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Vorgestellt: Dossier Daten & Privatsphäre – unsere digitalen Spuren | MEDIENRADAR

Die medienpädagogische Lernplattform MEDIENRADAR hat ein neues Dossier zum Thema „Daten & Privatsphäre – unsere digitalen Spuren“ veröffentlicht. Das Dossier widmet sich in Artikeln, Medienbeispielen und Interviews verschiedenen Fragen, u.a. nach digitalen Datenspuren, wie diese entstehen und genutzt werden, wie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz in der Praxis umgesetzt werden oder welche Herausforderungen für Jugendliche mit ihren digitalen Lebenswelten bezüglich Datensouveränität und Privatsphäre bestehen. Es möchte mithilfe der Lehrmaterialien Anreize zur Bearbeitung des Themas im Unterricht schaffen.

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https://youtu.be/faq_zrB1q34_%_
Erklärvideo: Ich habe doch eh nichts zu verbergen | Medienradar erklärt

Das Dossier

Überall hinterlassen wir Datenspuren. Während im Jahr 2017 jeder Mensch im Durchschnitt täglich über 600 Megabyte an digitalen Daten erzeugte, sind es heute mehr als ein Gigabyte pro Tag. Und während bis Ende der 80er-Jahre noch weniger als ein Prozent aller Daten digital verfügbar waren, hat sich das Verhältnis inzwischen umgekehrt und nur noch 1 Prozent aller Daten sind analog vorhanden. Bis zum Jahr 2025 soll diese Menge an digital verfügbaren Daten nochmal um mehr als das fünffache steigen (Quelle: wirtschaftsforum.de).

Ein Großteil der Datenmengen wird ganz beiläufig von uns selbst produziert: wenn wir Suchmaschinen im Internet nutzen, in sozialen Netzwerken kommunizieren, Kredit- oder Kundenkarten verwenden, E-Mails versenden, unsere Standortdaten veröffentlichen oder im Internet shoppen. Unternehmen speichern und nutzen diese Daten, um daraus wertvolle Nutzer:innenprofile zu erstellen oder sie an andere Firmen zu verkaufen.

Damit das Recht auf informationelle Selbstbestimmung oder der Datenschutz davon nicht beeinträchtigt werden, wird in sämtlichen Verträgen und AGBs zwar detailliert beschrieben, welche personenbezogenen Daten über uns gespeichert und zu welchem Zweck sie verarbeitet werden, aber diese durchzulesen und zu verstehen, ist oftmals sehr mühsam. Hier den Überblick zu behalten, ist für den:die Einzelne:n kaum noch möglich. Noch undurchsichtiger wird die Kontrolle der eigenen Daten beim Thema staatlicher oder privater Überwachung als Mittel für mehr Sicherheit in der Gesellschaft.

Screenshot: Dossier Daten & Privatsphäre – unsere digitalen Spuren, medienradar.de

Doch was genau bedeutet das für uns? Wie können wir verstehen, wo diese ganzen Daten über uns gespeichert werden und mit welchen Absichten? Bezahlen wir im Netz inzwischen tatsächlich mit unseren Daten? Was kann passieren, wenn sensible Daten in die Hände Unbefugter kommen? Und wie unterscheidet man überhaupt sensible von weniger sensiblen Daten? Vor welchen Herausforderungen stehen insbesondere Jugendliche, die nur schwer auf die verlockenden digitalen Angebote verzichten können, sofern sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben möchten? Und wie kann es gelingen, die eigene Datensouveränität und Privatsphäre ein Stück weit wiederzuerlangen?

