Fall ein kompletter Ersatz für Bezugspersonen sein. 31 Prozent der Kinder betrachten KI-Chatbots als „Freund*in“, obwohl es sich nicht um eine reale Person am anderen Ende des Chats handelt. Bei vulnerablen Gruppen ist es sogar die Hälfte. Das ist besonders bedenklich in Anbetracht der Tatsache, dass einige Chatbots schädliche oder gar gefährliche Ratschläge äußern und selbst in heiklen Situationen nicht auf Hilfs- und Beratungsstellen verweisen. 40 Prozent der Befragten nahmen zudem jeglichen Rat der KI blind an und über ein Viertel würde lieber mit einem KI-Chatbot sprechen als mit einer richtigen Person. Dies könnte bedeuten, dass sich Kinder und Jugendliche, die emotional stärker von KI-Chatbots abhängig sind, künftig seltener Erwachsenen oder Gleichaltrigen anvertrauen.

Daher ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche schon früh über die Funktionsweise von KI-Anwendungen aufgeklärt werden, damit sie KI-Chatbots nicht für reale Personen halten und sich den Grenzen der Vertrauenswürdigkeit der Anwendungen bewusst sind. Das entspricht auch dem Wunsch vieler Schüler*innen, dass Schulen und Lehrkräfte mehr zur richtigen und effektiven Nutzung von KI-Chatbots unterrichten sollten. Die Unterrichtseinheit „Machine Learning. Intelligente Maschinen“ bietet einen ersten Einblick darin, wie Künstliche Intelligenz funktioniert und wo Machine Learning überall im Alltag vorkommt. Das Material regt dazu an, Diskussionen über die Zukunft und den weiteren Einsatz von KI-Anwendungen zu führen. Mit dem Unterrichtsmaterial von Experience AI können Schüler*innen zudem ihre eigene KI-Anwendung programmieren und ihr Wissen praktisch vertiefen. In der Materialsammlung von weitklick finden sich darüber hinaus noch weitere Unterrichtsmaterialien rund um KI, welche zur Vertiefung des Themas eingesetzt werden können.

Internet Matters empfiehlt des Weiteren, dass auch Lehrkräfte sich ständig weiter- und fortbilden sollten und klare Richtlinien für die KI-Nutzung in ihrem Unterricht festlegen sollten. weitklick bietet dazu ein umfangreiches, kostenloses Angebot an Fortbildungen zu KI an Schulen.

Weitere Unterrichtsmaterialien

Online-Fortbildung: Stark gegen Desinformation – Wie gelingt Medienbildung für vulnerable Zielgruppen? | 22.05.2025

Die kostenfreie Online-Fortbildung für Lehrende und Pädagog*innen stellt die Medienbildung zu Desinformation und „Fake News“ für vulnerable Zielgruppen in den Mittelpunkt. Sie findet am 22.05.2025 von 14:00 bis 16:00 Uhr statt. Die Fortbildung wird gefördert durch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb).

Über die Online-Fortbildung

Online-Artikel statt Zeitungen, Instagram-Reels und TikTok-Videos statt Fernsehnachrichten: Neben traditionellen Medien greifen Kinder und Jugendliche bei der Informationssuche und Meinungsbildung immer häufiger auf das Internet, soziale Medien und Messengerdienste zurück. Aber nicht alles, was man online sieht, ist echt. Deswegen müssen sie schon früh darin geschult werden, Desinformation zu erkennen und die Qualität ihrer Quellen einschätzen zu können. Viele  Bildungsangebote und Unterrichtsmaterialien sind jedoch nicht für alle Menschen zugänglich gestaltet.

  • Wie können digitale Medien dazu beitragen, die Partizipation junger Menschen zu fördern und inklusionssensible Lernsettings zu gestalten?
  • Welche medienpädagogischen Angebote gibt es zur Förderung der Informations- und Nachrichtenkompetenz im Unterricht oder der Elternarbeit?
  • Und wie können diese angepasst werden, um unterschiedlichen sprachlichen, kognitiven oder sozialen Voraussetzungen gerecht zu werden?

Am 22.5. von 14 bis 16 Uhr diskutieren wir Lösungsansätze, stellen empfehlenswerte Ressourcen vor und ermöglichen Vernetzung! Mit dabei ist unter anderem Sonderpädagogin und Expertin für Diklusion Dr. Lea Schulz.

