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Kommunikation im Internet gehört bei Jugendlichen zu den wichtigsten Online-Nutzungsarten.

(vgl. JIM Studie 2014). Die wachsende Anzahl von Kommunikationstools mit Netzwerkcharakter (Instant Messenger etc.), kann dazu führen, dass nicht nur größere Mengen an unterschiedlichsten Informationen ausgetauscht werden können, sondern auch dass sich durch die Netzwerkkontaktmöglichkeiten die individuelle Öffentlichkeit erheblich vergrößert. Damit einher geht eine veränderte Bedeutung des Online-Seins für Jugendliche.

Durch den nahezu ständig verfügbaren Internetzugang mit mobilen Endgeräten sind Informationen jederzeit und überall aktuell verfügbar und abrufbar. Die Jugendlichen können aktiv kommunizieren oder auch passiv zum Kommunikationsthema im Netzwerk werden.

Bei der Identitätsbildung von Jugendlichen spielt die Kommunikation mit der Peer-Group eine wichtige Rolle. Durch den Austausch von Alltagserfahrungen, werden Werte und Normen abgeglichen und entwickelt sowie die persönliche Position im Freundeskreis bestimmt. Online-Kommunikation wird von Jugendlichen der Privatsphäre zugeordnet.

Die Möglichkeit, dass unerwünscht von Dritten auf Bilder und Texte aus Chats etc. zugegriffen wird und sie womöglich verbreitet werden, ist für die Jugendlichen erheblich problematischer, wie die Preisgabe von Informationen an Unternehmen oder Behörden. Die Veröffentlichung eigener Daten birgt daher auch immer die Möglichkeit von Kontrollverlust durch unerwünschte Verbreitung. Hinzu kommt, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene angeben, dass Online-Kommunikation zunehmend rücksichtsloser bzw. schärfer wird und negative Kommentare, Beleidigungen, Bloßstellungen bis hin zu Mobbing in sozialen Netzwerken ein wachsendes Problem darstellen (vgl. DIVSI-Studie 2014).

Mit der ständigen Verfügbarkeit von Online-Kommunikation vermehren sich auch die Kontakt- und Konfrontationsrisiken. Daher ist es wichtig Kindern und Jugendliche das eigene Nutzungsverhalten bewusst zu machen, damit sie entsprechend aufmerksam kommunizieren und in problematischen Situationen Lösungswege entwickeln und anwenden können.

Ziel

Ziel des Moduls ist es das Bewusstsein der Schüler_innen für ihr Nutzungsverhalten in der Online-Kommunikation zu schärfen. Neben der Kenntnis der Kommunikationsmittel und deren Einsatzmöglichkeiten, gehört dazu auch die Fähigkeit mit problematischen Situationen und Risiken umzugehen und die Reflektion der eigenen Position bzw. die Entwicklung von Lösungsstrategien.

Zeitbedarf

Die Unterrichtseinheiten benötigen insgesamt ca. 90 Minuten, wobei jede einzelne UE auch mit mehr Zeit durchgeführt werden kann. Falls schon Modul 1 durchgeführt wurde, kann die erste UE mit 20 Minuten Dauer entfallen.

Modulübersicht
 UE2-a „Ich und das WWW“ – Nutzungsformen von Jugendlichen
UE entfällt, wenn Modul 1 durchgeführt wurde!
ca. 20 Min.
UE2-b Chat, Online-Communities, Instant Messenger und Co. ca. 25 Min.
UE2-c Wie verhalte ich mich im Netz? ca. 45 Min.
UE2-d Deine Meinung zum Thema Online-Kommunikation ca. 20 Min.
zusammen (ohne UE2-a)
ca. 90 Min.