Zum Dossier Daten & Privatsphäre – unsere digitalen Spuren

Über MEDIENRADAR

MEDIENRADAR ist ein Projekt der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). Der Aufbau des Angebotes wurde durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gefördert. Partner*innen des Projekts sind die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz, die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) und das JFF – Institut für Medienpädagogik in Theorie und Praxis.
Als medienpädagogisches Portal richtet sich MEDIENRADAR an Fachkräfte in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit und bereitet aktuelle Medienthemen auf, die die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unmittelbar berühren. Das thematisch passende Lehrmaterial ergänzt die Inhalte und kann flexibel in der pädagogischen Bildungsarbeit eingesetzt werden. Die Dossiers behandeln unterschiedliche Schwerpunktthemen und setzen sich aus den Bereichen Hintergrundwissen, Lehrmaterial und Mediensammlung zusammen.

vzbv Materialkompass bewertet Unterrichtsmaterialien mit „sehr gut“

Wir freuen uns sehr: Der Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat zwei „Medien in die Schule“ Unterrichtsmaterialien kürzlich mit „sehr gut“ bewertet! Dabei handelt sich um das Unterrichtsmaterial Machine Learning. Intelligente Maschinen und das 2021 neu veröffentlichte Modul zum Thema Desinformation online im Unterrichtsmaterial Meinung im Netz gestalten.
Der Materialkompass Verbraucherbildung wurde entwickelt, um Lehrer*innen in der Fülle an verfügbaren Materialien für den Unterricht eine Orientierung zu bieten. Mehr Informationen zum Bewertungsprozess, den Kriterien und zum Expertengremium finden Sie auf der Website des Materialkompass.

Unterrichtseinheit: Machine Learning. Intelligente Maschinen.

Lehrer*innen erhalten in flexibel einsetzbaren Unterrichtsmodulen Informationen, vielfältige Methoden und Praxisanregungen rund um Künstliche Intelligenz (KI) für den Unterricht. Die Einheit gliedert sich in vier Module, in denen sich die Schüler*innen aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Machine Learning Algorithmen und Anwendungen auseinandersetzen. Sie analysieren dabei ihr eigenes Nutzungsverhalten und lernen sich zu verschiedenen ethischen Fragestellungen zu positionieren.

Das Unterrichtsmaterial wurde mit inhaltlicher Unterstützung der TüftelAkademie erstellt. Die Roberta-Initiative des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS hat einen Expertencheck sämtlicher Inhalte durchgeführt.

Die Publikation stellt eine gelungene Hilfestellung für Lehrkräfte und Jugendliche dar, die sich mit den Themen Künstliche Intelligenz und Machine Learning vertraut machen möchten, die sich damit kritisch auseinandersetzen und eine eigene Meinung bilden möchten.

Aus der Expertenbewertung Materialkompass Verbraucherbildung

Hier finden Sie die ausführliche Expertenbewertung im Materialkompass Verbraucherbildung.

Unterrichtsmodul „Desinformation online“

Das Modul zum Thema Desinformation online wurde im Mai 2021 in Zusammenarbeit mit weitklick – das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veröffentlicht. Es erweitert das bereits 2017 herausgegebene Unterrichtsmaterial Meinung im Netz gestalten zu Meinungsbildungsprozessen im Internet um die Vermittlung von Merkmalen, Motiven und Verbreitungswegen von Desinformation online sowie Möglichkeiten der Identifikation und Überprüfung im schulischen Kontext.

Das Material bietet vielfältige Anregungen für einen Unterricht, der zur Auseinandersetzung mit Falschinformationen anleiten soll. Arbeitsblätter ergänzen die Gestaltungsvorschläge für den Unterricht, zentral sind aber die vorgeschlagenen kooperativen Methoden, die immer wieder Reflexion und Auseinandersetzung mit der Thematik erfordern.

Aus der Expertenbewertung Materialkompass Verbraucherbildung

Hier finden Sie die ausführliche Expertenbewertung im Materialkompass Verbraucherbildung.

Webinar mit Ingrid Brodnig: Die Arbeit hinter den Schlagzeilen

weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veranstaltet ein kostenloses Webinar am 08.07.2021 zum Thema „Die Arbeit hinter den Schlagzeilen – Was journalistische Kompetenz ausmacht und wie wir sie im Unterricht fördern können“ mit Ingrid Brodnig. Es findet am 08.07.2021 von 15 bis 16:30 Uhr auf weitklick.de statt.