Die Veranstaltung wird von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) im Rahmen der Medienbildungsprojekte Medien in die Schule und weitklick umgesetzt.

Zur kostenfreien Anmeldung auf weitklick.de

Hinweis: Das Webinar ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

Förderung

Die Fortbildung wird gefördert durch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb).

Webinar: Künstliche Intelligenz verstehen, Medienkompetenz fördern | 29.04.2025

weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veranstaltet ein kostenfreies Webinar am 29.04.2025 zum Thema „Künstliche Intelligenz verstehen, Medienkompetenz fördern“. Es findet von 16 bis 18 Uhr statt.
Was bedeutet der Begriff KI? Welche Chancen und auch Risiken stecken in KI-Anwendungen? Wie können Lehrkräfte junge Menschen im verantwortungsvollen Umgang mit KI unterstützen?

Über das Webinar

Im Webinar tauchen Lehrende gemeinsam mit Expert*innen aus Forschung und medienpädagogischer Praxis in die Welt der Künstlichen Intelligenz ein. Sie erhalten einen kompakten Überblick über die Grundlagen von KI und maschinellem Lernen.
Ob im Kontext von Chatbots, Sprachassistenten oder anderen digitalen Anwendungen, überall begegnet man jetzt dem Begriff „Künstliche Intelligenz“. Auch Kinder und Jugendliche werden im privaten und schulischen Alltag immer wieder damit konfrontiert. Doch nicht alle wissen, was KI eigentlich ist und wie sie funktioniert.
Es wird darauf eingegangen, welche Chancen sich durch die Nutzung von KI-Tools in der Lehrpraxis ergeben, aber auch welche Risiken KI birgt und wo Grenzen in der Anwendung gesetzt werden müssen.
Gastreferent Steffen Brill (Lehrkraft & Gründer von eduhu) blickt auf die Grenzen und Potenziale von KI in der Lehrpraxis. Gemeinsam wird diskutiert, wie Medienbildung rund um KI mit Jugendlichen gelingen kann!

  • Wann? 29.04.2025 | 16:00-18:00 Uhr
  • Wo? Online: Das Webinar wird über das Tool „Zoom“ realisiert.
  • Jetzt kostenfrei anmelden: www.weitklick.de/veranstaltungen/webinar-kuenstliche-intelligenz-verstehen-medienkompetenz-foerdern
  • Hinweis: Das Webinar ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.
  • Datenschutz: Zoom ist ein Service der Zoom Video Communications Inc., die ihren Sitz in den USA hat. Wir nutzen Zoom über den deutschen Betreiber easymeet24. Serverstandort von easymeet24 ist Europa. Weiterhin haben wir innerhalb des Dienstes Zoom die Konfigurationen mit dem höchsten Daten- und Sicherheitsschutz gewählt. Bitte nehmen Sie auch von der Datenschutzerklärung Kenntnis.

Ermöglicht wird das Webinar durch das Programm „Experience AI“: Die FSM setzt dies in Partnerschaft mit der Raspberry Pi Foundation und durch finanzielle Unterstützung von Google.org mit dem Projekt weitklick in Deutschland um.

Erste Evaluation der BIK+-Strategie: Mehr Unterricht über Onlinesicherheit, Desinformation, KI und Zeitmanagement

Im Jahr 2022 rief die Europäische Kommission die neue BIK+-Strategie für die Initiative „Better Internet for Kids“ (BIK) ins Leben. Mit ihr verfolgt sie drei Kernanliegen: die Gewährleistung der Onlinesicherheit für Kinder und Jugendliche, die Vermittlung nötiger digitaler, medialer und technischer Kompetenzen an diese und die Förderung ihrer aktiven Teilhabe an Debatten rund um verwandte Themen. Nun erfolgte zum ersten Mal eine Evaluation der bisherigen Effektivität dieser Strategie. Dafür wurden unter anderem 759 Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren aus 22 europäischen Ländern in Gruppendiskussionen dazu eingeladen, von ihren Eindrücken und Erfahrungen mit der Strategie zu berichten und Verbesserungsvorschläge und Wünsche für die Zukunft zu äußern. Dabei gingen sie auch darauf ein, was Schulen und Lehrkräfte tun könnten, um die Strategie im schulischen Kontext besser umzusetzen.

