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Update Medienkompetenz  – Fortbildungen im neuen Schuljahr ab September 2026

Das Projekt „Update Medienkompetenz – Lehrende fitmachen gegen Desinformation, Extremismus und Hate Speech” der gemeinnützigen Institutionen FSM e.V. und mediale pfade ist nach den Sommerferien zurück mit neuen spannenden Online-Fortbildungen.  Das Projekt wird im Rahmen von Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. 

„Update Medienkompetenz“ startet ins neue Schuljahr mit der Fortbildung „Unsocial Networks: Politische Medienbildung gegen Hate und Fakesam 07.09.2026 mit Dr. Valentin Dander und Fabian des Projekts toneshift der GMK. Der Fokus der Veranstaltung liegt neben dem Kennenlernen der Medienwelt von Jugendlichen und politisch extremistischen Strategien, auf pädagogischen Beispielprojekten, sowie auf Impulsen für die Medienbildung.

Weiter geht es am 14.09.2026 mit der Fortbildung „Zwischen Influencing und Extremismus: Aktuelle Erscheinungsformen islamistischer Propaganda in sozialen Medien“. Isabel Binzer, Fachreferentin für Politischen Extremismus bei jugendschutz.net, gibt einen Überblick darüber, wie Jugendliche mit demokratiegefährdenden und extremistischen Inhalten in Kontakt kommen. Dabei geht es unter anderem über islamistische Online-Propaganda und wie sich demokratiefeindliche Botschaften in den TikTok-Algorithmen mit der Glorifizierung dschihadistischer Kämpfer als vermeintlich coole „Helden“ vermischt.

Beide Veranstaltungen bieten zudem Raum für Fragen und stellen Möglichkeiten vor, das Gelernte in den Unterricht und die Bildungsarbeit zu transferieren.

Die Teilnahme an den Online-Fortbildung ist kostenfrei und offen für alle Interessierten. Sie können sich auf weitklick.de/veranstaltungen oder direkt hier anmelden. 

Förderung

„Update Medienkompetenz“ wird im Rahmen von Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.

Virtueller Elternabend: Mein erstes Smartphone – so startet Ihr Kind sicher und entspannt

Elternguide.online lädt gemeinsam mit JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und dem Deutschen Kinderhilfswerk zum kostenfreien Virtuellen Elternabend am 05. Mai 2026 von 17:00 bis 18:00 Uhr online ein. Der Abend widmet sich dem Thema „Mein erstes Smartphone“.

Über den virtuellen Elternabend

Das erste Smartphone bringt viele neue Möglichkeiten aber auch Herausforderungen mit sich. Beim virtuellen Elternavend erhalten Sie Tipps zu sicheren Einstellungen, zum Schutz persönlicher Daten sowie zu kindgerechten Apps. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind bei der Smartphone Nutzung begleiten und für einen selbstsicheren Umgang mit Kontaktrisiken, Kostenfallen und Co. stärken können.

Die Veranstaltung wird von Sophia Mellitzer vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und Martin Fischer vom Deutschen Kinderhilfswerk durchgeführt. Die beiden Referent*innen stehen Ihnen nach dem medienpädagogischen Input für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Zur Anmeldung auf Elternguide.online

Moderation: FSM e.V.

Hinweis: Der virtuelle Elternabend findet per Zoom statt. Er ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Dieser Elternabend wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

Update Medienkompetenz: Online-Fortbildung zu Desinformation, Hate Speech und Radikalisierung 

Das Projekt „Update Medienkompetenz – Lehrende fitmachen gegen Desinformation, Extremismus und Hate Speech” der gemeinnützigen Institutionen FSM e.V. und mediale pfade e.V. startet am 29.04.2026 von 15:00 – 16:30 Uhr mit der kostenfreien Online-Fortbildung „Demokratiegefährdung im Feed? Jugendliche im Umgang mit Desinformation, Hate Speech und Radikalisierung online stärken”. Das Projekt wird im Rahmen von Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.  