Über das Webinar

In diesem Webinar erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die Berufspraxis und den Redaktionsalltag von Journalist*innen. Sie erfahren, wie Medienprofis ihre eigene Rolle als Vermittler*innen von Informationen und Meinungen wahrnehmen – und wie sie mit Falschinformationen und Verschwörungsmythen umgehen. In einem interaktiven Teil erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam Ideen, wie sie die journalistischen Kompetenzen von Schüler*innen fördern können und diskutieren methodisch-didaktische Beispiele für den Unterricht.

Hinweis: Dieses Webinar wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

Moderation: Judith Kunz (FSM e. V.)

Über Ingrid Brodnig

Ingrid Brodnig ist Journalistin und Buchautorin – zuletzt erschien von ihr „Einspruch! Verschwörungsmythen und Fake News kontern – in der Familie, im Freundeskreis und online“ (Brandstätter Verlag), welches in zahlreichen namhaften Medien aufgegriffen wurde (z.B. „Spiegel“, „Stern“, „Standard“, „NDR Info“). Sie hält regelmäßig Vorträge und Workshops, wie man gegen Desinformation und Hassrede im Internet ankommen kann. Ihre Arbeit wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, für ihr Werk „Hass im Netz“ erhielt sie beispielsweise den Bruno-Kreisky-Sonderpreis für das politische Buch. Für das österreichische Nachrichtenmagazin „Profil“ verfasst sie die wöchentliche IT-Kolumne #Brodnig. Mehr Informationen finden Sie unter brodnig.org.

Alle Informationen und kostenfreie Anmeldung auf weitklick.de.

Online-Paneldiskussion zum Digitaltag 2021

Aktuelle Herausforderungen für den Journalismus im Superwahljahr 2021: Zu diesem Thema veranstaltet weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung eine kostenlose Online-Paneldiskussion am 18.06.2021 im Rahmen des Digitaltags 2021, sie findet von 14 bis 15:30 Uhr auf weitklick.de statt.

Speaker*innen

  • Lisa Dittmer, Referentin für Internetfreiheit, Reporter ohne Grenzen
  • Dr. Lena Frischlich, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Björn-Simon Frommann, Hector-Peterson-Schule
  • Eva Schiller, Leiterin ZDF-Studio Baden-Württemberg

Moderation: Jochen Spangenberg

Alle Informationen und kostenfreie Anmeldung auf weitklick.de.

Über die Veranstaltung

Um politische Meinungen zu bilden und informierte Wahlentscheidungen treffen zu können, sind wir auf vertrauenswürdige Informationen und Nachrichten angewiesen. Allerdings steht der Nachrichtenjournalismus aktuell vor mindestens zwei großen Herausforderungen. Zum einen informiert sich ein immer größer werdender Teil des Publikums in sozialen Medien über tagesaktuelle Themen, wo nicht-professionelle Inhalte unredigiert neben professionellen Angeboten stehen. Dies führt dazu, dass immer mehr Menschen auch mit Falschnachrichten und Desinformation in Kontakt kommen. Missverständliche Darstellungen und irreführende Nachrichten aufzulösen und bei Desinformation gegenzusteuern, wird deshalb eine zunehmend wichtige Aufgabe von Journalist*innen.
Zum anderen wird die tagtägliche Arbeit von Journalist*innen erschwert, denn antidemokratische Strömungen machen auch in Deutschland die Berichterstattung immer schwieriger und mitunter gefährlich. Und das gilt zunehmend auch für den digitalen Raum. “Reporter ohne Grenzen” schätzt die Pressefreiheit wegen der zunehmenden Gewalt auf Demonstrationen nicht mehr „gut“, sondern nur noch „zufriedenstellend“ ein. 

Beide Aspekte sind insbesondere mit Blick auf das Superwahljahr 2021 von besonderer Bedeutung. Zum Digitaltag fragen wir uns: Wie kann Journalismus dazu beitragen, Desinformation zu begegnen? Wie steht es um die Pressefreiheit in Deutschland? Welchen Herausforderungen begegnen Journalist*innen im digitalen und im analogen Raum? Und was bedeutet das konkret für Schulen und Bildungseinrichtungen, die junge Menschen auf das politische Geschehen im Superwahljahr vorbereiten und begleiten?

Zur aktiven Teilnahme melden Sie sich bitte hier an. Den Livestream können Sie ohne Anmeldung sehen.

