Der Jugend-Internet-Monitor liefert einen umfassenden Überblick darüber, welche sozialen Netzwerke und Online-Plattformen von Jugendlichen in Österreich genutzt werden und welche Entwicklungen sich im digitalen Verhalten der 11- bis 17-Jährigen abzeichnen. Die jährlich erhobene, repräsentative Studie von Saferinternet.at, dem Safer Internet Center für Österreich, zeigt für das Jahr 2026 einen deutlichen Wandel: Während die Nutzung klassischer Social-Media-Plattformen spürbar zurückgeht, gewinnen KI-gestützte Chatbots massiv an Bedeutung. Laut der Erhebung nutzen 94 Prozent der Jugendlichen Chatbots, was als zentrale Ursache für den Rückgang der Social-Media-Nutzung gesehen wird.
Die beliebtesten Apps bleiben trotz allgemeiner Rückgänge dieselben: WhatsApp liegt mit einer Nutzung von 82 Prozent weiterhin an der Spitze, gefolgt von YouTube (76 Prozent). Snapchat wird von 65 Prozent der Jugendlichen genutzt, TikTok und Instagram jeweils von 64 Prozent, und Microsoft Teams von 31 Prozent. Alle großen Plattformen verlieren im Vergleich zum Vorjahr zwischen vier und neun Prozentpunkten. Die Studie zeigt außerdem, dass Jugendliche Inhalte zunehmend passiv rezipieren. Die algorithmisch gesteuerte Ausspielung von Inhalten verdrängt dabei das gezielte Verfolgen selbst ausgewählter Creator*innen.
Mit dem Medien in die Schule Material „Jugendliche online” können junge Menschen ihre Internetnutzung reflektieren. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Nutzungsverhalten ermöglicht selbstbestimmte und kompetente Medienerfahrungen:
Geschlechterspezifische Unterschiede in der Nutzung großer Social-Media-Plattformen sind 2026 kaum noch ausgeprägt. Unterschiede zeigen sich jedoch auf spezialisierten Plattformen: Discord wird von 28 Prozent der Jungen, aber nur 5 Prozent der Mädchen genutzt. Ähnlich verhält es sich bei Twitch (23 Prozent Jungen gegenüber 5 Prozent Mädchen). Auf der Spieleplattform Roblox gleichen sich die Werte stärker an (25 Prozent Jungen gegenüber 21 Prozent Mädchen). Pinterest weist ein umgekehrtes Geschlechterverhältnis auf und wird deutlich häufiger von Mädchen (55 Prozent) als von Jungen (8 Prozent) genutzt. Ähnliches gilt für Reddit (14 Prozent Jungen gegenüber 3 Prozent Mädchen) sowie für X/Twitter (12 Prozent Jungen gegenüber 4 Prozent Mädchen).
Neben den quantitativen Entwicklungen macht die Studie auch qualitative Trends sichtbar. Viele Jugendliche berichten von einem „Sättigungsgefühl“ gegenüber digitalen Angeboten. Sie kritisieren die wachsende Menge an Werbung, die zunehmende Ähnlichkeit der Inhalte über verschiedene Plattformen hinweg sowie die Konfrontation mit belastenden Inhalten und Hasskommentaren. Diese Entwicklung passt zu der generell rückläufigen Social-Media-Aktivität Heranwachsender.
Für Jugendliche ist es wichtig, dass wenn sie online auf belastende Inhalte treffen, sie mit diesen nicht allein gelassen werden. Das Erlebte einzuordnen sowie Umgangsstrategien zu entwickeln und Anlaufstellen kennenzulernen ist dabei von zentraler Bedeutung. Passendes Material für den Unterrichtfinden Sie nachfolgend:
Der Jugend-Internet-Monitor 2026 zeigt insgesamt eine deutliche Verschiebung im digitalen Verhalten österreichischer Jugendlicher. Die Relevanz klassischer sozialer Netzwerke nimmt ab, während KI-basierte Dienste und algorithmischer Medienkonsum weiter an Bedeutung gewinnen. Die digitale Lebenswelt Jugendlicher verändert sich. Diese Veränderungen sowie KI-Anwendungen und algorithmische Empfehlungssytsemen, etwa in Social Media Feeds, muss Medienbildung adressieren.