Jugendliche begegnen auf  Social Media, Videoplattformen und in Messenger-Diensten immer häufiger Desinformation, Hate Speech und extremistischen Inhalten. Diese Inhalte können auf gefährliche Weise die Meinungsbildung beeinflussen sowie das Vertrauen in demokratische Akteur*innen und Prozesse schwächen. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die Medienwelten Heranwachsender und vermittelt Grundlagenwissen zu demokratiegefährdenden Inhalten aus juristischer sowie medienpädagogischer Perspektive. Die Teilnehmenden haben Gelegenheit, Fragen zu stellen und erhalten praktische Impulse, wie sie die Inhalte der Fortbildung in Unterricht und Bildungsarbeit integrieren können.

Die Online-Fortbildung wird von Expert*innen aus Rechtswissenschaft und Medienbildung durchgeführt.  

Die Teilnahme an der Online-Fortbildung ist kostenfrei und offen für alle Interessierten. Sie können sich bis zum 29.04.2026 hier anmelden

Förderung 

„Update Medienkompetenz“ wird im Rahmen von Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. 

Jugend Internet Monitor: Social Media Nutzung von Jugendlichen in Österreich 

Der Jugend-Internet-Monitor liefert einen umfassenden Überblick darüber, welche sozialen Netzwerke und Online-Plattformen von Jugendlichen in Österreich genutzt werden und welche Entwicklungen sich im digitalen Verhalten der 11- bis 17-Jährigen abzeichnen. Die jährlich erhobene, repräsentative Studie von Saferinternet.at, dem Safer Internet Center für Österreich, zeigt für das Jahr 2026 einen deutlichen Wandel: Während die Nutzung klassischer Social-Media-Plattformen spürbar zurückgeht, gewinnen KI-gestützte Chatbots massiv an Bedeutung. Laut der Erhebung nutzen 94 Prozent der Jugendlichen Chatbots, was als zentrale Ursache für den Rückgang der Social-Media-Nutzung gesehen wird.  

Social Media Nutzung 

Die beliebtesten Apps bleiben trotz allgemeiner Rückgänge dieselben: WhatsApp liegt mit einer Nutzung von 82 Prozent weiterhin an der Spitze, gefolgt von YouTube (76 Prozent). Snapchat wird von 65 Prozent der Jugendlichen genutzt, TikTok und Instagram jeweils von 64 Prozent, und Microsoft Teams von 31 Prozent. Alle großen Plattformen verlieren im Vergleich zum Vorjahr zwischen vier und neun Prozentpunkten. Die Studie zeigt außerdem, dass Jugendliche Inhalte zunehmend passiv rezipieren. Die algorithmisch gesteuerte Ausspielung von Inhalten verdrängt dabei das gezielte Verfolgen selbst ausgewählter Creator*innen. 

Mit dem Medien in die Schule Material „Jugendliche online” können junge Menschen ihre Internetnutzung reflektieren. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Nutzungsverhalten ermöglicht selbstbestimmte und kompetente Medienerfahrungen:  

Geschlechterspezifische Unterschiede

Geschlechterspezifische Unterschiede in der Nutzung großer Social-Media-Plattformen sind 2026 kaum noch ausgeprägt. Unterschiede zeigen sich jedoch auf spezialisierten Plattformen: Discord wird von 28 Prozent der Jungen, aber nur 5 Prozent der Mädchen genutzt. Ähnlich verhält es sich bei Twitch (23 Prozent Jungen gegenüber 5 Prozent Mädchen). Auf der Spieleplattform Roblox gleichen sich die Werte stärker an (25 Prozent Jungen gegenüber 21 Prozent Mädchen). Pinterest weist ein umgekehrtes Geschlechterverhältnis auf und wird deutlich häufiger von Mädchen (55 Prozent) als von Jungen (8 Prozent) genutzt. Ähnliches gilt für Reddit (14 Prozent Jungen gegenüber 3 Prozent Mädchen) sowie für X/Twitter (12 Prozent Jungen gegenüber 4 Prozent Mädchen).  

Unzufriedenheit mit digitalen Angeboten

Neben den quantitativen Entwicklungen macht die Studie auch qualitative Trends sichtbar. Viele Jugendliche berichten von einem „Sättigungsgefühl“ gegenüber digitalen Angeboten. Sie kritisieren die wachsende Menge an Werbung, die zunehmende Ähnlichkeit der Inhalte über verschiedene Plattformen hinweg sowie die Konfrontation mit belastenden Inhalten und Hasskommentaren. Diese Entwicklung passt zu der generell rückläufigen Social-Media-Aktivität Heranwachsender. 