Neues Unterrichtsmodul zum Thema „Desinformation online“

In Zusammenarbeit mit weitklick – das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veröffentlicht „Medien in die Schule“ ein neues Modul zum Thema Desinformation online. Das Modul erweitert das bereits 2017 herausgegebene Unterrichtsmaterial Meinung im Netz gestalten zu Meinungsbildungsprozessen im Internet um die Vermittlung von Merkmalen, Motiven und Verbreitungswegen von Desinformation online sowie Möglichkeiten der Identifikation und Überprüfung im schulischen Kontext.

Modul hier kostenlos herunterladen! Möchten Sie das Modul als Druckversion kostenfrei bestellen? Melden Sie sich gern über unser Kontaktformular!

„Algorithmen, Memes, Social Bots, Trolle oder Deepfakes – mit unserem neuen Modul verstehen Lehrkräfte, was hinter diesen Begriffen steckt, wie sie unsere Medien- und Nachrichtenkompetenz herausfordern und die (politische) Meinungsbildung von Heranwachsenden erschweren. Unser Ziel ist es, das Thema Desinformation online auf den Stundenplan zu bringen und zu zeigen, wie Jugendliche Falschnachrichten im Internet erkennen und ihre negative Auswirkungen einschätzen können. Denn aufgrund der oftmals unübersichtlichen Fülle an Informationsmöglichkeiten ist ein souveräner und sachkundiger Umgang mit Informationen heute genauso wie lesen, schreiben und rechnen eine zentrale Fähigkeit, die die Schule Kindern und Jugendliche vermitteln sollte.“

Martin Drechsler, Geschäftsführer der FSM, Herausgeber von „Medien in die Schule“

Für Umgang mit Desinformation im Netz sensibilisieren

Im Modul „Desinformation Online“ finden Lehrende vier neue Unterrichtseinheiten mit Aufgabenstellung, Lernziel, Ablauf, methodisch-didaktischen Hinweisen und benötigten Materialien. Dabei geht es unter anderem um Merkmale, Formen und Beispiele von Desinformation im Internet und sozialen Netzwerken sowie konkrete Möglichkeiten, Angebote und Instrumente zum Überprüfen von Informationen. Die 14 neuen Arbeits- und Materialblätter können direkt im Unterricht eingesetzt werden. So können sich Schüler*innen in Bilderrückwärtssuchen ausprobieren oder nach dem Kennenlernen verschiedener Fact Checking Initiativen auch selbst Faktenchecks umsetzen.

Ziel ist es, Jugendliche für die eigenen Meinungsbildungsprozesse und ihre Verantwortung für den Umgang mit Desinformation im Netz zu sensibilisieren. Lehrer*innen, die sich bereits mit dem weitklick Bildungsprogramm fortbilden, können mit diesem Modul das Gelernte vertiefen und direkt im Unterricht anwenden.

Aktiver Beitrag zu digitaler Bildung in Deutschland

Das Unterrichtsmaterial „Meinung im Netz gestalten“ ist Teil des Angebots von „Medien in die Schule“, das zahlreiche Inhalte und Themen der Medienbildung für den Lernraum Schule aufbereitet. Bereits seit 2013 stellt das Gemeinschaftsprojekt der FSM und Google Zukunftswerkstatt in Kooperation mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen e.V. eine große Bandbreite an kostenfreien, offenen Unterrichtsmaterialien (OER) zu aktuellen medialen Erscheinungen zur Verfügung. Lehrer*innen finden dort für die Sekundarstufen I und II aufbereitete Informationen, Materialien und praxisnahe Methoden rund um Themen wie z.B. die sichere Internetnutzung, Smartphones, Machine Learning, Hate Speech oder Fake News.

Medien in die Schule“ leistet so einen aktiven und praktischen Beitrag zur digitalen Bildung. Die Inhalte erhielten bereits mehrere positive Bewertungen durch den Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Alle Materialien stehen unter einer Creative Commons Lizenz (CC-BY-SA). Ihre Bearbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung ist unter Angabe der Quelle und unter gleichen Bedingungen erlaubt.

