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Stellenausschreibung Projektmanagement (m/w/d) im Bereich Medienbildung, mit Schwerpunkt auf dem Thema Desinformation – Elternzeitvertretung (Vollzeit)

Die FSM ist ein gemeinnütziger Verein und verantwortlich für Jugendmedienschutz im Internet. Der Verein berät Mitgliedsunternehmen in allen rechtlichen, technischen und pädagogischen Fragen des Jugendmedienschutzes und betreibt eine international vernetzte Beschwerdestelle für kinder- und jugendgefährdende Online-Inhalte. In vielfältigen Projekten der Medienbildung widmen wir uns der umfangreichen Aufklärungsarbeit und Medienkompetenzförderung von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Lehrkräften – unter anderem Medien in die Schule, Elternguide.online und weitklick.

Wir suchen möglichst zum 15.06.2022 als Elternzeitvertretung eine*n Projektmanager*in (m/w/d) für die Koordination und den Ausbau des Fortbildungsprogramms “weitklick” sowie für die Mitarbeit im medienpädagogischen Team.

Mit dem Projekt weitklick unterstützen wir Lehrkräfte dabei, die Themen Desinformation, Verschwörungserzählungen und “Fake News” im digitalen Raum nachhaltig in den Unterricht zu integrieren. Zielgruppe sind Lehrende an weiterführenden sowie berufsbildenden Schulen. Wir bieten Online-Kurse, eine umfangreiche Materialsammlung, regelmäßige Webinare sowie Lehrkräfte-Fortbildungen in vielen Bundesländern an.
Das Projekt läuft seit August 2019 und geht ab Mitte dieses Jahres in eine neue Phase über. Neben der Fortführung der bestehenden Angebote werden neue inhaltliche Schwerpunkte auf der Unterstützung der Elternarbeit sowie dem Thema Hass im Netz und dessen Verbindung zu Desinformation liegen.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf weitklick.de.

Ihre Aufgaben:

  • Gesamtkoordination und strategische Weiterentwicklung des Projekts als Teil des medienpädagogischen Teams der FSM
  • Koordination aller Projektaufgaben und Kommunikation mit externen Partner*innen (Dozent*innen, Teilnehmende, Auftragnehmer*innen, etc.)
  • Pflege und Ausbau eines breiten Netzwerks, bestehend aus Beiratsmitgliedern, Fortbildungsinstituten in den Bundesländern, zivilgesellschaftlichen Organisationen, etc.
  • Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen digital sowie in Präsenz:
    • Themenplanung und Akquise von Speaker*innen
    • Moderation von Veranstaltungen
    • Präsentation des Projektes auf Fachtagungen, Konferenzen, Paneldiskussionen, etc.
  • inhaltliche Konzeption und Umsetzung der neuen thematischen Projektschwerpunkte (Elternarbeit und Hate Speech)
  • Unterstützung bei der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit des Projekts
  • Monitoring aktueller politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen rund um das Thema Desinformation
  • Verwaltung und Monitoring des Projekts
    • Budgetverantwortung, Vergabe und Abwicklung von Aufträgen, Fördermittelmanagement
    • Einhaltung von Zielvorgaben und Meilensteinen
    • Reporting und Kommunikation mit dem Fördermittelgeber
  • medienpädagogische Mitarbeit: Konzeption und Umsetzung von weiteren Angeboten und Projekten der Medienbildung im Jugendmedienschutz

Ihr Profil:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium im geistes- oder sozialwissenschaftlichen Bereich, gern mit einem medienpädagogischen Schwerpunkt, oder vergleichbare berufliche Erfahrungen
  • idealerweise erste Berufserfahrung in der Koordination von Projekten aus den Bereichen Medienbildung oder politische Bildung
  • Vorkenntnisse und idealerweise Berufserfahrung auf dem Gebiet der Medienpädagogik und Medienbildung sowie Interesse am Jugendmedienschutz
  • Interesse an unseren Projektthemen Medien- und Meinungsbildung, Hate Speech und Desinformation
  • Fähigkeit, komplexe Themen an diverse Zielgruppen zu kommunizieren
  • eigenverantwortliche Arbeitsweise und geübt darin, Prozesse zu koordinieren
  • Erfahrung im Umgang mit Content-Management-Systemen und digitalen Tools
  • sehr gute schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit in deutscher und englischer Sprache