Zu wenig Aufklärung über Onlinesicherheit an Schulen

Obwohl die Mehrheit der Befragten angab, die Schule sei der wichtigste Ort zur Vermittlung von Informationen und Kompetenzen für die Onlinesicherheit, ergab sich ein eher gemischtes Bild bezüglich der derzeitigen Qualitätder schulischen Arbeit dazu. Viele berichteten, dass Onlinesicherheit an ihren Schulen bisher entweder gar nicht thematisiert wurde oder nur wenige Themen oberflächlich behandelt wurden. Während Cybermobbing und Hate Speech beispielsweise öfter in der Schule besprochen werden, kommt der Schutz der eigenen Daten und Privatsphäre noch deutlich zu kurz.

Zudem werden die im Unterricht verwendeten Materialien als überholt und zu langweilig wahrgenommen. Das liegt laut den Befragten vor allem daran, dass Lehrkräften das nötige Wissen fehlt, um über Risiken von aktuellen Trends oder auf beliebten Plattformen zu reden. Nur wenige würden soziale Medien selbst nutzen und somit proaktiv auf Problematiken nahe der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen eingehen. Deswegen wünschen sich einige Schüler*innen auch, nicht mehr nur von Lehrkräften, sondern auch von älteren Schüler*innen lernen zu können.

Darüber hinaus wünschen die Befragten sich mehr methodisch interessante und thematisch diverse Materialien. Sie fordern, stärker in den Gestaltungsprozess der Unterrichtseinheiten involviert zu werden und dass traditioneller Frontalunterricht durch Seminare, interaktive Workshops, Rollenspiele, Gastvorträge und Projekte ergänzt wird. Abwechslungsreichere Materialien wie informative Poster, Praxisbeispiele und Spiele werden ebenfalls verlangt. Die folgenden Angebote von Medien in die Schule können Ausgangspunkt für die Gestaltung eines solchen vielfältigeren Unterrichts sein:

Desinformation wird von vielen nicht als Problem erkannt

Dass viele Inhalte online falsch, manipuliert oder KI-generiert sind, wissen mittlerweile fast alle Kinder und Jugendlichen. Sorgen diesbezüglich machen sie sich jedoch paradoxerweise noch nicht. Besonders jüngere Kinder vertrauen oft Informationen, ohne diese zu hinterfragen oder zu prüfen, die sie im Internet sehen oder die ihnen von Anwendungen wie ChatGPT geliefert werden. Es herrscht außerdem wenig Verständnis dafür, warum Menschen Desinformation verbreiten und welche Konsequenzen dies haben kann. Trotz der Tatsache, dass Schüler*innen auch bei der Recherche für und in der Schule häufig auf Fake News, nicht vertrauliche Quellen und Deepfakes stoßen, wird das Thema „Desinformation“ im Unterricht eher selten besprochen. Dadurch mangelt es ihnen an konkreten Strategien, wie man Desinformation erkennen kann. So verlassen sich viele ausschließlich auf ihr Bauchgefühl. Die folgenden Materialien können bei der Vermittlungen entsprechender Strategien helfen:

Die Selbstlernkurse zum Thema „Desinformation“  von weitklick können zudem zur Weiterbildung von Lehrkräften genutzt werden und Informationslücken schließen, die aktuell noch von vielen Schüler*innen gesehen werden.

Nutzung von Künstlicher Intelligenz und Online-Zeitmanagement als wichtige Kompetenzen

Künstliche Intelligenz ist ein weiterer Schwerpunkt, der aus Sicht der Befragten an Schulen oft vernachlässigt wird. Ein Großteil der Schüler*innen möchte mehr darüber lernen, wie KI funktioniert und wie man sie verantwortungsvoll und effektiv einsetzen kann. Solches technisches Grundwissen ist auch Voraussetzung für die informierte Teilhabe an Diskussionen über den Einsatz von KI in verschiedenen Lebensbereichen.

Außerdem berichten viele Kinder und Jugendliche, dass sie Probleme dabei haben, ihre Bildschirmzeit einzuschränken. Das könnte unter anderem dazu führen, dass ihre realen Verantwortungen und Aktivitäten wie Hausaufgaben, Treffen mit Freund*innen oder Zeit mit der Familie zu kurz kommen. Sie wünschen sich mehr Hilfe und Unterstützung, um ihren eigenen Medienalltag reflektieren und planen zu können.

