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Aufgrund der unüberschaubaren Vielzahl und Vielfalt im WWW ist die gezielte Suche nach Angeboten, die den Menschen der Information dienen und persönliche Bedürfnisse nach Orientierung, Kommunikation und Unterhaltung befriedigen, von großer Wichtigkeit. Suchmaschinen wie Google und Online-Enzyklopädien wie Wikipedia haben sich hier als sinnvolle Hilfsmittel etabliert und werden bereits von den jüngsten Internetnutzer_innen selbstverständlich genutzt. Von den 6- bis 13-Jährigen nutzten 2014 ca. 70% zumindest wöchentlich Suchmaschinen, 29% der Mädchen und 25% der Jungen Wikipedia.[1] Zwar können die jungen User_innen bei ihrer Internetnutzung auch auf spezielle Suchmaschinen (Blinde Kuh, fragFINN.de, Helles Köpfchen) und Enzyklopädien (z.B.. Grundschulwiki) zurückgreifen, deren Oberflächen, Suchfunktionen und Suchergebnisse an den spezifischen Kompetenzen und Bedürfnissen von Kindern orientiert sind. Die großen Akteure Google und Wikipedia sind aber frühzeitig relevant und prägen von Anbeginn die Internetnutzung von Kindern. Jugendliche nutzen Suchmaschinen und Online-Enzyklopädien noch häufiger und bedienen sich vor allem dieser Hilfsmittel, wenn sie sich im Internet informieren wollen.[2]

Ziel

In Modul 3 zum sicheren Suchen im Internet werden die bereits vorhandenen Kenntnisse der Schüler_innen zu den Möglichkeiten der Suche und Recherche im Internet vertieft. Ziel ist die Stärkung der Recherche- und Informationskompetenz, auf deren Grundlage die Schüler_innen auch alternative Angebote zur Suche und Recherche im Internet im Blick haben, die Relevanz und Glaubwürdigkeit der Suchergebnisse und Informationen besser abschätzen können und für mögliche Problembereiche (z.B. fehlende Neutralität und Überprüfbarkeit der aufgefundenen Informationen, werblicher Charakter von Suchergebnissen) sensibilisiert werden.

Die Einheit zeigt die Komplexität der Thematik auf und gibt Anregungen für eine unterrichtliche Auseinandersetzung. Dabei sollen vor allem Grundlagen aufgezeigt und thematisiert werden. Für eine weiterführende Behandlung wird die klicksafe-Broschüre „Wie finde ich, was ich suche?“ empfohlen, die in Kooperation mit der Kindersuchmaschine fragfinn.de, Google Deutschland und der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter entstanden ist.

Kimmel, Birgit et al.: Wie finde ich, was ich suche? – Suchmaschinen kompetent nutzen – Materialien für den Unterricht. Ludwigshafen 2012. Online unter http://www.klicksafe.de/fileadmin/media/documents/pdf/klicksafe_Materialien/LH_Zusatzmo dul_Suchmaschinen_klicksafe.pdf

Zeitbedarf

Der zeitliche Aufwand ist äußerst flexibel. So können beispielsweise die inhaltlichen Teilaspekte (Suchmaschinen und Wikipedia) einzeln/getrennt voneinander in jeweils ca. 90 Min. oder als gesamte Einheit in ca. 180 Min. durchgeführt werden. Gleichzeitig bieten die methodischen Vorschläge zahlreiche zusätzliche Anregungen (z.B. die Verwendung von kollaborativen Methoden), so dass eine inhaltliche und zeitliche Erweiterung stattfinden kann.

 

Modulübersicht
 UE3-a  „Ich und das WWW“ – Nutzungsformen von Jugendlichen
UE entfällt, wenn Modul 1 oder 2 durchgeführt wurde!
ca. 25 Min.
 UE3-b  „Wenn ich suche …“ – Suchverhalten von Jugendlichen ca. 20 Min.
  UE3-c  Internetangebote zur Internetseitensuche ca. 20 Min.
  UE3-d  Suchprofi werden ca. 25 Min.
  UE3-e  Wie funktioniert Wikipedia? ca. 25 Min.
  UE3-f  Glaubwürdigkeit erkennen ca. 20 Min.
  UE3-g  Verfassen eines Wikipedia-Artikels ca. 45 Min.
Zusammen  ca. 180 Min.

[1]           vgl. MPFS 2014a, S. 35
[2]           vgl. MPFS 2014b, S. 28