Für Jugendliche ist es wichtig, dass wenn sie online auf belastende Inhalte treffen, sie mit diesen nicht allein gelassen werden. Das Erlebte einzuordnen sowie Umgangsstrategien zu entwickeln und Anlaufstellen kennenzulernen ist dabei von zentraler Bedeutung. Passendes Material für den Unterrichtfinden Sie nachfolgend:  

Verändertes Nutzungsverhalten gibt Hinweise auf relevante Inhalte für die Medienbildung

Der Jugend-Internet-Monitor 2026 zeigt insgesamt eine deutliche Verschiebung im digitalen Verhalten österreichischer Jugendlicher. Die Relevanz klassischer sozialer Netzwerke nimmt ab, während KI-basierte Dienste und algorithmischer Medienkonsum weiter an Bedeutung gewinnen. Die digitale Lebenswelt Jugendlicher verändert sich. Diese Veränderungen sowie KI-Anwendungen und algorithmische Empfehlungssytsemen, etwa in Social Media Feeds, muss Medienbildung adressieren. 

Medien in die Schule bietet hierfür passendes Unterrichtsmaterial. Mit den Modulen zu Machine Learning können Schüler*innen ein Grundverständnis für die Funktionsweise von lernenden Algorithmen entwickeln: 

Das zugehörige Glossar gibt Schüler*innen und Lehrkräften einen Überblick zu den relevanten Begriffen rund um das Thema KI: 

„myDigitalWorld” Jugendwettbewerb 

myDigitalWorld Logo

Der Jugendwettbewerb myDigitalWorld animiert seit 2015 junge Menschen dazu sich mit dem Thema Sicherheit im Netz zu beschäftigen und lädt auch 2026 erneut Schüler*innen dazu ein, sich mit Medienkompetenz kreativ auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb wird zweijährlich von Deutschland sicher im Netz e. V. (DsiN)  gemeinsam mit den Partnern Kinderschutzbund Bundesverband und FSM – Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter ausgerichtet und prämiert die besten Beiträge mit attraktiven Sach- und Geldpreisen. Als Hauptpreis gibt es eine Klassenfahrt nach Berlin zu gewinnen.

Teilnahmeberechtigt sind Schulklassen sowie Gruppen ab fünf Personen der Jahrgangsstufen 7 bis 12 aller Schulformen. Eingereicht werden können Beiträge aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (DACH-Region). Wichtig ist, dass die Arbeiten selbstständig von den Schüler*innen unter Begleitung einer Lehrkraft erstellt werden. Der Einsendeschluss für die aktuelle Wettbewerbsrunde ist der 30. April 2026.  

Für die Teilnahme stehen drei Aufgabenstellungen zur Auswahl. In der Kategorie „Echt oder Erschwindelt? – Auf Spurensuche im Netz!“ befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit der kritischen Bewertung von Informationen und dem Erkennen digitaler Betrugsmaschen. Die Aufgabe „Digitalisierung 2035: Wie sieht unsere Welt in 10 Jahren aus?“ fordert dazu auf, Zukunftsvisionen einer zunehmend vernetzten Gesellschaft zu entwickeln. Alternativ können Beiträge in der offenen Kategorie „Dein Beitrag für mehr Sicherheit im Netz“ eingereicht werden, in der eigene Ideen der Schüler*innen rund um digitale Sicherheit umgesetzt werden können. 

Die Beiträge können in verschiedenen Formaten eingereicht werden: zum Beispiel als selbstproduziertes Video, als Multimedia-Präsentation mit visuellen und auditiven Elementen oder als Infografik in Form eines Lernplakats. Die genauen Vorgaben für die jeweilige Kategorie finden sich hier.  

Warum lohnt es sich, teilzunehmen? 

Der Wettbewerb bietet Lehrkräften eine praxisnahe Möglichkeit, digitale Bildung und Medienkompetenz fächerübergreifend zu fördern. Die Themen lassen sich  gut in den Unterrichtsfächern Informatik, Gesellschaftslehre, Deutsch, Ethik, Kunst oder projektorientierte Lernformate integrieren. Der MyDigitalWorld unterstützt junge Menschen dabei, sich kritisch und selbstbewusst mit digitalen Herausforderungen auseinanderzusetzen und Verantwortung für ein sichereres Internet zu übernehmen.  