Antisemitismus online und Holocaustleugnung im Unterricht behandeln: neue Zusatzeinheit veröffentlicht

Am 27. Januar 2025 fand der 80. Gedenktag der Befreiung des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz statt. Zu diesem Anlass erscheint der Dokumentarfilm „Auschwitz – Countdown zur Befreiung“ als internationales Gemeinschaftsprojekt. Angelehnt an die Dokumentation veröffentlichen wir mit der Zusatzeinheit „Antisemitismus online. Wie kannst du Holocaustleugnung und Antisemitismus im Netz erkennen und von Aufklärungsangeboten lernen?“ ein Unterrichtsmaterial, das Lehrkräften dabei hilft, sich mit Jugendlichen über Antisemitismus auf Online-Plattformen auseinanderzusetzen. Es arbeitet dabei u.a. mit ausgewählten Filmausschnitten. Die gesamte Dokumentation kann von Lehrenden und Schüler*innen (ohne erforderliche Abo-Anmeldung / ohne Werbung) hier online angeschaut werden.

Desinformation, Extremismus, Verschwörungsideologien und Hassrede

Laut der JIM-Studie 2024 stößt die Mehrheit der Jugendlichen mittlerweile online regelmäßig auf mindestens eines dieser Phänomene. Jedoch sind Desinformation und Hass nicht immer sofort zu erkennen: Besonders Juden*Jüdinnen sind häufig von solchen Phänomenen betroffen, beispielsweise in Form von codierten, antisemitischen Beiträgen online. Durch die neue Zusatzeinheit „Antisemitismus online“ sollen Jugendliche deshalb dazu befähigt werden, Hassrede gegen Juden*Jüdinnen zu erkennen, zu widerlegen und aktiv gegen solche Inhalte zu handeln.

Zur Zusatzeinheit und Download verschiedener Dateiformate | Direkt zum PDF

Hinweise für Lehr- und pädagogische Fachkräfte

  • Dauer: Die Zusatzeinheit ist auf die Dauer einer Unterrichtsstunde (45 Min.) angelegt. Unter „Hinweise“ stellen wir die Option vor, die Einheit auf eine Doppelstunde (90 Min.) zu erweitern.
  • Zielgruppe: Die Unterrichtsmaterialien von „Medien in die Schule“ richten sich an Lehrende der Sek. I und II. Für die Bearbeitung der vorliegenden Zusatzeinheit empfehlen wir bereits vorhandenes Basisvorwissen der Schüler*innen zu den Themen Verbrechen des Nationalsozialismus und Holocaust.

Vorgestellt: Filmheft „Auschwitz – Countdown zur Befreiung“

Das medienpädagogische Portal MEDIENRADAR bietet zum Dokumentarfilm „Auschwitz – Countdown zur Befreiung“ ein pädagogisches Filmheft für Lehrende an, um Themen wie den Holocaust, Antisemitismus, Nationalsozialismus und Erinnerungskultur fundiert im Unterricht oder Workshops zu behandeln. Es enthält Hintergrundwissen, Aufgaben und didaktische Anknüpfungspunkte – ideal ab Klassenstufe 9:
Zum Lernmodul auf medienradar.de | direkt zum Filmheft (PDF)

Anne Frank Tag 2025: Digitale Erinnerungsangebote zum Nationalsozialismus und Holocaust

Anlässlich Anne Franks Geburtstag findet am 12. Juni 2025 ein bundesweiter Aktionstag von Schulen gegen Antisemitismus und Rassismus statt. Die Anmeldung dazu läuft noch bis zum 28. Februar. Unter dem Motto „Erinnern und Engagieren digital“ werden die teilnehmenden Schulen dazu motiviert, sich mithilfe verschiedener digitaler Erinnerungsangebote mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust auseinanderzusetzen. Außerdem werden sie dazu angeregt, die Vergangenheit kritisch zu reflektieren und daraus Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen.

Organisiert wird die Aktion vom Anne Frank Zentrum, welches ebenfalls vielfältige, kostenfreie Lernmaterialien für angemeldete Schulen in Print und digital bereitstellt. Anhand einer Plakatausstellung, Zeitungsbeiträgen und einem Zeitzeugen-Interview mit der Jüdin Rozette Kats sollen die Schüler*innen mit dem Leben der Anne Frank und vieler anderer Jüdinnen*Juden unter dem Nationalsozialismus vertraut gemacht werden. Aber auch Lehrkräfte können durch das Begleitheft und Online-Workshops mehr über Antisemitismus und Erinnerungskultur online lernen.