Was wir bieten:

  • eine Stelle in Vollzeit, befristet bis Ende September 2023
  • eine anspruchsvolle Aufgabe mit viel Gestaltungsspielraum in einem spannenden gemeinnützigen Projekt
  • die Möglichkeit, neue Themen zu bearbeiten und eigene Schwerpunkte zu setzen
  • vielfältige Tätigkeit in einem tollen, multiprofessionellen Team, qualifizierte Einarbeitung sowie Fort- und Weiterbildungsangebote
  • flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten
  • eine ortsübliche, angemessene Bezahlung und viele zusätzliche Arbeitgeberleistungen, z.B. Optionen zur betrieblichen Altersvorsorge, BVG-Ticket, Firmenmitgliedschaft im Urban Sports Club
  • ein freundliches und modernes Arbeitsumfeld in Berlin-Mitte

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (in einem PDF) mit einem kurzen Motivationsschreiben, einem ausführlichen tabellarischen Lebenslauf, den letzten Zeugnissen und Ihrem frühestmöglichen Eintrittstermin bis spätestens zum 24. April 2022 ausschließlich per E-Mail an Martin Drechsler unter office@fsm.de.

Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) 
Beuthstraße 6, 10117 Berlin, Telefon: 030 240484-30, office@fsm.de, www.fsm.de

Webinar: Wie können Lehrkräfte an beruflichen Schulen „Fake News“ begegnen?

weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veranstaltet ein kostenloses Webinar am 02.03.2022 zum Thema „Wie können Lehrkräfte an beruflichen Schulen „Fake News“ begegnen?“ mit Christina Ewers und Silke Schleppenbäumer vom Berufskolleg Senne. Es findet von 15:30 bis 16 Uhr statt.

Über das Webinar

Diese Veranstaltung (Anmeldung hier) richtet sich an Lehrkräfte in der beruflichen Bildung sowie alle am Thema Interessierten. Gemeinsam diskutieren wir, wie junge Erwachsene dazu kommen, Falschinformationen und Verschwörungsmythen zu verbreiten – und wo Lehrende in solchen Fällen ansetzen können.
Wir nehmen dabei insbesondere die folgenden Fragen in den Fokus:

  • Welche Erfahrungen machen Lehrende an beruflichen Schulen mit Themen wie Falschinformationen und Verschwörungsmythen?
  • Wie können Lehrkräfte den Schülerinnen vermitteln, „Fake News“ als solche zu erkennen und ggfs. Handlungskompetenz in diesem Bereich zu erlangen? Welche Formate und Methoden sind geeignet, um Berufsschülerinnen mit diesen Themen zu erreichen?
  • Welche Beispiele, Übungen und Ideen für den Unterricht zu diesem Thema bieten sich konkret für diese Zielgruppe an?

Moderation: Isgard Walla, FSM e.V.

Hinweis: Das Webinar findet per Zoom statt. Es ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Dieses Webinar wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

Hinweise für Lehrer*innen aus diesen Bundesländern:

  • Mecklenburg Vorpommern: Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern / Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern hat die Veranstaltung als Lehrkräftefortbildung gemäß § 16 Lehrerbildungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern (LehbildG M-V) anerkannt.
  • Berlin: Die Regionale Fortbildung Berlin hat die Veranstaltung als Lehrkräftefortbildung anerkannt.

Über die Dozentinnen

Christina Ewers ist Schulleiterin am Berufskolleg Senne.

Silke Schleppenbäumer ist Bildungsgangleitung für die Berufsfachschule Typ I und unterrichtet sowohl im Vollzeitbereich als auch in der Berufsschule die Fächer Wirtschaftslehre, Politik und Deutsch/Kommunikation.

Das Berufskolleg Senne ist ein gewerblich-technisches Berufskolleg für die Berufsfelder Chemie, Gestaltung, Druck und Medien mit etwa 1600 Schüler*innen.

Webinar: Online-Challenges – Das Phänomen verstehen und im Unterricht behandeln

Am 27.1.2022 veranstaltet die FSM ein kostenfreies Webinar für Lehr- und pädagogische Fachkräfte gemeinsam mit TikTok.