Weitere Informationen sowie das Einreichungsformular finden sich auf der Wettbewerbsseite unter mydigitalworld.org/mitmachen. 

Vorgestellt: Neues Unterrichtsmaterial „KI and me. Wie künstliche Intelligenz unser Leben prägt.”

Künstliche Intelligenz ist mittlerweile fest in unserem Alltag angekommen. Auch Kinder und Jugendliche nutzen KI-basierte Anwendungen bewusst – etwa Chatbots, Bildgeneratoren oder Suchmaschinen – oder kommen unbewusst damit in Kontakt, zum Beispiel in Spielen oder auf Social Media. KI verändert bereits jetzt unsere Erfahrungswelt und eröffnet neue Chancen, birgt aber auch Risiken wie Deepfakes, Desinformation, parasoziale Beziehungen oder idealisierte Schönheitsbilder. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, KI-generierte Inhalte zu erkennen und Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. 

Deshalb ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche nicht nur lernen, Anwendungen zu nutzen, sondern die Systeme dahinter verstehen und sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, um eigene fundierte Meinungen zu entwickeln. Medienbildung sollte sowohl technische Grundlagen vermitteln als auch für Risiken sensibilisieren. KI and me. Wie künstliche Intelligenz unser Leben prägt.” setzt genau hier an. 

Über das Lehrmaterial 

Ein Finger zeigt auf den Text "KI and me: Wie künstliche Intelligenz unser Leben prägt." Daneben: Ein Stapel bunter Arbeitshefte Grafiken und Text im Comic-Stil. Logos von klicksafe und FSM.

Das neue Unterrichtsmaterial von klicksafe in Kooperation mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) thematisiert Künstliche Intelligenz (KI) und ihre Auswirkungen auf das tägliche Leben – insbesondere in der Lebenswelt Jugendlicher. „KI and me” ist ab der 7. Klasse einsetzbar. In sechs niedrigschwelligen Unterrichtsprojekten setzen sich die Schüler*innen mit Chancen und Herausforderungen der KI auseinander und entwickeln eigene Standpunkte. 

Der Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat das Lehrmaterial mit „sehr gut“ bewertet. Es kann kostenlos heruntergeladen oder für einen Umkostenbeitrag von 3,00 Euro pro Exemplar bestellt werden. 

Das Einführungskapitel erläutert die Grundlagen von KI, stellt bekannte Anwendungen vor und beleuchtet Veränderungen in Wirtschaft, Arbeit und Bildung. Außerdem bietet es einen Einstieg in das Thema KI-Regulierung. Das zweite Kapitel widmet sich der Frage „Wie prägt KI unser Leben?” und beleuchtet Einflüsse auf Kommunikation, Selbstbild, Beziehungen, Kreativität, Wissen und Sicherheit. Der dritte Teil befasst sich mit Schule und KI. Unter anderem werden KI-Assistenten für den Unterricht vorgestellt und die Frage beleuchtet, wie Lernen trotz – oder gerade mit – KI gelingen kann. Im abschließenden Kapitel finden sich sechs Projekte zu Themen wie KI-Ethik, KI-Influencer*innen und parasozialen Beziehungen. Die Aufgaben ermöglichen es Schüler*innen, anhand konkreter Beispiele tiefer in einzelne Aspekte einzutauchen und praktische Erfahrungen zu sammeln. 

Zum kostenlosen Download sowie zur Bestellung | Direkt zur PDF-Datei 

Note „Sehr gut“ für unser Unterrichtsmaterial in Leichter Sprache

Tolle Nachrichten zum Jahresbeginn: Der Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat die „Medien in die Schule“ Übungen „Wie kannst du falsche Informationen im Internet erkennen?“ kürzlich mit „sehr gut“ bewertet! Das Unterrichtsmaterial zur Stärkung der Informations- und Nachrichtenkompetenz von vulnerablen Zielgruppen ist mithilfe von Leichter Sprache und angepassten Aufgabenstellungen in Klassen mit Schüler*innen unterschiedlichster Lernvoraussetzungen sowie sonderpädagogischer Förderschwerpunkte einsetzbar.