Die Anmeldung dazu erfolgt bis zum 28. Februar 2025 über dieses Formular.

Doch nicht nur am Anne Frank Tag selbst sollen Schulen aktiv werden. Die Schulen werden dazu eingeladen, sich auch in den Wochen rund um den Aktionstag mit der Thematik zu beschäftigen und eigene Projekte zu organisieren. Für den Einsatz im Unterricht eignet sich dazu unsere Zusatzeinheit „Antisemitismus online“. Darin wird thematisiert, wie man versteckte antisemitische Botschaften im digitalen Raum erkennt und es werden weitere digitale Erinnerungsangebote vorgestellt. Zudem stellt das Anne Frank Zentrum auch die Lernmaterialien und eine Karte der Schulprojekte aus den vergangenen Jahren zur Verfügung, die als Anhaltspunkte für eigene Aktionen dienen können.

Safer Internet Day 2025: „Keine Likes für Lügen“ Digitale Schulstunde und Webinar | 11.2. und 18.02.

Wir empfehlen zwei Veranstaltungen anlässlich des Safer Internet Days. Unter dem Motto „Keine Likes für Lügen!“ widmet sich der SID 2025 den Themen Desinformation, Extremismus und Populismus im Netz. Am 11.02.2025 von 10:00 bis 11:30 Uhr findet dazu eine digitale Schulstunde für Schüler*innen der Klassen 8 bis 10 statt, gefolgt von einem Webinar für Fachkräfte und Eltern am 18.02. zwischen 17:00 und 18:30 Uhr.

Die Veranstaltungen sind Aktionen des deutschen Safer Internet Centres, zu dem neben der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) auch klicksafe, eco, jugendschutz.net und die Nummer gegen Kummer e.V. gehören.

Über die digitale Schulstunde

In der digitalen Schulstunde direkt am Safer Internet Day (11. Februar) erweitern die Schüler*innen gemeinsam mit medienpädagogischen Expert*innen nicht nur ihr Wissen über Desinformation und Rechtsextremismus, sondern stärken auch die eigene Handlungskompetenz und digitale Zivilcourage. Expert*innen von klicksafe und jugendschutz.net stellen den Teilnehmenden aktuelle Fallbeispiele und Erkenntnisse vor. Anschließend können sie selbst in Gruppenarbeiten, interaktiven Live-Umfragen und Fragerunden aktiv werden und ihre Kenntnisse festigen. Weitere Informationen über die Veranstaltung finden Sie hier.

Zur Anmeldung bis zum 10.02.2025 über das Online-Formular

Über das Webinar

Im Webinar „Keine Likes für Lügen: Was tun gegen populistische und extremistische (Deep) Fakes im Internet? – Was Fachkräfte & Eltern wissen müssen“ erhalten Eltern und Fachkräfte am 18. Februar einen Überblick über aktuelle Trends und Phänomene im Bereich des Jugendschutzes, Beratungs- und Medienbildungsangebote sowie die rechtliche Lage bezüglich Falschinformationen, (KI-generierten) Deepfakes und Hate Speech. Weitere Informationen über die Veranstaltung finden Sie hier.

Zur Anmeldung über das Online-Formular

Hinweis: Die digitale Schulstunde und das Webinar sind kostenlos! Das Webinar findet per GoTo Webinar statt. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

Über den Safer Internet Day

Der Safer Internet Day (SID) ist ein weltweiter Aktionstag für mehr Online-Sicherheit und für ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche. Er findet seit 2004 immer am Dienstag der zweiten Februarwoche statt und setzt jedes Jahr einen neuen thematischen Schwerpunkt im Rahmen des internationalen Mottos „Together for a better internet“. In Deutschland wird der Safer Internet Day von der EU-Initiative klicksafe koordiniert und stellt in diesem Jahr mit dem Motto „Keine Likes für Lügen! – Erkenne Extremismus, Populismus und Deepfakes im Netz“ die Aufklärung und Befähigung von Kindern und Jugendlichen zum Erkennen von Falschinformationen sowie populistischen und extremistischen Narrativen in den Mittelpunkt.