Medien in die Schule bietet hierfür passendes Unterrichtsmaterial. Mit den Modulen zu Machine Learning können Schüler*innen ein Grundverständnis für die Funktionsweise von lernenden Algorithmen entwickeln:
Das zugehörige Glossar gibt Schüler*innen und Lehrkräften einen Überblick zu den relevanten Begriffen rund um das Thema KI:

Der Jugendwettbewerb myDigitalWorld animiert seit 2015 junge Menschen dazu sich mit dem Thema Sicherheit im Netz zu beschäftigen und lädt auch 2026 erneut Schüler*innen dazu ein, sich mit Medienkompetenz kreativ auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb wird zweijährlich von Deutschland sicher im Netz e. V. (DsiN) gemeinsam mit den Partnern Kinderschutzbund Bundesverband und FSM – Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter ausgerichtet und prämiert die besten Beiträge mit attraktiven Sach- und Geldpreisen. Als Hauptpreis gibt es eine Klassenfahrt nach Berlin zu gewinnen.
Teilnahmeberechtigt sind Schulklassen sowie Gruppen ab fünf Personen der Jahrgangsstufen 7 bis 12 aller Schulformen. Eingereicht werden können Beiträge aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (DACH-Region). Wichtig ist, dass die Arbeiten selbstständig von den Schüler*innen unter Begleitung einer Lehrkraft erstellt werden. Der Einsendeschluss für die aktuelle Wettbewerbsrunde ist der 30. April 2026.
Für die Teilnahme stehen drei Aufgabenstellungen zur Auswahl. In der Kategorie „Echt oder Erschwindelt? – Auf Spurensuche im Netz!“ befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit der kritischen Bewertung von Informationen und dem Erkennen digitaler Betrugsmaschen. Die Aufgabe „Digitalisierung 2035: Wie sieht unsere Welt in 10 Jahren aus?“ fordert dazu auf, Zukunftsvisionen einer zunehmend vernetzten Gesellschaft zu entwickeln. Alternativ können Beiträge in der offenen Kategorie „Dein Beitrag für mehr Sicherheit im Netz“ eingereicht werden, in der eigene Ideen der Schüler*innen rund um digitale Sicherheit umgesetzt werden können.
Die Beiträge können in verschiedenen Formaten eingereicht werden: zum Beispiel als selbstproduziertes Video, als Multimedia-Präsentation mit visuellen und auditiven Elementen oder als Infografik in Form eines Lernplakats. Die genauen Vorgaben für die jeweilige Kategorie finden sich hier.
Der Wettbewerb bietet Lehrkräften eine praxisnahe Möglichkeit, digitale Bildung und Medienkompetenz fächerübergreifend zu fördern. Die Themen lassen sich gut in den Unterrichtsfächern Informatik, Gesellschaftslehre, Deutsch, Ethik, Kunst oder projektorientierte Lernformate integrieren. Der MyDigitalWorld unterstützt junge Menschen dabei, sich kritisch und selbstbewusst mit digitalen Herausforderungen auseinanderzusetzen und Verantwortung für ein sichereres Internet zu übernehmen.
Weitere Informationen sowie das Einreichungsformular finden sich auf der Wettbewerbsseite unter mydigitalworld.org/mitmachen.
Künstliche Intelligenz ist mittlerweile fest in unserem Alltag angekommen. Auch Kinder und Jugendliche nutzen KI-basierte Anwendungen bewusst – etwa Chatbots, Bildgeneratoren oder Suchmaschinen – oder kommen unbewusst damit in Kontakt, zum Beispiel in Spielen oder auf Social Media. KI verändert bereits jetzt unsere Erfahrungswelt und eröffnet neue Chancen, birgt aber auch Risiken wie Deepfakes, Desinformation, parasoziale Beziehungen oder idealisierte Schönheitsbilder. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, KI-generierte Inhalte zu erkennen und Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
Deshalb ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche nicht nur lernen, Anwendungen zu nutzen, sondern die Systeme dahinter verstehen und sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, um eigene fundierte Meinungen zu entwickeln. Medienbildung sollte sowohl technische Grundlagen vermitteln als auch für Risiken sensibilisieren. „KI and me. Wie künstliche Intelligenz unser Leben prägt.” setzt genau hier an.

Das neue Unterrichtsmaterial von klicksafe in Kooperation mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) thematisiert Künstliche Intelligenz (KI) und ihre Auswirkungen auf das tägliche Leben – insbesondere in der Lebenswelt Jugendlicher. „KI and me” ist ab der 7. Klasse einsetzbar. In sechs niedrigschwelligen Unterrichtsprojekten setzen sich die Schüler*innen mit Chancen und Herausforderungen der KI auseinander und entwickeln eigene Standpunkte.
Der Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat das Lehrmaterial mit „sehr gut“ bewertet. Es kann kostenlos heruntergeladen oder für einen Umkostenbeitrag von 3,00 Euro pro Exemplar bestellt werden.

Das Einführungskapitel erläutert die Grundlagen von KI, stellt bekannte Anwendungen vor und beleuchtet Veränderungen in Wirtschaft, Arbeit und Bildung. Außerdem bietet es einen Einstieg in das Thema KI-Regulierung. Das zweite Kapitel widmet sich der Frage „Wie prägt KI unser Leben?” und beleuchtet Einflüsse auf Kommunikation, Selbstbild, Beziehungen, Kreativität, Wissen und Sicherheit. Der dritte Teil befasst sich mit Schule und KI. Unter anderem werden KI-Assistenten für den Unterricht vorgestellt und die Frage beleuchtet, wie Lernen trotz – oder gerade mit – KI gelingen kann. Im abschließenden Kapitel finden sich sechs Projekte zu Themen wie KI-Ethik, KI-Influencer*innen und parasozialen Beziehungen. Die Aufgaben ermöglichen es Schüler*innen, anhand konkreter Beispiele tiefer in einzelne Aspekte einzutauchen und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Zum kostenlosen Download sowie zur Bestellung | Direkt zur PDF-Datei
Tolle Nachrichten zum Jahresbeginn: Der Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat die „Medien in die Schule“ Übungen „Wie kannst du falsche Informationen im Internet erkennen?“ kürzlich mit „sehr gut“ bewertet! Das Unterrichtsmaterial zur Stärkung der Informations- und Nachrichtenkompetenz von vulnerablen Zielgruppen ist mithilfe von Leichter Sprache und angepassten Aufgabenstellungen in Klassen mit Schüler*innen unterschiedlichster Lernvoraussetzungen sowie sonderpädagogischer Förderschwerpunkte einsetzbar.

Besonders hervorgehoben in der Gesamtbewertung werden die Übungen in Leichter Sprache sowie die Verwendung sprechenden QR-Codes. So würde ein sehr niedrigschwelliger Zugang zu diesem komplexen Thema ermöglicht. Der Materialkompass Verbraucherbildung möchte Lehrer*innen in der Fülle an verfügbaren Materialien für den Unterricht eine Orientierung bieten. Mehr Informationen zum Bewertungsprozess, den Kriterien und zum Expertengremium finden Sie auf der Website des Materialkompass.

Die Materialien sind sehr gut an den Kompetenzen der Zielgruppe orientiert und ermöglichen aufgrund der Leichten Sprache einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema Desinformation. Die Materialien sind sehr gut geeignet, um insbesondere die Reflexions-, Handlungs- und Urteilskompetenzen zu fördern. (…) Die Gestaltung der Materialien ist sehr gut geeignet, um sie ohne größeren technischen Aufwand nutzen zu können. Hervorzuheben ist, dass es unter einer CC-Lizenz steht und mit sprechenden QR-Codes arbeitet, die den barrierearmen Zugang unterstützen.
Aus der Expertenbewertung Materialkompass Verbraucherbildung
Hier finden Sie die ausführliche Expertenbewertung im Materialkompass Verbraucherbildung.
Ereignisse wie Kriege, Naturkatastrophen oder Unfälle dominieren oft tagelang die Medienberichterstattung. Gleichzeitig finden sie durch Kurzvideos ihren Weg in die Feeds der Social Media Plattformen. Kinder und Jugendliche nehmen diese Themen und Inhalte wahr. Viele Informationen sind jedoch schwer verständlich, drastisches Bild- und Videomaterial kann zudem beängstigend und schwer zu verarbeiten sein. Wie können Kinder altersgerecht an Nachrichten herangeführt werden? Wie können wir Jugendliche unterstützen, mit Social Media Content zu solchen Ereignissen umzugehen?
Heranwachsende möchten die Welt verstehen lernen. Doch Nachrichten für Erwachsene können für Kinder und Jugendliche zu komplex oder sogar erschreckend sein. Bilder von Gewalt oder Katastrophen können sie überfordern, im schlimmsten Fall negativ in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Online erschweren zudem „Fake News“, politische Meinungsmache sowie aus den Kontext genommene Bilder und Videos es, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden.
Wichtig ist eine Auswahl geeigneter, altersgerechter Medieninhalte zu aktuellen Themen sowie die Begleitung junger Menschen. Eltern, Bezugspersonen und Lehrkräfte können so helfen, das Gesehene einzuordnen.
Elternguide.online lädt ein zum kostenfreien Virtuellen Elternabend am 11. Februar 2026 von 17:00 bis 18:00 Uhr online – im Rahmen des Safer Internet Day 2026. Der Abend widmet sich dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) und ihrer Rolle im Alltag von Kindern und Jugendlichen.
KI ist im Alltag von Kindern und Jugendlichen angekommen. Integriert in Social Media und Messenger Apps oder als Hilfe bei Hausaufgaben und zum Lernen. Welche Anwendungen sind bei jungen Menschen besonders beliebt? Welche Chancen eröffnen sich – und wo lauern Risiken? Für Eltern ist es nicht immer leicht, auf dem neusten Stand zu sein und ihre Kinder bei der sicheren Nutzung zu begleiten.
Der Elternabend gibt einen Überblick über die beliebtesten KI-Anwendungen und deren Bedeutung im Medienalltag von Heranwachsenden. Der Fokus liegt auf möglichen Gefahren bei der Kommunikation mit Chatbots: von Desinformation über nicht altersgerechte oder problematische Inhalte bis hin zur Frage, was passiert, wenn digitale Assistenten echte zwischenmenschliche Beziehungen ersetzen.
Lidia de Reese und Nils Rudolf (FSM) leiten mit einem medienpädagogischer Input ins Thema ein. Im Anschluss gibt es Zeit für Ihre Fragen und einen offenen Austausch. Mehr zum Safer Internet Day 2026 erfahren Sie hier.
Zur Anmeldung auf Elternguide.online
Moderation: FSM e.V.
Hinweis: Der virtuelle Elternabend findet per Zoom statt. Er ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Dieser Elternabend wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.
Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) hat am 14. November 2025 die neue JIM-Studie vorgestellt. Im Rahmen der jährlichen repräsentativen Untersuchung wurden 1.200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren zu ihrer Mediennutzung befragt. Bereits im Vorjahr beschäftigte sich die Studie auch mit der KI-Nutzung von Jugendlichen, in diesem Jahr liegt auf dieser der Fokus. Es zeigt sich: Immer mehr Jugendliche nutzen bereits KI-Anwendungen, vor Allem ChatGPT (Anstieg der Nutzung um 27 % im Vergleich zu 2024). Hauptsächlich werden KI-Tools zum Lernen oder für Hausaufgaben (74 %) eingesetzt, aber auch um herauszufinden, wie etwas geht (54 %) oder zu privaten Recherchezwecken (70 %) setzen junge Menschen auf Künstliche Intelligenz
Gerade, was die Informationssuche angeht, hat KI im Vergleich zum Vorjahr stark an Bedeutung gewonnen. ChatGPT steht an zweiter Stelle, was die gezielte Suche nach Informationen im Internet angeht. Am meisten genutzt werden weiterhin Suchmaschinen wie Google. Dabei muss beachtet werden, dass Google seit diesem Jahr standardmäßig integrierte KI-Zusammenfassungen anbietet. Es zeigt sich: KI ist bei der Informationssuche und aus dem Alltag junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Trotzdem bereitet das Thema KI 44 % der Mädchen und 31 % der Jungen sorgen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Jugendliche verstehen, wie diese Anwendungen funktionieren und frühzeitig einen kompetenten und kritischen Umgang mit KI-Tools erlernen. Das Material zu Machine Learning von Medien in die Schule kann dabei helfen und erste Grundlagen vermitteln, sowie KI-Kompetenzen Heranwachsender stärken:
Das Smartphone ist das beliebteste Endgerät: Im Durchschnitt benutzen Jugendliche es 231 Minuten pro Tag, mit zunehmendem Alter sogar länger. Der Messengerdienst WhatsApp bleibt die mit Abstand beliebteste App, gefolgt von den Social Media-Plattformen Instagram und Snapchat. Insgesamt intensiviert sich die Social Media Nutzung. Im Vergleich zum Vorjahr geben mehr Jugendliche an, die Angebote mehrmals täglich zu nutzen. Die Selbstregulierung bei der Nutzung fällt vielen jedoch schwer. Die Jugendlichen verbringen oft mehr Zeit am Handy als sie geplant haben, und ein Drittel bekommt aufgrund der nächtlichen Handynutzung zu wenig Schlaf. Nur 36 % geben an, ihr Handy regelmäßig bewusst auszuschalten, obwohl weit über die Hälfte (67 %) der Jugendlichen angeben, Zeit ohne ihr Handy zu genießen. Die Unterrichtseinheiten aus der Reihe “Jugendliche Online” regen dazu an, das eigene Mediennutzungsverhalten zu reflektieren und ggf. anzupassen:
Die größten Sorgen machen sich die Befragten auch in diesem Jahr um das Weltgeschehen wie politische Entwicklungen und Kriege (41 %). Auch bei den für Jugendliche interessanten Themen steigt das Interesse an kriegerischen Auseinandersetzungen deutlich an (2025: 55 %, 2024: 44 %). Freude bereiten hingegen vor Allem persönlich-biografische Entwicklungen und Erfolge wie der Schulabschluss und Studium oder Ausbildung (32 %), sowie Volljährigkeit, Berufseinstieg oder die eigene Wohnung (25 %). Auf die Frage, worauf sie sich freuen konnten, 17 % der jungen Menschen nichts benennen. Der Anteil der Jugendlichen ohne konkrete Vorfreuden ist in jüngerem Alter höher (12-15 Jahre 21 %) und nimmt in der Gruppe der Älteren ab (16-19 Jahre 12 %).
Die Konfrontation mit Desinformation, Hassrede und Verschwörungsideologien hat zugenommen. Der Anteil der Jugendlichen, die noch nie mit diesen Phänomenen in Kontakt gekommen ist, nimmt ab (2024 23 %, 2025 17 %). Mit steigendem Alter steigt auch das Kontaktrisiko. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. So begegneten zum Beispiel zwei Drittel der Jugendlichen „Fake News“ bzw. Desinformation im letzten Monat. Gleichzeitig sind die Kompetenzen im Erkennen von Desinformation gering. So geben beispielsweise nur 35 % an, Deepfakes gut oder sehr gut zu erkennen. Dabei schätzen Mädchen (27 %) ihre Kompetenz deutlich geringer ein als Jungen (42 %). Jugendliche müssen dringender denn je lernen, Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.
Für Klassen mit Schüler*innen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen sowie sonderpädagogischen Förderschwerpunkten kann das neue Unterrichtsmaterial zum Thema Desinformation in Leichter Sprache eingesetzt werden:
Fast die Hälfte der Befragten gab an, in Kontakt mit Hassbotschaften und Verschwörungsideologien gekommen zu sein. Dieser Trend setzt sich aus den vergangenen Jahren fort. Online persönlich angegriffen wurden 10 % der Befragten und ein Drittel berichtet, mitbekommen zu haben, wie jemand aus dem eigenen Bekanntenkreis online angegriffen wurde. Mit den folgenden Materialien können sich Schüler*innen mit Hate Speech auseinandersetzen und sich Strategien aneignen, um besser mit solchen Vorfällen und Inhalten umzugehen. Außerdem lernen sie, Verschwörungsideologien zu erkennen sowie zu verstehen, wie Hatespeech und Verschwörungsideologien zusammenhängen:
In den Einheiten zur Online-Kommunikation entwickeln Schüler*innen Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Cybermobbing und lernen Unterstützungsangebote kennen. Außerdem stellen sie gemeinsam Regeln für Gruppenchats auf:
Elternguide.online veranstaltet zum Jahresabschluss einen kostenfreien virtuellen Elternabend am 15.12.2025 zum Thema “Besinnliche Filmeabende – mit FSK Freigaben sorglos in die Feiertage starten”. Gemeinsam mit unserer Jugendmedienschutzexpertin der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK). Der Elternabend findet von 17:00 bis 18:00 Uhr online statt.
Die Winterferien, Feiertage und der Jahreswechsel laden dazu ein, es sich mit der Familie zu Hause gemütlich zu machen und einen Film zu schauen. Oder wieder einmal in Ruhe ins Kino zu gehen. Doch die Auswahl eines passenden Films kann schwierig sein, gerade auch, wenn Sie Kinder in unterschiedlichem Alter haben. Wie finden Sie einen spannenden Film für die ganze Familie? Die Altersfreigaben der FSK können eine Orientierung geben. Doch wie genau sind sie gedacht? Und nach welchen Kriterien wird eigentlich entschieden, ob ein Film ab 0, 6, 12, 16 oder 18 Jahren freigegeben ist?
Beim virtuellen Elternabend im Dezember können Sie mehr über die Arbeit der FSK lernen und erfahren, welche Faktoren Sie bei Entscheidungen für den nächsten Filmabend oder Kinobesuch einbeziehen können und sollten. Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm, Austauschmöglichkeiten und praktische Tipps für Home Entertainment und Kino über die Feiertage.
Zur Anmeldung auf Elternguide.online
Moderation: FSM e.V.
Hinweis: Der virtuelle Elternabend findet per Zoom statt. Er ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Dieser Elternabend wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.
Elternguide.online veranstaltet einen kostenlosen virtuellen Elternabend am 13.11.2025 zum Thema „Frühkindliche Medienerziehung — pädagogische Empfehlungen und kreativ werden mit Medien in der Familie“ mit Sophia Mellitzer und Frank Findeiß (JFF). Er findet von 17:00 bis 18:00 Uhr statt.
Heutzutage ist es fast unmöglich, dass Kinder in ihrem Alltag nicht mit Medien in Berührung kommen. Deswegen ist es wichtig, sie von Anfang an bei der Mediennutzung zu begleiten. Nur so können Kinder lernen, selbstständig, kritisch und verantwortungsvoll mit Medien umzugehen. Doch wie unterstützt man als Elternteil sein Kind am besten beim Einstieg in die Medienwelt?
Bei diesem Elternabend geben wir Ihnen leicht umsetzbare Tipps und Handlungsempfehlungen sowie altersgerechte, unterhaltsame und lernförderliche Medienvorschläge mit auf den Weg, damit Sie Ihr Kind gut informiert unterstützen können. Von Hörspielen, Games, Videos und Apps ist alles mit dabei. Auch Ideen und Anleitungen für verschiedene Medienprojekte für die ganze Familie, bei denen Ihr Kind selbst kreativ werden kann, kommen dabei nicht zu kurz. Im Anschluss an die Präsentation gibt es auch die Möglichkeit, sich offen mit unseren Expert*innen auszutauschen und eigene Fragen zu stellen.
Zur Anmeldung auf Elternguide.online
Moderation: FSM e.V.
Hinweis: Der virtuelle Elternabend findet per Zoom statt. Er ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Dieser Elternabend wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.
Über drei Viertel aller Eltern in Deutschland fühlen sich in ihrem Alltag belastet, so das Ergebnis der aktuellen Studie „Eltern im Fokus 2025“ der Körber Stiftung. Die Sorgen und Wünsche, welche die Eltern im Rahmen der Studie äußerten, spiegeln auch das wieder, was bereits der Jugendmedienschutzindex 2022 erfasst hat: Neben persönlichen und finanziellen Sorgen stellen die schulische Bildung und die Mediennutzung der eigenen Kinder für viele große Stressfaktoren dar. Sie wünschen sich eine stärkere Entlastung von schulischer Seite, insbesondere in Bezug auf die Förderung der Medien- und Zukunftskompetenzen sowie der Berufsberatung und -vorbereitung.
Das bedeutet nicht, dass die Lehrkräfte den Eltern die Medienbildung oder die Berufsorientierung komplett abnehmen sollen. Stattdessen wird mehr Kooperation und individuelle Förderung gefordert, etwa indem die Kommunikation zwischen Schulen und Eltern verbessert wird. Eltern wünschen sich, dass mehr Infomaterialien mit nach Hause gegeben werden oder ergänzende Bildungs- und Beratungsangebote durch außerschulische Partner realisiert werden. Das Materialpaket „Mit Fakten gegen Fakes“ von Medien in die Schule stellt einen möglichen Ansatz dar, wie Eltern im Rahmen eines Elternabends nicht nur über die medienpädagogische Entwicklung ihres Kindes aufgeklärt werden können, sondern auch selbst aktiv werden und mit dem Thema „Desinformation“ vertraut gemacht werden können. Das Webangebot Elternguide.online kann sie zudem dabei unterstützen, durch kurze Informationsartikel immer auf dem Laufenden über neue Entwicklungen rund um Medien- und Online-Phänomene zu bleiben.
Abgesehen von der Förderung der Medienkompetenz sehen Eltern die Schulen in der Pflicht, die sogenannten „21st Century Skills“ an Kinder und Jugendliche zu vermitteln. Diese sind nicht nur im schulischen Kontext, sondern auch im späteren Berufsleben wichtig. Unter anderem schließen sie kritisches und analytisches Denken, Kreativität und Problemlösungsfähigkeit, soziale und emotionale Fähigkeiten und die Vermittlung demokratischer Werte mit ein. Die Unterrichtseinheiten „Hass in der Demokratie begegnen“ und „Meinung im Netz gestalten“ eignen sich beispielsweise gut dazu, diese Kompetenzen gezielt zu stärken und Schüler*innen auf die Zukunft vorzubereiten. Zusätzlich kann das KI-Bildungsprogramm von weitklick durch seine Fortbildungen Lehrkräfte dabei unterstützen, zukunftsweisende Kompetenzen in Bezug auf Künstliche Intelligenz zu erwerben. Die dazu passenden Unterrichtsmaterialien von Experience AI erleichtern es außerdem, das Thema im Anschluss für den Unterricht aufzubereiten.