Besonders hervorgehoben in der Gesamtbewertung werden die Übungen in Leichter Sprache sowie die Verwendung sprechenden QR-Codes. So würde ein sehr niedrigschwelliger Zugang zu diesem komplexen Thema ermöglicht. Der Materialkompass Verbraucherbildung möchte Lehrer*innen in der Fülle an verfügbaren Materialien für den Unterricht eine Orientierung bieten. Mehr Informationen zum Bewertungsprozess, den Kriterien und zum Expertengremium finden Sie auf der Website des Materialkompass.

Über das Unterrichtsmaterial

  • Dauer: Die insgesamt vier Übungen sind auf die Dauer einer Doppelstunde (90 Min.) angelegt. Jedoch können sie auch nach Bedarf ausgewählt und flexibel durchgeführt werden.
  • Durch Übungen in Leichter Sprache und mit angepassten Aufgabenstellungen ist das Unterrichtsmaterial niederschwellig gestaltet. Alle Arbeitsblätter wurden durch das Büro für Leichte Sprache der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Leichte Sprache übersetzt und überprüft.
  • Eine ergänzende TaskCards-Pinnwand zeigt alle Übungen sowie eine umfassende Linksammlung zu weiteren unterstützenden Angeboten.
  • Dr. Lea Schulz, Diklusions-Expertin und Sonderschullehrerin, hat die Konzeption und Umsetzung des Unterrichtsmaterials fachlich begleitet.
  • Das Material steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0.
  • Das Unterrichtsmaterial wurde gefördert durch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb).

Die Materialien sind sehr gut an den Kompetenzen der Zielgruppe orientiert und ermöglichen aufgrund der Leichten Sprache einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema Desinformation. Die Materialien sind sehr gut geeignet, um insbesondere die Reflexions-, Handlungs- und Urteilskompetenzen zu fördern. (…) Die Gestaltung der Materialien ist sehr gut geeignet, um sie ohne größeren technischen Aufwand nutzen zu können. Hervorzuheben ist, dass es unter einer CC-Lizenz steht und mit sprechenden QR-Codes arbeitet, die den barrierearmen Zugang unterstützen.

Aus der Expertenbewertung Materialkompass Verbraucherbildung

Hier finden Sie die ausführliche Expertenbewertung im Materialkompass Verbraucherbildung.

Kriege und Katastrophen in den Medien: Kinder und Jugendliche in Unterricht und Bildungsarbeit begleiten

Ereignisse wie Kriege, Naturkatastrophen oder Unfälle dominieren oft tagelang die Medienberichterstattung. Gleichzeitig finden sie durch Kurzvideos ihren Weg in die Feeds der Social Media Plattformen. Kinder und Jugendliche nehmen diese Themen und Inhalte wahr. Viele Informationen sind jedoch schwer verständlich, drastisches Bild- und Videomaterial kann zudem beängstigend und schwer zu verarbeiten sein. Wie können Kinder altersgerecht an Nachrichten herangeführt werden? Wie können wir Jugendliche unterstützen, mit Social Media Content zu solchen Ereignissen umzugehen?

Kinder und Jugendliche begleiten

Heranwachsende möchten die Welt verstehen lernen. Doch Nachrichten für Erwachsene können für Kinder und Jugendliche zu komplex oder sogar erschreckend sein. Bilder von Gewalt oder Katastrophen können sie überfordern, im schlimmsten Fall negativ in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Online erschweren zudem „Fake News“, politische Meinungsmache sowie aus den Kontext genommene Bilder und Videos es, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden.

Wichtig ist eine Auswahl geeigneter, altersgerechter Medieninhalte zu aktuellen Themen sowie die Begleitung junger Menschen. Eltern, Bezugspersonen und Lehrkräfte können so helfen, das Gesehene einzuordnen.

  • Sprechen Sie über das Gesehene: Fragen Sie bei Kindern und Jugendlichen nach, was sie verstanden haben, und erklären Sie offen, was passiert ist.
  • Gemeinsam seriöse Nachrichten schauen oder hören: So können Sie helfen, Inhalte einzuordnen – besonders bei schwierigen Themen.
  • Nehmen Sie Ängste ernst: Kinder können nicht immer unterscheiden, ob etwas weit weg oder bedrohlich für sie ist.
  • Erklären Sie, was Falschmeldungen sind: Zeigen Sie, wie man Quellen prüft und warum nicht alles stimmt, was online steht.
  • Lassen Sie Jugendliche mitreden: Sprechen Sie über Social Media, Nachrichtenkanäle und Influencer*innen – und lernen Sie gemeinsam.