Webinar: Politische Meinungsbildung Jugendlicher in sozialen Medien

weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veranstaltet ein kostenloses Webinar am 27.05.2021 zum Thema „Politische Meinungsbildung Jugendlicher in sozialen Medien – was wir aus Wissenschaft und medienpädagogischer Praxis lernen können“ mit Dr. Niels Brüggen, Dr. Georg Materna und Fabian Wörz vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Es findet am 27.05.2021 von 15 bis 17 Uhr auf weitklick.de statt.

Über das Webinar

Im Webinar stehen die Fragen im Vordergrund: Wie informieren sich Heranwachsende heute über aktuelle Themen? Welche Rolle spielen Soziale Medien bei der Ausbildung von Meinungen zu politischen Themen? Und: Wie können Herwanwachsende bei Meinungsbildungsprozessen pädagogisch unterstützt werden? Mit der Teilnahme erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse, bekommen konkrete Beispiele aus der medienpädagogischen Praxis des JFF und methodische Praxistipps vorgestellt, die sie im Nachgang selbst anwenden können, und haben die Gelegenheit mit den Referierenden in einem interaktiven Teil Ihre Fragen zu diskutieren.
Moderation: Lidia de Reese, FSM e.V.

Alle Informationen und kostenfreie Anmeldung auf weitklick.de.

Über die Dozenten

Dr. Niels Brüggen leitet die Abteilung Forschung am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF).

Dr. Georg Materna arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Arbeitsschwerpunkte: Politische Bildung und Extremismusprävention in und mit (sozialen) Medien, Meinungsbildung Jugendlicher im Kontext sich wandelnder Öffentlichkeiten, Evaluationsforschung.

Fabian Wörz ist medienpädagogischer Referent am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. In der Abteilung Praxis arbeitet er in Modellprojekten (RISE und in der Vergangenheit bildmachen) an der Schnittstelle von Medienpädagogik und politischer Bildung.

Webinar: Zeitgemäße Bildung: Wie kann Lernen kollaborativ und kreativ gestaltet werden?

weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veranstaltet ein kostenloses Webinar mit Nele Hirsch. Es findet am 20.04.2021 von 15 bis 17 Uhr auf weitklick.de statt.

Über das Webinar

In diesem Online-Seminar lernen Sie Möglichkeiten für zeitgemäße Bildungsgestaltung kennen – sei es online, in Präsenz oder hybrid. Die Veranstaltung ist interaktiv angegelgt. Eine aktive Beteiligung ist erforderlich. Unter anderem werden wir die folgenden Fragen thematisieren und dazu praktisch erkunden: Wie schaffe ich es, den Kontakt zu meinen Schüler*innen kontinuierlich aufrecht zu erhalten? Wie können Aufgaben konzipiert sein, die zu einem gemeinsamen Austausch beitragen (auch über verschiedene Lerngruppen hinweg)? Welche Methoden und Tools können dabei unterstützen? Was kann ich auf eigene Faust tun, wenn ich an meiner Schule dazu wenig Resonanz bekomme? Wie kann ich mich mit anderen Lehrkräften vernetzen?
Moderation: Isgard Walla, FSM e.V.

Hinweis: Dieses Webinar wird weder gestreamt noch aufgezeichnet.
Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

Über Nele Hirsch

Nele Hirsch ist Bildungswissenschaftlerin und arbeitet freiberuflich in dem von ihr gegründeten eBildungslabor. Sie berät und unterstützt zum Thema Lehren und Lernen in einer Kultur der Digitalität. Weitere Informationen: ebildungslabor.de.

Vorgestellt: Die medienpädagogische Plattform MEDIENRADAR

Wie Heranwachsende Wirklichkeit und Normalität erleben und wie sie soziale Zusammenhänge bewerten, wird wesentlich auch durch Medien beeinflusst. In ihr Geschichtsbild und Politikverständnis fließen Eindrücke aus Dokumentationen, Spielfilmen oder Nachrichtensendungen mit ein. Ihre Sprache ist geprägt von jugendkulturellen Trends sowie musikalischen Präferenzen. Und was als gelungene Kommunikation, verbale Ausgrenzung oder Diskriminierung wahrgenommen wird, hängt ganz erheblich damit zusammen, wie solche Themen in den diversen Medienangeboten vermittelt werden.

In den Medien werden verschiedenste, teils widersprüchliche Werthaltungen präsentiert.
Oftmals bleibt es den Heranwachsenden allein überlassen, aus der Vielfalt der aktuellen Medienangebote auszuwählen, Eindrücke zu ordnen und in ihr eigenes Wertesystem zu integrieren. Die Aufgabe der Bildungssysteme besteht darin, Kindern und Jugendlichen Orientierungshilfe zu geben, sie zur Reflexion aktueller Medienthemen und -inhalte anzuregen, sie für dahinterstehende Wertefragen zu sensibilisieren und somit eine kritische Prüfung auf Wahrheitsgehalt und Plausibilität zu fördern, um das eigene Urteilsvermögen zu stärken. Die Multimedia-Plattform MEDIENRADAR unterstützt Lehrende darin, indem sie einen besonderen Fokus auf den Diskurs legt. Alle Themen sind facettenreich oder streitbar und bilden gesellschaftliche Debatten ab.

Struktur und Inhalte

Als medienpädagogisches Portal richtet sich MEDIENRADAR an Fachkräfte in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit und bereitet aktuelle Medienthemen auf, die die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unmittelbar berühren. Das thematisch passende Lehrmaterial ergänzt die Inhalte und kann flexibel in der pädagogischen Bildungsarbeit eingesetzt werden.

Die Dossiers behandeln unterschiedliche Schwerpunktthemen und setzen sich aus den Bereichen Hintergrundwissen, Lehrmaterial und Mediensammlung zusammen.
Der Bereich des Lehrmaterials ist so gestaltet, dass Lehrenden die Suche nach geeigneten Unterrichtsmaterialien so einfach wie möglich gemacht wird: das Lehrmaterial kann inhaltlich und thematisch durchsucht werden, aber auch nach Fächeranbindung oder Zielgruppe (Klassenstufe 7/8, 9/10 und 11/12) sortiert werden. Die Aufgaben-Sets bestehen aus mehreren, flexibel einsetzbaren Teilaufgaben und enthalten Unterrichtseinheiten, Arbeitsblätter mit Anregungen für Hausaufgaben und Homeschooling. Darüber hinaus sind Präsentationen und Lernvideos geplant.

Zum Launch im November 2020 ging MEDIENRADAR mit 4 Dossiers an den Start:

  • Gangsta Rap – Zwischen Inszenierung und Street Credibility
  • Kulturelle und ethnische Diversität in den Medien
  • Hate Speech
  • Jugendmedienschutz in Deutschland – Zwischen Bewahren und Befähigen

Weitere Dossiers sind in der Entwicklung, die Inhalte werden fortlaufend aktualisiert und erweitert.

Im MEDIENBAROMETER finden Kinder und Jugendliche Gehör

Eine weitere feste Kategorie ist das MEDIENBAROMETER (unter Extras) mit Statements von Heranwachsenden zu ihrer Sicht auf Medien: Sehen sie ihre Interessen in den Medien hinreichend vertreten? Sind Jugendschutzmaßnahmen aus ihrer Sicht sinnvoll? Wann ist ein Rapper oder eine Influencerin für sie authentisch, was empfinden sie als Hate Speech und wie bereiten sie eigene Posts vor? Die im Rahmen der gleichnamigen Videofilmreihe entstandenen Statements wurden vom Medienprojekt Wuppertal umgesetzt und werden ständig erweitert.

Zum Projekt

MEDIENRADAR ist ein Projekt der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). Der Aufbau des Angebotes wurde durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gefördert. Partner*innen des Projekts sind die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz, die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) und das JFF – Institut für Medienpädagogik in Theorie und Praxis. Ziel ist es, das Netzwerk auszubauen und weitere Partner*innen für das Portal zu gewinnen. Organisationen, die über fundiertes Material verfügen und ihre (Lebenswelt-)Themen mit Medienbeispielen versehen und für Bildungsprozesse nutzbar machen möchten, sind eingeladen, sich an die FSF zu wenden. (E-Mail an die Redaktion)

„Meinung im Netz gestalten“: Material der Woche des vzbv Materialkompass

Wir freuen uns sehr: Unser Unterrichtsmaterial „Meinung im Netz gestalten“ wurde als Material der Woche im Serviceportal für Verbraucherbildung des vzbv vorgestellt! Wöchentlich werden dort besonders empfehlenswerte Unterrichtsmaterialien vorgestellt, die von Expertinnen und Experten des Materialkompasses auf Herz und Nieren geprüft wurden. „Meinung im Netz gestalten“ wurde mit „sehr gut“ bewertet.

Das Unterrichtsmaterial „Meinung im Netz gestalten“ erörtert die Meinungsbildung im Internet aus verschiedenen Richtungen. Die individuelle Rolle und der Einfluss des Einzelnen bei der Meinungsbildung Anderer soll reflektiert, das Gewicht unqualifizierter Beiträge und Fehlinformationen eingeschätzt, die Bedeutung unterschiedlicher journalistischer Darstellungsformen für die Meinungsbildung erkannt und für Argumentationslinien undemokratischer oder verschwörungstheoretischer Positionen sensibilisiert werden. Das Ziel ist, Jugendliche ihrer Verantwortung bewusst zu machen, ihre Gestaltungsmöglichkeiten erkennen zu lassen und sie zu ermutigen, ihre Ideen und Wünsche für ein demokratisches Netz zu formulieren und aktiv in die Debatte einzubringen.

„Das Material setzt dabei nicht nur auf die Vermittlung von Inhalten, sondern ermutigt und bestärkt Heranwachsende dabei, an der Debatte um ein faires Netz teilzuhaben und dieses mitzugestalten.“

Das Serviceportal für Verbraucherbildung

Hier lesen Sie die Gesamtbewertung des Unterrichtsmaterials beim Materialkompass des vzbv.

Fortbildungen „Hybrides Lehren und Lernen zwischen Homeschooling und Präsenzunterricht“

Mehr als 100 Anmeldungen gab es für die Fortbildung zum Thema „Hybrides Lehren und Lernen zwischen Homeschooling und Präsenzunterricht“. Und so wurde aus einer einmalig geplanten Fortbildung für max. 25 Lehrkräfte eine Fortbildungsserie: Insgesamt drei Mal schulten Lidia de Reese und Isgard Walla, Referentinnen für Medienbildung bei der FSM, im Januar Teilnehmende aus Bremen.

Die Themenschwerpunkte der Fortbildungen waren:

  • Kollaborative Anwendungen und Tools für den (digitalen) Unterricht
  • Methodisch-didaktische Anforderungen an digitalen (Fern-)Unterricht
  • Erprobung von Einsatzmöglichkeiten, Anwendungsbeispielen und Austausch zu Erfahrungswerten
  • Praktische Übungen am Beispiel von Medienbildung zu Desinformation im digitalen Raum

Sehr viele Herausforderungen für Lehrkräfte während der Pandemie

Zum Einstieg wurden die Teilnehmer*innen gebeten, die aktuell größten Herausforderungen zu benennen. Und es wurde in allen drei Kursen deutlich, dass es derzeit viele Herausforderungen sind, mit denen sich die Lehrkräfte auseinandersetzen müssen.

Digitale Werkzeuge

Neben einem Input durch die Referentinnen und dem fachlichen Austausch im Plenum erhielten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, digitale Werkzeuge wie das Cryptpad, tricider, MindMeister, ZUMPad oder Padlet auszuprobieren und für den Einsatz im Unterricht zu bewerten.

In Bremen haben alle Schulen die Möglichkeit, die Lernplattform itslearning zu nutzen. Manche Funktionalitäten der vorgestellten Tools sind dort schon vorhanden, andere können eine gute Ergänzung sein, so das Fazit der Teilnehmenden.

Die Fortbildungen wurden für das Landesinstitut für Schule, Zentrum für Medien 41-2, Bremen im Rahmen des Projekts weitklick in Kooperation mit Medien in die Schule durchgeführt.