Challenges, also Herausforderungen oder Mutproben auf Online-Plattformen und in der offline Welt, sind bei Jugendlichen sehr beliebt. Sie sind bei Weitem nicht nur auf TikTok beschränkt, werden aber auch mit der Plattform in Verbindung gebracht. Doch was, wenn Challenges gefährlich werden und aus Spaß Ernst wird?

Erfahren Sie im Webinar mehr über die Online-Phänomene und den Unterschied zwischen Challenges und Hoaxes. Lernen Sie Tipps kennen , mit denen Sie Jugendliche im Schulunterricht oder in der pädagogischen Arbeit darüber aufklären und vor möglichen negativen Auswirkungen schützen können.

Wie kommen Sie mit Jugendlichen im Unterricht über Challenges ins Gespräch? Und welche Unterstützung gibt es für Sie, wenn Sie das Thema in der Schule behandeln möchten? Wie können Jugendliche lernen, selbst gefährliche Challenges rechtzeitig zu erkennen und damit umzugehen? Welche Einstellungen und Tipps bietet die App TikTok dabei?

Im Webinar erklärt unsere Expertenrunde anhand einer kürzlich international durchgeführten Studie das Wichtigste über Online-Challenges und gibt Ihnen praktische Hilfestellungen und Tipps aus Jugendmedienschutz und Medienbildung, die Sie direkt in Ihren Unterricht mitnehmen können. Auf TikTok aktive Lehrer geben Einblicke in ihre kreative Arbeit auf der Plattform und erarbeiten mit Ihnen Ideen, wie Jugendliche aufgeklärt werden können.

Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei und wird von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) gemeinsam mit TikTok durchgeführt. Klicken Sie hier zur kostenfreien Anmeldung.

Webinar: Online-Challenges – Das Phänomen verstehen und im Unterricht behandeln
Termin: 27.01.2022 | 15 bis 16:30 Uhr

Mit dabei sind:

  • Lidia de Reese, FSM e.V.
  • Public Affairs Team TikTok
  • Lehrer*innen, die TikTok aktiv nutzen

Moderation: Isgard Walla, FSM e.V.

Hinweis: Wir nutzen das Videokonferenztool „Zoom“. Zoom ist ein Service der Zoom Video Communications Inc., die ihren Sitz in den USA hat. Wir nutzen Zoom über den deutschen Betreiber easymeet24. Serverstandort von easymeet24 ist Europa. Weiterhin haben wir innerhalb des Dienstes Zoom die Konfigurationen mit dem höchsten Daten- und Sicherheitsschutz gewählt. Bitte nehmen Sie auch von unserer Datenschutzerklärung Kenntnis.

Vorgestellt: Dossier Dokumentarisches Erzählen | MEDIENRADAR

Die medienpädagogische Lernplattform MEDIENRADAR hat ein neues Dossier zum Thema Dokumentarisches Erzählen veröffentlicht. Dokumentarisches Erzählen begegnet uns in den Medien in unterschiedlichsten Varianten, ob in Form eines künstlerischen Kino-Dokumentarfilms, einer TV-Dokumentation, einer fundiert recherchierten Reportage, eines mehr oder weniger aufwendig produzierten YouTube-Videos, eines unterhaltsamen Realityformats oder aber eines Livestreams auf einer Onlineplattform. Während die einen Formate für eine lange Rezeptionsdauer produziert werden und man sie auch Jahre später noch in Mediatheken finden kann, sind andere für das Jetzt erstellt und verschwinden nach kurzer Zeit wieder.

Das Dossier Dokumentarisches Erzählen beleuchtet das Thema in seinen vielfältigen Aspekten. Neben dem künstlerischen Dokumentarfilm werden auch Fernsehformate wie Reportagen, Reality-TV und True Crime sowie neuere dokumentarische Formate auf Social-Media-Plattformen betrachtet. In Ergänzung zu verschiedenen Artikeln, Medienbeispielen und Interviews bietet das Dossier eine Reihe von Lehrmaterialien ab Klassenstufe 5 an, die individuell kombiniert und so den pädagogischen Bedürfnissen angepasst werden können.

Die Inhalte des Dossiers kurz vorgestellt

Der Artikel Von Streams & Stories gibt einen Einblick in den Reiz und die Risiken dieser flüchtigen Formate. Bei der Betrachtung der verschiedenen Formen des Dokumentarischen ist aber nicht nur die Halbwertzeit von Belang. Es geht um Authentizität, um filmische Herangehensweisen und Mittel, um die Frage nach den Grenzen des Erlaubten. So können fiktionale Elemente durchaus Teil des Dokumentarischen sein, ohne dessen Anspruch auf Glaubwürdigkeit zu beeinträchtigen, wie David Assmann in seinem Artikel Dokumentarisches Erzählen ausführt. Ergänzend bietet das spezifisch für das Dossier erstellte Glossar Dok Spot allgemein verständliche Definitionen und Erklärungen zu verschiedenen Bezeichnungen und Formaten des Dokumentarischen. Eine Playlist zeigt die Vielfalt dokumentarischer Formen anhand von Beiträgen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit auf.

Screenshot: Dossier Dokumentarisches Erzählen, medienradar.de

Auch die Rezeptionsmotive können als breitgefächert beschrieben werden. Während sich manche Zuschauende von Realityformaten besonders unterhalten fühlen und daraus sogar Hilfestellungen für ihren Alltag beziehen, fühlen sich andere von diesen Sendungen regelrecht abgestoßen. Im Feature „Aber trotzdem geht das ja irgendwie in mein Gehirn!“ sprechen Jugendliche über ihr Verhältnis zu Realityformaten und Gerd Hallenberger beschreibt in seinem Artikel Das Leben ist Stress: Jugendliche und Reality-TV mögliche Rezeptionsmotive. Ein medienpsychologischer Blick auf Trash-Konsum im Artikel Ich sehe was, was du nicht sehen würdest erweitert die Perspektive. Außerdem stellt eine Playlist aktuelle Formate im TV vor und ordnet diese ein.

Das Lehrmaterial im Fokus

Die dokumentarische Erzählung über Verbrechen erfährt in den letzten Jahren in dem Genre True Crime einen regelrechten Boom. Nicht nur TV-Sender und digitale Streamingdienste haben dieses Genre als quotenstarkes Format entdeckt, auch auf Social-Media-Plattformen wird True Crime aktiv rezipiert. Jan Harms präsentiert in zwei Beiträgen Geschichte, Narration, Rezeption und kritische Perspektiven auf das Format. Eine Playlist zu True Crime beleuchtet das Phänomen unter dem Aspekt des Jugendmedienschutzes.

Screenshot: Lehrmaterial zum Dossier Dokumentarisches Erzählen, medienradar.de

Ein Teil des Lehrmaterials, erstellt in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) und VISION KINO, bietet ein umfangreiches didaktisches Material zum Dokumentarfilm im Unterricht in mehreren Modulen zu den Themen Umgang mit der Wirklichkeit, Filmgestalterische Mittel, Entstehung eines Dokumentarfilms und Do It Yourself an.

Aufgrund der besonderen Jugendmedienschutzrelevanz wird in diesem Dossier außerdem ein Aufgaben-Set zu Reality-TV bereitgestellt. Ebenfalls für den Einsatz im Unterricht eignet sich ein Erklärvideo zum Format Doku-Soap.

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https://www.youtube.com/watch?v=orZCuQzDt3Q_%_
Video: Was ist eine Dokusoap? | Medienradar erklärt

Über MEDIENRADAR

MEDIENRADAR ist ein Projekt der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). Der Aufbau des Angebotes wurde durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gefördert. Partner*innen des Projekts sind die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz, die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) und das JFF – Institut für Medienpädagogik in Theorie und Praxis.
Als medienpädagogisches Portal richtet sich MEDIENRADAR an Fachkräfte in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit und bereitet aktuelle Medienthemen auf, die die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unmittelbar berühren. Das thematisch passende Lehrmaterial ergänzt die Inhalte und kann flexibel in der pädagogischen Bildungsarbeit eingesetzt werden. Die Dossiers behandeln unterschiedliche Schwerpunktthemen und setzen sich aus den Bereichen Hintergrundwissen, Lehrmaterial und Mediensammlung zusammen.

Vorgestellt: Unterrichtseinheit zu Verschwörungserzählungen | DigiBitS

Gerüchteküche oder Informationsquelle? – Eine neue Unterrichtseinheit des DsiN-Projekts DigiBitS – Digitale Bildung trifft Schule unterstützt Lehrkräfte bei der Sensibilisierung für Verschwörungserzählungen. Sie wurde in Kooperation mit den Projekten Medien in die Schule und weitklick entwickelt.

DigiBitS: Unterrichtseinheit zu Verschwörungserzählungen

Verschwörungserzählungen gibt es schon lange. Seit der Covid-19-Pandemie gelangen sie aber vermehrt in den öffentlichen Diskurs. Besonders kritisch ist ihre Verbreitung in sozialen Netzwerken, in denen sich auch Jugendliche aufhalten und sich dadurch verunsichert fühlen. Dies ist Grund genug im Schulunterricht über verschwörerische Narrative, deren Charakteristika und Verbreitungswege ins Gespräch zu kommen. Mithilfe der neuen Unterrichtseinheit können Lehrkräfte ihre Schüler*innen für das Thema sensibilisieren und so die Informations- und Medienkompetenz junger Menschen stärken.

Die Unterrichtseinheit ist das Ergebnis einer Kooperation mit den beiden Medienbildungsprojekten „Medien in die Schule – Materialien für den Unterricht“ und „weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung“ von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e. V.

Thema der Unterrichtseinheit

Die Schüler*innen beschäftigen sich mit verschiedenen Textarten und lernen, sie voneinander abzugrenzen. Ziel ist es, Meinungen von Fakten abzugrenzen. Auch die Verbreitungswege von Verschwörungserzählungen sind Thema der Unterrichtseinheit. Optional können Lehrkräfte ein Gedankenexperiment mit ihren Schüler:innen ausprobieren, dass ihnen die gesellschaftliche Sprengkraft von Verschwörungserzählungen verdeutlicht.

Kostenfreier Download der Unterrichtseinheit: Gerüchteküche oder Informationsquelle? Wie sich Verschwörungserzählungen im Internet verbreiten

Weitere Materialien von DigiBitS

Die neue Unterrichtseinheit ergänzt weitere DigiBitS-Unterrichtsmaterialien zum Thema:

Unterstützung von Medien in die Schule und weitklick

Bei Medien in die Schule finden Lehrkräfte Unterrichtsmaterialien, Werkzeugkästen und Praxisanwendungen für den Einsatz im Unterricht. Speziell zu Thema Verschwörungserzählungen stehen innerhalb des Unterrichtsmaterials Meinung im Netz gestalten zwei Module zur Verfügung:

Das Fortbildungsprogramm „weitklick“ unterstützt Lehrkräfte dabei, das Thema Desinformation im digitalen Raum nachhaltig in den Unterricht zu integrieren. Passend zu Thema empfehlen wir insbesondere die Online-Kurse zum Selbstlernen „Kurs IV – Entstehung und Funktionen von Desinformation“ und „Kurs V – Desinformation erkennen und begegnen“.

Webinar: Symbole und Strategien der neuen Rechten

weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veranstaltet ein kostenloses Webinar am 07.12.2021 zum Thema „Symbole und Strategien der neuen Rechten“ mit Patrick Stegemann. Es findet von 16 bis 18 Uhr statt.

Über das Webinar

Viele Profile der neuen Rechten wirken auf den ersten Blick harmlos. Sie lächeln freundlich auf Instagram-Fotos oder kochen auf ihrem YouTube-Kanal. Doch sie nutzen das Netz als Radikalisierungsplattform – und die Folgen in der analogen Welt sind drastisch.

In diesem Webinar diskutieren wir mit Blick auf die Schule:

  • Was sind gängige Codes und Symbole der neuen Rechten?
  • Welche Formate und Strategien werden genutzt, um gezielt Jugendliche anzusprechen?
  • Wie können Lehrer*innen solche Inhalte erkennen?
  • Was können sie dagegen tun?
  • Mit welchen Beispielen und Übungen können sie das Thema im Unterricht angehen?

Hinweis: Das Webinar findet per Zoom statt. Es ist kostenlos und offen für alle Interessierten! Dieses Webinar wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

Moderation: FSM e.V.

Über Patrick Stegemann

Patrick Stegemann, *1989, ist Kommunikationswissenschaftler und Soziologe. Nach seinem Studium in Erfurt, Berlin, Haifa und Kairo arbeitet er u.a. als Investigativjournalist für verschiedene Formate im Fernsehen, Online und für Podcast. Er wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Reporterpreis und dem Otto-Brenner-Preis. Er ist Co-Gründer der journalistischen Produktionsfirma Undone.

Alle Informationen und kostenfreie Anmeldung auf weitklick.de.

Vorgestellt: Dossier Daten & Privatsphäre – unsere digitalen Spuren | MEDIENRADAR

Die medienpädagogische Lernplattform MEDIENRADAR hat ein neues Dossier zum Thema „Daten & Privatsphäre – unsere digitalen Spuren“ veröffentlicht. Das Dossier widmet sich in Artikeln, Medienbeispielen und Interviews verschiedenen Fragen, u.a. nach digitalen Datenspuren, wie diese entstehen und genutzt werden, wie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz in der Praxis umgesetzt werden oder welche Herausforderungen für Jugendliche mit ihren digitalen Lebenswelten bezüglich Datensouveränität und Privatsphäre bestehen. Es möchte mithilfe der Lehrmaterialien Anreize zur Bearbeitung des Themas im Unterricht schaffen.

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https://youtu.be/faq_zrB1q34_%_
Erklärvideo: Ich habe doch eh nichts zu verbergen | Medienradar erklärt

Das Dossier

Überall hinterlassen wir Datenspuren. Während im Jahr 2017 jeder Mensch im Durchschnitt täglich über 600 Megabyte an digitalen Daten erzeugte, sind es heute mehr als ein Gigabyte pro Tag. Und während bis Ende der 80er-Jahre noch weniger als ein Prozent aller Daten digital verfügbar waren, hat sich das Verhältnis inzwischen umgekehrt und nur noch 1 Prozent aller Daten sind analog vorhanden. Bis zum Jahr 2025 soll diese Menge an digital verfügbaren Daten nochmal um mehr als das fünffache steigen (Quelle: wirtschaftsforum.de).

Ein Großteil der Datenmengen wird ganz beiläufig von uns selbst produziert: wenn wir Suchmaschinen im Internet nutzen, in sozialen Netzwerken kommunizieren, Kredit- oder Kundenkarten verwenden, E-Mails versenden, unsere Standortdaten veröffentlichen oder im Internet shoppen. Unternehmen speichern und nutzen diese Daten, um daraus wertvolle Nutzer:innenprofile zu erstellen oder sie an andere Firmen zu verkaufen.

Damit das Recht auf informationelle Selbstbestimmung oder der Datenschutz davon nicht beeinträchtigt werden, wird in sämtlichen Verträgen und AGBs zwar detailliert beschrieben, welche personenbezogenen Daten über uns gespeichert und zu welchem Zweck sie verarbeitet werden, aber diese durchzulesen und zu verstehen, ist oftmals sehr mühsam. Hier den Überblick zu behalten, ist für den:die Einzelne:n kaum noch möglich. Noch undurchsichtiger wird die Kontrolle der eigenen Daten beim Thema staatlicher oder privater Überwachung als Mittel für mehr Sicherheit in der Gesellschaft.

Screenshot: Dossier Daten & Privatsphäre – unsere digitalen Spuren, medienradar.de

Doch was genau bedeutet das für uns? Wie können wir verstehen, wo diese ganzen Daten über uns gespeichert werden und mit welchen Absichten? Bezahlen wir im Netz inzwischen tatsächlich mit unseren Daten? Was kann passieren, wenn sensible Daten in die Hände Unbefugter kommen? Und wie unterscheidet man überhaupt sensible von weniger sensiblen Daten? Vor welchen Herausforderungen stehen insbesondere Jugendliche, die nur schwer auf die verlockenden digitalen Angebote verzichten können, sofern sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben möchten? Und wie kann es gelingen, die eigene Datensouveränität und Privatsphäre ein Stück weit wiederzuerlangen?

Zum Dossier Daten & Privatsphäre – unsere digitalen Spuren

Über MEDIENRADAR

MEDIENRADAR ist ein Projekt der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). Der Aufbau des Angebotes wurde durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gefördert. Partner*innen des Projekts sind die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz, die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) und das JFF – Institut für Medienpädagogik in Theorie und Praxis.
Als medienpädagogisches Portal richtet sich MEDIENRADAR an Fachkräfte in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit und bereitet aktuelle Medienthemen auf, die die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unmittelbar berühren. Das thematisch passende Lehrmaterial ergänzt die Inhalte und kann flexibel in der pädagogischen Bildungsarbeit eingesetzt werden. Die Dossiers behandeln unterschiedliche Schwerpunktthemen und setzen sich aus den Bereichen Hintergrundwissen, Lehrmaterial und Mediensammlung zusammen.

vzbv Materialkompass bewertet Unterrichtsmaterialien mit „sehr gut“

Wir freuen uns sehr: Der Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat zwei „Medien in die Schule“ Unterrichtsmaterialien kürzlich mit „sehr gut“ bewertet! Dabei handelt sich um das Unterrichtsmaterial Machine Learning. Intelligente Maschinen und das 2021 neu veröffentlichte Modul zum Thema Desinformation online im Unterrichtsmaterial Meinung im Netz gestalten.
Der Materialkompass Verbraucherbildung wurde entwickelt, um Lehrer*innen in der Fülle an verfügbaren Materialien für den Unterricht eine Orientierung zu bieten. Mehr Informationen zum Bewertungsprozess, den Kriterien und zum Expertengremium finden Sie auf der Website des Materialkompass.

Unterrichtseinheit: Machine Learning. Intelligente Maschinen.

Lehrer*innen erhalten in flexibel einsetzbaren Unterrichtsmodulen Informationen, vielfältige Methoden und Praxisanregungen rund um Künstliche Intelligenz (KI) für den Unterricht. Die Einheit gliedert sich in vier Module, in denen sich die Schüler*innen aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Machine Learning Algorithmen und Anwendungen auseinandersetzen. Sie analysieren dabei ihr eigenes Nutzungsverhalten und lernen sich zu verschiedenen ethischen Fragestellungen zu positionieren.

Das Unterrichtsmaterial wurde mit inhaltlicher Unterstützung der TüftelAkademie erstellt. Die Roberta-Initiative des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS hat einen Expertencheck sämtlicher Inhalte durchgeführt.

Die Publikation stellt eine gelungene Hilfestellung für Lehrkräfte und Jugendliche dar, die sich mit den Themen Künstliche Intelligenz und Machine Learning vertraut machen möchten, die sich damit kritisch auseinandersetzen und eine eigene Meinung bilden möchten.

Aus der Expertenbewertung Materialkompass Verbraucherbildung

Hier finden Sie die ausführliche Expertenbewertung im Materialkompass Verbraucherbildung.

Unterrichtsmodul „Desinformation online“

Das Modul zum Thema Desinformation online wurde im Mai 2021 in Zusammenarbeit mit weitklick – das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veröffentlicht. Es erweitert das bereits 2017 herausgegebene Unterrichtsmaterial Meinung im Netz gestalten zu Meinungsbildungsprozessen im Internet um die Vermittlung von Merkmalen, Motiven und Verbreitungswegen von Desinformation online sowie Möglichkeiten der Identifikation und Überprüfung im schulischen Kontext.

Das Material bietet vielfältige Anregungen für einen Unterricht, der zur Auseinandersetzung mit Falschinformationen anleiten soll. Arbeitsblätter ergänzen die Gestaltungsvorschläge für den Unterricht, zentral sind aber die vorgeschlagenen kooperativen Methoden, die immer wieder Reflexion und Auseinandersetzung mit der Thematik erfordern.

Aus der Expertenbewertung Materialkompass Verbraucherbildung

Hier finden Sie die ausführliche Expertenbewertung im Materialkompass Verbraucherbildung.

Webinar mit Ingrid Brodnig: Die Arbeit hinter den Schlagzeilen

weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung veranstaltet ein kostenloses Webinar am 08.07.2021 zum Thema „Die Arbeit hinter den Schlagzeilen – Was journalistische Kompetenz ausmacht und wie wir sie im Unterricht fördern können“ mit Ingrid Brodnig. Es findet am 08.07.2021 von 15 bis 16:30 Uhr auf weitklick.de statt.

Über das Webinar

In diesem Webinar erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die Berufspraxis und den Redaktionsalltag von Journalist*innen. Sie erfahren, wie Medienprofis ihre eigene Rolle als Vermittler*innen von Informationen und Meinungen wahrnehmen – und wie sie mit Falschinformationen und Verschwörungsmythen umgehen. In einem interaktiven Teil erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam Ideen, wie sie die journalistischen Kompetenzen von Schüler*innen fördern können und diskutieren methodisch-didaktische Beispiele für den Unterricht.

Hinweis: Dieses Webinar wird weder gestreamt noch aufgezeichnet. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.

Moderation: Judith Kunz (FSM e. V.)

Über Ingrid Brodnig

Ingrid Brodnig ist Journalistin und Buchautorin – zuletzt erschien von ihr „Einspruch! Verschwörungsmythen und Fake News kontern – in der Familie, im Freundeskreis und online“ (Brandstätter Verlag), welches in zahlreichen namhaften Medien aufgegriffen wurde (z.B. „Spiegel“, „Stern“, „Standard“, „NDR Info“). Sie hält regelmäßig Vorträge und Workshops, wie man gegen Desinformation und Hassrede im Internet ankommen kann. Ihre Arbeit wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, für ihr Werk „Hass im Netz“ erhielt sie beispielsweise den Bruno-Kreisky-Sonderpreis für das politische Buch. Für das österreichische Nachrichtenmagazin „Profil“ verfasst sie die wöchentliche IT-Kolumne #Brodnig. Mehr Informationen finden Sie unter brodnig.org.

Alle Informationen und kostenfreie Anmeldung auf weitklick.de.

Online-Paneldiskussion zum Digitaltag 2021

Aktuelle Herausforderungen für den Journalismus im Superwahljahr 2021: Zu diesem Thema veranstaltet weitklick – Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung eine kostenlose Online-Paneldiskussion am 18.06.2021 im Rahmen des Digitaltags 2021, sie findet von 14 bis 15:30 Uhr auf weitklick.de statt.

Speaker*innen

  • Lisa Dittmer, Referentin für Internetfreiheit, Reporter ohne Grenzen
  • Dr. Lena Frischlich, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Björn-Simon Frommann, Hector-Peterson-Schule
  • Eva Schiller, Leiterin ZDF-Studio Baden-Württemberg

Moderation: Jochen Spangenberg

Alle Informationen und kostenfreie Anmeldung auf weitklick.de.

Über die Veranstaltung

Um politische Meinungen zu bilden und informierte Wahlentscheidungen treffen zu können, sind wir auf vertrauenswürdige Informationen und Nachrichten angewiesen. Allerdings steht der Nachrichtenjournalismus aktuell vor mindestens zwei großen Herausforderungen. Zum einen informiert sich ein immer größer werdender Teil des Publikums in sozialen Medien über tagesaktuelle Themen, wo nicht-professionelle Inhalte unredigiert neben professionellen Angeboten stehen. Dies führt dazu, dass immer mehr Menschen auch mit Falschnachrichten und Desinformation in Kontakt kommen. Missverständliche Darstellungen und irreführende Nachrichten aufzulösen und bei Desinformation gegenzusteuern, wird deshalb eine zunehmend wichtige Aufgabe von Journalist*innen.
Zum anderen wird die tagtägliche Arbeit von Journalist*innen erschwert, denn antidemokratische Strömungen machen auch in Deutschland die Berichterstattung immer schwieriger und mitunter gefährlich. Und das gilt zunehmend auch für den digitalen Raum. “Reporter ohne Grenzen” schätzt die Pressefreiheit wegen der zunehmenden Gewalt auf Demonstrationen nicht mehr „gut“, sondern nur noch „zufriedenstellend“ ein. 

Beide Aspekte sind insbesondere mit Blick auf das Superwahljahr 2021 von besonderer Bedeutung. Zum Digitaltag fragen wir uns: Wie kann Journalismus dazu beitragen, Desinformation zu begegnen? Wie steht es um die Pressefreiheit in Deutschland? Welchen Herausforderungen begegnen Journalist*innen im digitalen und im analogen Raum? Und was bedeutet das konkret für Schulen und Bildungseinrichtungen, die junge Menschen auf das politische Geschehen im Superwahljahr vorbereiten und begleiten?

Zur aktiven Teilnahme melden Sie sich bitte hier an. Den Livestream können Sie ohne Anmeldung sehen.