Unterstützung für Unterricht und Bildungsarbeit:

Virtueller Elternabend: KI – Hype, Hilfe oder Gefahr? Kinder und Jugendliche aufklären und begleiten | 11.02.2026

Elternguide.online lädt ein zum kostenfreien Virtuellen Elternabend am 11. Februar 2026 von 17:00 bis 18:00 Uhr online – im Rahmen des Safer Internet Day 2026. Der Abend widmet sich dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) und ihrer Rolle im Alltag von Kindern und Jugendlichen.

Über den virtuellen Elternabend

KI ist im Alltag von Kindern und Jugendlichen angekommen. Integriert in Social Media und Messenger Apps oder als Hilfe bei Hausaufgaben und zum Lernen. Welche Anwendungen sind bei jungen Menschen besonders beliebt? Welche Chancen eröffnen sich – und wo lauern Risiken? Für Eltern ist es nicht immer leicht, auf dem neusten Stand zu sein und ihre Kinder bei der sicheren Nutzung zu begleiten.

Der Elternabend gibt einen Überblick über die beliebtesten KI-Anwendungen und deren Bedeutung im Medienalltag von Heranwachsenden. Der Fokus liegt auf möglichen Gefahren bei der Kommunikation mit Chatbots: von Desinformation über nicht altersgerechte oder problematische Inhalte bis hin zur Frage, was passiert, wenn digitale Assistenten echte zwischenmenschliche Beziehungen ersetzen.

Lidia de Reese und Nils Rudolf (FSM) leiten mit einem medienpädagogischer Input ins Thema ein. Im Anschluss gibt es Zeit für Ihre Fragen und einen offenen Austausch. Mehr zum Safer Internet Day 2026 erfahren Sie hier.

Zur Anmeldung auf Elternguide.online

Moderation: FSM e.V.

Hinweis: Der virtuelle Elternabend findet per Zoom statt. Er ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Dieser Elternabend wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

JIM-Studie 2025: Immer mehr Jugendliche nutzen und verlassen sich auf KI

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) hat am 14. November 2025 die neue JIM-Studie vorgestellt. Im Rahmen der jährlichen repräsentativen Untersuchung wurden 1.200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren zu ihrer Mediennutzung befragt. Bereits im Vorjahr beschäftigte sich die Studie auch mit der KI-Nutzung von Jugendlichen, in diesem Jahr liegt auf dieser der Fokus. Es zeigt sich: Immer mehr Jugendliche nutzen bereits KI-Anwendungen, vor Allem ChatGPT (Anstieg der Nutzung um 27 % im Vergleich zu 2024). Hauptsächlich werden KI-Tools zum Lernen oder für Hausaufgaben (74 %) eingesetzt, aber auch um herauszufinden, wie etwas geht (54 %) oder zu privaten Recherchezwecken (70 %) setzen junge Menschen auf Künstliche Intelligenz

KI-Tools als Informationsquelle und zum Lernen

Gerade, was die Informationssuche angeht, hat KI im Vergleich zum Vorjahr stark an Bedeutung gewonnen. ChatGPT steht an zweiter Stelle, was die gezielte Suche nach Informationen im Internet angeht. Am meisten genutzt werden weiterhin Suchmaschinen wie Google. Dabei muss beachtet werden, dass Google seit diesem Jahr standardmäßig integrierte KI-Zusammenfassungen anbietet. Es zeigt sich: KI ist bei der Informationssuche und aus dem Alltag junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Trotzdem bereitet das Thema KI  44 % der Mädchen und 31 % der Jungen sorgen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Jugendliche verstehen, wie diese Anwendungen funktionieren und frühzeitig einen kompetenten und kritischen Umgang mit KI-Tools erlernen. Das Material zu Machine Learning von Medien in die Schule kann dabei helfen und erste Grundlagen vermitteln, sowie KI-Kompetenzen Heranwachsender stärken:

Selbstregulierung bei der Handynutzung fällt schwer

Das Smartphone ist das beliebteste Endgerät: Im Durchschnitt benutzen Jugendliche es 231 Minuten pro Tag, mit zunehmendem Alter sogar länger. Der Messengerdienst WhatsApp bleibt die mit Abstand beliebteste App, gefolgt von den Social Media-Plattformen Instagram und Snapchat. Insgesamt intensiviert sich die Social Media Nutzung. Im Vergleich zum Vorjahr geben mehr Jugendliche an, die Angebote mehrmals täglich zu nutzen. Die Selbstregulierung bei der Nutzung fällt vielen jedoch schwer. Die Jugendlichen verbringen oft mehr Zeit am Handy als sie geplant haben, und ein Drittel bekommt aufgrund der nächtlichen Handynutzung zu wenig Schlaf. Nur 36 % geben an, ihr Handy regelmäßig bewusst auszuschalten, obwohl weit über die Hälfte (67 %) der Jugendlichen angeben, Zeit ohne ihr Handy zu genießen. Die Unterrichtseinheiten aus der Reihe “Jugendliche Online” regen dazu an, das eigene Mediennutzungsverhalten zu reflektieren und ggf. anzupassen:

Die Sorge vor Krieg und Konflikten ist gestiegen

Die größten Sorgen machen sich die Befragten auch in diesem Jahr um das Weltgeschehen wie politische Entwicklungen und Kriege (41 %). Auch bei den für Jugendliche interessanten Themen steigt das Interesse an kriegerischen Auseinandersetzungen deutlich an (2025: 55 %, 2024: 44 %). Freude bereiten hingegen vor Allem persönlich-biografische Entwicklungen und Erfolge wie der Schulabschluss und Studium oder Ausbildung (32 %), sowie Volljährigkeit, Berufseinstieg oder die eigene Wohnung (25 %). Auf die Frage, worauf sie sich freuen konnten, 17 % der jungen Menschen nichts benennen. Der Anteil der Jugendlichen ohne konkrete Vorfreuden ist in jüngerem Alter höher (12-15 Jahre 21 %) und nimmt in der Gruppe der Älteren ab (16-19 Jahre 12 %).

Problematische Internetphänomene weiterhin im Aufwärtstrend

Die Konfrontation mit Desinformation, Hassrede und Verschwörungsideologien hat zugenommen. Der Anteil der Jugendlichen, die noch nie mit diesen Phänomenen in Kontakt gekommen ist, nimmt ab (2024 23 %, 2025 17 %). Mit steigendem Alter steigt auch das Kontaktrisiko. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. So begegneten zum Beispiel zwei Drittel der Jugendlichen „Fake News“ bzw. Desinformation im letzten Monat. Gleichzeitig sind die Kompetenzen im Erkennen von Desinformation gering. So geben beispielsweise nur 35 % an, Deepfakes gut oder sehr gut zu erkennen. Dabei schätzen Mädchen (27 %) ihre Kompetenz deutlich geringer ein als Jungen (42 %). Jugendliche müssen dringender denn je lernen, Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.

Für Klassen mit Schüler*innen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen sowie sonderpädagogischen Förderschwerpunkten kann das neue Unterrichtsmaterial zum Thema Desinformation in Leichter Sprache eingesetzt werden:

Fast die Hälfte der Befragten gab an, in Kontakt mit Hassbotschaften und Verschwörungsideologien gekommen zu sein. Dieser Trend setzt sich aus den vergangenen Jahren fort. Online persönlich angegriffen wurden 10 % der Befragten und ein Drittel berichtet, mitbekommen zu haben, wie jemand aus dem eigenen Bekanntenkreis online angegriffen wurde. Mit den folgenden Materialien können sich Schüler*innen mit Hate Speech auseinandersetzen und sich Strategien aneignen, um besser mit solchen Vorfällen und Inhalten umzugehen. Außerdem lernen sie, Verschwörungsideologien zu erkennen sowie zu verstehen, wie Hatespeech und Verschwörungsideologien zusammenhängen:

In den Einheiten zur Online-Kommunikation entwickeln Schüler*innen Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Cybermobbing und lernen Unterstützungsangebote kennen. Außerdem stellen sie gemeinsam Regeln für Gruppenchats auf: