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Jugend_und_Handy_Modul1   Jugend_und_Handy_Modul1 Jugend_und_Handy_Modul1

Einführung

Zum Einstieg ein Blick auf die aktuelle Forschung (JIM-Studie 2014)[1]: Schon im Sommer 2014 gaben 97 % der 12- bis 19-Jährigen an, ein Handy zu besitzen, davon haben 88 % wiederum ein Smartphone. Diese Zahlen sind relativ gleich verteilt über verschiedene Alter, Bildungsgang oder Geschlecht. Lediglich bei der Altersstufe 12 bis 13 hatten „nur“ 81 % ein Smartphone. 94 % der Handy-/Smartphone-Besitzer_innen gaben an, dass ihr Gerät internetfähig sei. Knapp drei Viertel verfügte über eine Flatrate für unbegrenzte Internetnutzung über das Handy.

Spätestens mit 12 Jahren haben also fast alle Jugendlichen ein eigenes Handy, das sie auch bzw. gerade in der Schule dabei haben. Die Zuwächse im Bereich Smartphone und mobile Internetnutzung sind rasant. Die Bedienung der Geräte ist den Jugendlichen häufig vertrauter als manchen Erwachsenen. Das bedeutet aber noch nicht, dass alle Jugendlichen ein tieferes Verständnis der Technik oder des eigenes Nutzungsverhaltens haben, geschweige denn, dass sie diese kritische reflektieren. Dafür gilt es, den alltäglichen Gebrauch, das Wissen – sowohl in technischer als auch in sozialer Hinsicht – und die geltenden (oder strittigen) Normen der Nutzung explizit zu machen und miteinander zu diskutieren.

Ziel

Die Unterrichtseinheiten in Modul 1 zielen darauf ab, sich das eigene Nutzungsverhalten zunächst bewusst zu machen. Dabei geht es nicht nur um die technische Ebene, sondern auch um problematische Aspekte der Nutzung und schließlich um normative Fragen. Am Ende von Modul 1 haben die Schüler_innen einen Überblick über das eigene Nutzungsverhalten und können es mit der Nutzung anderer vergleichen. Sie wissen mehr über die technischen Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung und kennen zudem ansatzweise den aktuellen Medienwandel.

Zeitbedarf

Die Unterrichtseinheiten (UE) werden nachfolgend in einer sinnvoll aufeinander aufbauenden Abfolge vorgeschlagen. Einzelne Unterrichtseinheiten können ausgelassen bzw. gesondert genutzt werden. (Nur UE1-c setzt die Durchführung von UE1-b voraus.) In den meisten Unterrichtseinheiten sind Variationen im Ablauf vorgeschlagen, sodass sich ein eigener Zeitplan empfiehlt, der an die individuell zusammengestellten Varianten angepasst ist. UE1-d kann wahlweise mit einer Hausaufgabe ergänzt werden.

[1]     MPFS 2014, URL: www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf14/JIM-Studie_2014.pdf